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Die Maus und der Tod

Kommentierte Medientipps und Internetlinks


Literaturempfehlungen: 

Brock/Daiker/Bayer(Hg.): …und tschüss! Farben zwischen Himmel und Erde – Kinder und Jugendliche erleben und erfahren Sterben, Tod und Trauer. raumzeit3 VERLAG, 2007.
Dokumentation eines Projektes des Referats Trauer – und Sterbebegleitung des katholischen Stadtdekanats Stuttgart im Zusammenhang mit der Errichtung des Hospizes in Degerloch. Enthält eine Fülle von Bildern von Kindern und Jugendlichen vom Kindergarten bis ins Jugendalter zum Thema Abschied – Tod – Trauer – Himmel aus unterschiedlichen Schularten; dazu gibt es gute Kommentare und Hintergrundinformation.

Gertraud Finger: Mit Kindern trauern. Kreuz Verlag, Stuttgart 1998.

E. Habel/D. Saldecki: Die Geschichte von Katharina. Aus der Sendung mit der Maus. Köln 1998 (Das Buch zum Film, leider vergriffen).

Ruthmarijke E.W. Smeding / Margarete Heitkönig-Wilp (Hg.): Trauer erschließen – eine Tafel der Gezeiten. Hospiz-Verlag , Wuppertal, 2005.
Das Buch beschreibt ein Trainingsmodell für die Trauerbegleitung, basierend auf den neuesten Erkenntnissen der Thanatologie. Das vertraute Phasenmodell (Y. Spiegel / E.Kübler-Ross) ist abgelöst von einem „Gezeitenmodell“. Ziel der Arbeit ist es, über die angemessene Wahrnehmung von Grunderfahrungen in der Trauerzeit ressourcenorientiert neue Handlungs- und Lebensmöglichkeiten zu entdecken. Dieser Blickwinkel entspricht dem Grundanliegen der Unterrichtseinheit. Absolut lesenswert, nicht nur im Hinblick auf die UE.

D. Tausch-Flammer / L. Bickel: Wenn Kinder nach dem Sterben fragen. Herder Spektrum Band 4882. Herder Verlag, 13. Auflage, 1998.
 

Unterrichtsentwürfe

Arbeitshilfe Religion. Grundschule 4. Schuljahr, 1. Halbband, Calwer Verlag, Stuttgart o. Zt.
Darin: UE 4.3.1 W Tod und Leben. Verwendetes Bilderbuch: Marit Kaldhol,: Abschied von Rune, 1987.

Hand in Hand, Lehrerhandbuch  Religionsunterricht Klasse 4. Klett-Verlag, Stuttgart 1989/2001.
Darin: UE Tod und Leben.

Dietmar Peter (Hg.): Arbeitshilfen Sonderpädagogik 2: Sterben und Tod. Materialien – Texte – Kopiervorlagen für den Ev. Religionsunterricht , RPI Loccum o.Zt.

Religion erleben, Ausgabe 22. Materialien für den fächerübergreifenden und Projektorientierten Religionsunterricht. Raabe Fachverlag für die Schule, Stuttgart 2000.
Darin: UE 3 Mit Kindern über Sterben, Tod und Trauer sprechen. Verwendetes Bilderbuch: Regine Schindler, Pele und das neue Leben.
 

Artikel aus der Religionspädagogik

Claudia Bischof: Die Theodizeefrage im Denken von Grundschulkindern. Am Beispiel von Kain und Abel. In: Entwurf 2/2000, S. 16-20.

Renate Dörrie / Reinhard Grenz: Jans Freund, der Mond. Unterrichtliche Zugänge zu dem Bilderbuch von Carme Sole Vendrell (Deutsch von Gudrun Pausewang), Patmos-Verlag 1997. Für 3. – 6. Schuljahr. In: forum religion 3/2003, S. 4-15.

Richard Grenz / Klaus Heiner Weber: Solange jemand an sie denkt. Mit Kindern über den Tod sprechen – ein Unterrichtsentwurf. In : forum religion 1 / 1998, S. 11-13.

Regine Plaß: Der Seelenvogel. Eine schöpferische Auseinandersetzung mit Selbst- und Welterfahrung – ein Unterrichtsprojekt für die Grundschule. In: forum religion 2/2002, S. 19-32.

Mirjam Schambeck: Magdalena malt über den Tod. Versuch, ein Kinderbild zu entschlüsseln. In: forum religion 2 / 2001, S. 20-24.

Kirsten Schulte: Der Mensch und die Vergänglichkeit. Unterrichtsideen für die Grundschule / 5. und 6.  Klasse mit außerschulischen Lernorten. In: forum religion 3/2003, S. 16-29.
 

Spezielles zum Thema „Tod in der Schule“

Begleitend Er-Leben. Erlebnispädagogik mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen. Heft 2/2007, 5 €. Erhältlich unter: edition-erlebnispaedagogikkein spam@uni-lueneburg.de.

Jo Eckard: Ich will dich nicht vergessen. Ein Begleiter durch die Zeit der Trauer und des Abschiednehmens. 2. Auflage, Gütersloher Verlagshaus 2006.
Ein persönliches Erinnerungsbuch mit einer außergewöhnlichen Innengestaltung. Ein einfühlsames Traueralbum  zur eigenen Gestaltung. Gegen die Sprachlosigkeit – für eine aktive Trauerbewältigung. (Eine gute Idee für eigene Aktivitäten)

Handreichung für Lehrkräfte und Erzieher/innen: Vom Umgang mit Trauer in der Schule. Baden-Württemberg, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2004.

Magdalene Pusch: Gott, steh mir bei! – Leiden, Trauer, Trost. Religionsunterricht primar. Vandenhoeck & Ruprecht 2007.

Sven Jennessen: Manchmal muss ich an den Tod denken… . Wege der Enttabuisierung von Sterben, Tod und Trauer in der Grundschule. Basiswissen Grundschule Band 24. Schneiderverlag, Hohengehren 2007.
Theoretisch gut fundiert werden die relevanten Fragen im Hinblick auf den konkreten Umgang mit dem Tod in der Schule angesprochen. Absolut lesenswert!

„Wenn der Notfall eintritt“. Handbuch für den Umgang mit Tod und anderen Krisen in der Schule. Hrsg. v. Ev. Luth. Kirche und Kath. Schulkommissariat in Bayern o. Zt.
Umfangreiches, sehr differenziertes Material zu vielfältigen möglichen Krisen in der Schule. Die Situation aller Beteiligten wird gut analysiert, notwendige und hilfreiche Vorbereitungen werden beschrieben und Hintergründe umfassend beleuchtet. Mögliche Interventionen und Aktivitäten werden überzeugend dargelegt. Kapitel 6 (von insgesamt 12) beleuchtet das Thema „Tod“ in der Schule. Suizid wird mit bedacht, unterschiedliche religiöse Hintergründe sind im Blick, ebenso entwicklungspsychologische Hintergründe verschiedener Alterstufen. Praktische Hilfen ergänzen das Kapitel.
 

Kinderbücher zum Thema

Jutta Bauer: Opas Engel. Carlson-Verlag, Hamburg 2001.

Anette Bley: Und was kommt nach tausend? Ravensburger Buchverlag 2005.

Bettina Egger/ Sita Jucker: Marianne denkt an ihre Großmutter. BohemPress, Zürich 1988.

Wolf Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe. Kunstmann-Verlag, München 2007.
Plötzlich entdeckt die Ente den Tod. Ob er sie holen will? Nun, er ist einfach da, jetzt, mitten im Leben. Er begleitet die Ente, teilt ihre Erfahrungen. Mit der Zeit kommen sie einander näher. Sie reden über das Leben und den Tod, die Hölle und die Ewigkeit. Beinahe nebenher wird die Ente alt und schließlich stirbt sie ohne Angst. Der Tod trägt sie am Ende zum Fluss. „Und was ist mit der Tulpe“, fragte eine Siebenjährige nach der Lektüre des Buches. Die Tulpe – ein Frühlingssymbol – eine Schnittblume – zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Viel Gesprächstoff, gute Darstellung des Todes mitten im Leben, im Alltag.

Amelie Fried: Hat Opa einen Anzug an? Hanser Verlag, München 1977.

Marit Kaldhol: Abschied von Rune. Ellermann-Verlag, München 1987.
Das Buch erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 1988.

Ulf Nilsson / Anna-Clara Tidholm: Adieu, Herr Muffin. Moritz Verlag, Frankfurt 2003.

Ulf Nielsson / Eva Eriksson: Die besten Beerdigungen der Welt. Moritz Verlag, Frankfurt 2006.
Aus Langeweile erfinden die Kinder ein neues Spiel. Sie gründen ein Beerdigungsinstitut, besorgen die notwendigen Materialien für eine Bestattung und  entwickeln Rituale des Abschieds. Viele Fragen zu Sterben und Tod tauchen nebenher auf, werden mit wohltuender Nüchternheit angedacht und wieder beiseite gelegt. Schluss: Am nächsten Tag spielen sie dann etwas ganz anderes. Das Bilderbuch bietet sich an, mit Kindern über das Thema sterben und Tod unkompliziert ins Gespräch zu kommen. Das ernste Thema ist einerseits nüchtern und sachlich dargestellt, ohne die dazugehörigen Gefühle auszuklammern. Andererseits gibt es viel zu lachen ohne dass die Ernsthaftigkeit verloren geht.

Sylvia van Ommen: Lakritzbonbons. Moritz Verlag, Frankfurt 2003.
Per Handy verabreden sich Oskar und Jule im Wald. Auf einer Lichtung legen sie sich ins Gras, essen Lakritzbonbons und trinken Kaffee. Sie schauen in den blauen Himmel und fragen: „Ob da wohl was ist?“ Fröhlich, selbstverständlich und angstfrei stellen sie vielfältige Überlegungen zum Leben nach dem Tod an. Tod – ein Thema wie jedes andere. (Der dazugehörige Animationsfilm findet sich auf der Videoebene der DVD-complett „Die Maus und der Tod.“)

Uwe Saegner: Papa, wo bist du? Hospiz-Verlag, Düsseldorf 2005.
(Für Elternarbeit als Gesprächseinstieg hilfreich, um zu zeigen, wie einsam ein Kind sein kann, wenn man es nicht an der Trauer beteiligt, nicht versucht, Fragen zu klären und ausweichende und beschönigende Formulierungen wählt. Abschreckendes  Beispiel! Als Kinderbuch völlig ungeeignet!)

Regine Schindler: Pele und das neue Leben. Kaufmann-Verlag, Lahr 1981.

Peter Schössow: Gehört das so??! Die Geschichte von Elvis. Hanser Verlag, München 2005.
Zuerst weiß niemand, warum das Mädchen mit der roten Handtasche die Umstehenden anpflaumt. Irritation, Unverständnis und Verwunderung sind auf den Gesichtern zu entdecken. Erst als jemand wagt, nachzufragen, wird klar, worum es geht: Der Blick in die Tasche zeigt Elvis, den Kanarienvogel. Er ist tot. Voller Empörung fragt das Mädchen „Gehört das so?“ Verschiedene ungewöhnliche Gestalten arrangieren nun eine Beerdigung, ermuntern zum Erzählen von Elvis, stellen sich eine Zukunft im Himmel vor. Am Ende kann das Mädchen gestärkt allein weiter gehen. (Der dazugehörige Animationsfilm findet sich auf der Videoebene der DVD-complett „Die Maus und der Tod.“)

Prenilla Stalfeld: Und was kommt dann? Moritz Verlag, Frankfurt 2001.

Susan Varley: Leb wohl, lieber Dachs. Betz Verlag, Wien 1996.
 

DVDs, Videos, Diareihen und Audio-CDs:

Abschied von Rune. Wenche Oyen / Marit Kaldhol, Stuttgart 1989. 24 Dias, f. und sw., Zeichnungen.
Diareihe nach dem gleichnamigen norwegischen Bilderbuch. Sara und Rune sind gute Freunde. Fast täglich spielen sie miteinander. Eines Tages ist Rune tot. Er ist im See ertrunken. Sara lässt sich kaum trösten. Mit den Erwachsenen geht sie zur Beerdigung. Runes Eltern sind besonders traurig. Sara möchte sie trösten: Man kann Rune sehen, wenn man ganz fest an ihn denkt. Ab 5 Jahren.

Filmsequenz auf der Videoebene der DVD „Die Maus und der Tod.“ Aus: Beim Abschied sag ich leise Servus. Evangelisches Medienhaus 1999. ca. 5 Min.
Die Filmsequenz ist ein Ausschnitt aus einer Dokumentation über die Hospizarbeit, der sich anbietet, über die Themen „bewusst auf den Tod zugehen“ und „begleitet sterben“ ins Gespräch zu kommen. In der Unterrichtseinheit begegnen die Kinder mit dem unerwarteten Tod von Katharina dem Tod eines Kindes. Dem Erfahrungshintergrund der Kinder entspricht aber eher der Tod eines älteren Menschen, wie Großmutter oder Großvater, wo sich das Sterben angekündigt hat, der Tod absehbar war. Wer z. B. aus aktuellem Anlass dieses Thema aufgreifen möchte, findet in dieser Filmsequenz eine hilfreiche Gesprächsgrundlage: Was hilft beim Sterben? Was nimmt die Angst? Eine Sterbebegleiterin aus dem Stuttgarter Hospiz erzählt einfühlsam von ihrer Arbeit. Ein Hund unterstützt sie dabei

Filzpantoffeln & Bonbons. Astri Eidseth Rygh, Norwegen 1994. 11 Min., f., Kurzspielfilm, FSK: o.A.
Ragnilds Großvater ist gestorben. Die Trauerfeier findet im Kreis der nächsten Verwandtschaft statt. Die Erwachsenen versuchen die Sechsjährige, die aus ihrer Sicht noch nicht mit dem Tod umgehen kann, zu schonen – mit dem Erfolg, dass Ragnild sich – zu Recht – ausgeschlossen fühlt. Rückblenden zeigen das sehr innige Verhältnis, das sie zu ihrem Großvater hatte. Genauso liebevoll wie der Umgang zu seinen Lebzeiten war, nimmt sie jetzt auf ihre Weise von ihm Abschied. Dabei verwendet sie die Gegenstände (Bonbons und Hausschuhe), die sie besonders an den Großvater erinnern. Erst zum Schluss spüren die Eltern etwas von der Ernsthaftigkeit ihres Trauerrituals. Ab 6 Jahren.

In der Nacht. Stefan Schneider, Deutschland 1995. 15 Min., f., Kurzspielfilm, FSK: 6.
Fünf Kinder erfüllen den letzten Wunsch ihres schwer kranken Freundes, nach seinem Tod nicht in der Erde, sondern im Meer bestattet zu werden. In der Nacht graben sie den Sarg aus, fahren damit auf einem Leiterwagen nicht ohne Gefahren zum nahe gelegenen Meer. In einem Boot warten sie auf die auflaufende Flut, um sich am kommenden Morgen zu verabschieden. Der Sarg schwimmt schließlich auf das offene Meer hinaus. Ab 10 Jahren; hilfreich, wenn die Frage nach unterschiedlichen Bestattungsformen auftaucht. Französische Fassung mit deutschen Untertiteln.

Kinderlieder von Lele und Detlef Jöcker: „Heut ist ein Tag, an dem ich singen kann“.  Menschenskinder Musikverlag, Münster o. Zt.

Kinder und Tod. Klaus Schubert, Haigerloch 1997. Medienpaket (24 x 32 x 4 cm).
Filmorientierte Arbeitshilfe mit Anregungen, junge und alte Menschen, die mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen konfrontiert wurden, nicht alleine zu lassen. Das didaktische Material bezieht sich konkret auf die beiden Filme "Papierflieger" und "Jessie". Inhalt: Methodische Arbeitshilfe mit Kopiervorlagen und Folie, Buch "Mein Kind ist tot" von Helga Ide, Buch "Wenn Kinder trauern" von Tobias Brocher, 3 Spielfiguren, 1 Trauerhemd. Ab 6 Jahren.

Leb wohl, lieber Dachs. Michael Sahr, Gräfelfing 1988. 20 Dias, f., Bilderbuch, Begleitheft.
Text und Bilder von Susan Varley. – Der alte Dachs ist bei allen Waldtieren überaus beliebt. Er spürt, dass er bald sterben wird. Nach seinem Tod sind die Tiere sehr betrübt; sie können sich gar nicht vorstellen, ohne den Dachs zurechtzukommen. Da jedes Tier ein besonderes Abschiedsgeschenk vom Dachs erhalten hat, wird er ihnen unvergesslich bleiben; ihre Traurigkeit weicht allmählich. Abschied gestalten, bewusst auf den Tod zugehen, im Zusammenhang mit „Sterben in einem Hospiz“ vorstellbar; ab 5 Jahren.

Leb wohl, lieber Dachs. media nova, Deutschland 2000. 6 Min., f., Trickfilm, FSK: o.A.
Film nach einer Bildergeschichte von Susan Varley. – Der von allen Waldtieren verehrte, alte Dachs spürt, dass er sterben wird, fürchtet sich aber nicht vor dem Tod, sondern hat sich schon vorbereitet auf einen Gang durch den "langen Tunnel". Eines Tages träumt er einen wundervollen Traum, der ihn sanft durch diesen langen Tunnel in den Tod gleiten lässt. Am nächsten Tag finden ihn die Freunde tot in seinem Schaukelstuhl. Er hat ihnen einen Abschiedsbrief hinterlassen. Zunächst sind alle sehr betrübt, können sich kaum vorstellen, ohne den Dachs zu Recht zu kommen. Doch später erzählen sie sich vermehrt Geschichten über ihren verstorbenen Freund, die sie wie einen Schatz hüten und langsam ihre Traurigkeit vergessen lassen. Ab 5 Jahren.

Marianne denkt an ihre Großmutter. Andrea Köck, Hildesheim 1991. 12 Dias, f., Zeichnungen.
Marianne – traurig über den Tod der Großmutter – entdeckt plötzlich, wie viele Gegenstände ihrer Umwelt die Erinnerung lebendig und zur Begegnung mit der Großmutter werden. Diese Erfahrung hilft ihr bei der Trauer und zeigt, dass mit dem Tod nicht alle Beziehungen abreißen. Ab 5 Jahren.

Opas Engel. Angelika Schaack, Hamburg 2006 33 Min., Hörspiel.
Hörspiel mit Katharina Thalbach, Wolfgang Völz und Musik von "Ougenweide" nach dem Bilderbuch von Jutta Bauer. – Opa war wagemutig, aber wieso liefen brenzlige Situationen immer glimpflich ab? Opa hatte das ganz große Glück, dass jemand auf ihn aufpasste! Wenn sein Enkel ihn besucht, geht Opa gern seinen Erinnerungen nach: "Junge, mir konnte keiner was. Jeden Morgen lief ich über den großen Platz zur Schule. Ich hatte es eilig und mein Ränzel war schwer. Einmal hätte mich fast ein Bus erwischt...“. Gespannt hört der Junge zu, was ihm der Opa aus seinem bewegten Leben berichtet. Dass hinter dem Glück aber ein Schutzengel steckt, scheint der Opa nie bemerkt zu haben, denn Schutzengel sind ja unsichtbar, aber immer zur Stelle, wenn man sie braucht. Ab 4 Jahren.

Opas Engel. Trickfilm von Katrin Magnitz. D 2002, 7 Min.
Animationsfilm nach dem Bilderbuch von Jutta Bauer. – Er war stets der Mutigste, kletterte auf die höchsten Bäume und sprang in die tiefsten Seen – nicht ahnend, welchen Gefahren er sich aussetzte – erzählt der schwerkranke Großvater seinem Enkel. Der kleine Junge besucht ihn immer im Krankenhaus. Über den Tod des Großvaters kann er sich später hinwegtrösten, weil dieser ihm so viel aus seinem Leben erzählt hat. Aber wie war das alles möglich? Weshalb liefen brenzlige Situationen meistens glimpflich ab? Opa hatte das ganz große Glück, dass jemand auf ihn aufpasste! – Das Leben des Großvaters wird in einer großen Rückblende erzählt, wobei sich die beiden Figuren stark ähneln, wie wenn Selbstbewusstsein und Glaubenssicherheit auf den Jungen bereits übergegangen wären. Ab 5 Jahren.

Papierflieger. Odveig Klyve, Norwegen 1995. 15 Min., f., Kurzspielfilm, FSK: 6.
Ein Junge wird mit dem Tod seines besten Freundes aus dem Kindergarten konfrontiert. Seine Trauer zentriert sich in der Frage, wo der Freund wohl geblieben ist. Die ihm von den Erwachsenen angebotenen Antworten helfen dem trauernden Jan nur teilweise. Durch seine Initiative, Beharrlichkeit und zielgerichtete Aktivität gelingt es ihm mit Hilfe eines Mannes, die Trauer um den verlorenen Freund in einem Brief an Gott zum "Fliegen" zu bringen. Ab 6 Jahren.

Die Sendung mit der Maus: Abschied von der Hülle. Armin Maiwald, Deutschland 2004. 29 Min., f., Magazinsendung.
In der fiktiv-dokumentarischen Geschichte kommt Armin Maiwald in den ersten Tagen nach dem Tod seines Zwillingsbruders Eckhardt kaum dazu, selbst um ihn zu trauern. Denn es gibt viel für ihn zu tun: Er spricht mit Familie und Freunden, begegnet fremden Menschen, wie dem Arzt, der den Totenschein ausstellt, sucht ein Beerdigungsinstitut und einen Sarg aus, muss die Trauerfeier und die Beerdigung organisieren. Nach und nach fallen Armin immer mehr Erlebnisse ein, die er gemeinsam mit seinem Bruder hatte. Und als er entscheiden darf, welche Kleidung der Leichnam des Bruders trägt, lässt Armin ihm dessen Lokführeruniform anziehen. Bei alldem entdeckt er, dass es kein Patentrezept fürs Abschiednehmen gibt und Armin selbst erst nach der Beerdigung richtig trauern kann.
Anknüpfend an den Film „Katharina“ hat die Sendung mit der Maus diesen Sachfilm produziert. In einer fiktiven Situation wird gezeigt, an was man alles denken muss, wenn jemand gestorben ist. Der Weg von der Todesnachricht bis zur Beerdigung wird nachgezeichnet. Sachentscheidungen, die getroffen werden müssen, werden dargestellt, dazugehörige Gefühle beschrieben. Die kurze Sequenz nach der Beerdigung weist darauf hin, dass jetzt erst die eigentliche Trauer beginnt. Ende: es gibt kein Rezept, wie man über den Tod am besten hinweg kommt, auf die Frage, was danach kommt, gibt es keine Antwort. Für die Primarstufe nur bedingt geeignet, ab 10 Jahren, sehr informativ.

Die Sprache der Vögel. Fred-Jürgen Noczynski, Deutschland 1991. 59 Min., f., Spielfilm, FSK: 6.
Der Film erzählt, wie der fünfjährige Thomas den Tod seines Großvaters erlebt, und wie er versucht, sich dem Phänomen Tod zu nähern. Mit den Auskünften der Erwachsenen kann er nichts anfangen, denn sie halten seinen Nachforschungen, aber auch seinen Erfahrungen nicht stand. So versucht Thomas, sich allein Opas Tod zu erklären, und er kommt zu einer ganz eigenen Lösung. Ihm helfen dabei die Erinnerungen an die vielen gemeinsamen Erlebnisse. Opa hatte immer Zeit für Thomas, auch immer Geduld mit ihm und nahm ihn stets ernst. Opa war voller Ideen, erzählte viele Geschichten und hatte ein besonders enges Verhältnis zur Natur. Besonders liebte er die Vögel. Er und Thomas hatten sich vorgenommen, einmal die Sprache der Vögel zu verstehen. Und Opa hatte gesagt: "In meinem nächsten Leben möcht' ich ein Vogel sein". Als Oma nun vor der Beisetzung erzählt, in der Urne sei "Opa drin", kann Thomas das nicht glauben. Ab 6 Jahren; Urnenbestattungen nehmen zumindest im städtischen Raum zu. Die Irritation der Kinder ist groß, weil Mensch und Urne einfach nicht zusammenpassen. Gute Gesprächsgrundlage.

Und was kommt nach tausend? Sylvia Näger, Stuttgart 2006. 23 Dias, f., Reproduktionen, Bilderbuch, Begleitheft.
Dias zu dem gleichnamigen Bilderbuch von Anette Bley mit Anregungen für die pädagogische Praxis. – Die kleine Lisa hat in Otto einen richtig lieben Freund gefunden. Denn der nimmt sich Zeit für sie und weiß alles, vom Garten, über Indianer, bis hin zu Zahlen. Otto ist schon ziemlich alt, er braucht einen Stock und hört nicht mehr so gut. Irgendwann kann er nicht mehr aufstehen, wird immer schwächer und stirbt schließlich. Lisa fühlt sich von ihm verlassen. Zum Glück gibt es da noch Olga, Ottos Frau, die ihr trotz des eigenen großen Kummers liebevoll beisteht. Schließlich spürt Lisa, so wie die Zahlen niemals enden, wird auch Otto für immer ein Teil von ihr sein, selbst wenn sie ihn nicht mehr sehen kann. Anette Bley erzählt einfühlsam von der ersten Begegnung eines Kindes mit dem Tod und den damit verbundenen aufwühlenden Gefühlen. Ab 5 Jahren.

Wenn das Leben geht. Karsten Killerich, Deutschland 2000. 10 Min., f., Trickfilm, FSK: o.A.
Was passiert, wenn ein Mensch oder ein geliebtes Haustier sterben? Kinder berichten über ihre Vorstellungen von Tod und Sterben, Seele, Himmel, Hölle und Jenseits, die der Film direkt in Bildsequenzen darstellt. Auf diese Weise entsteht ein Trickfilm, der die Hoffnungen und Erwartungen der Kinder in sehr reduzierte, aber ausdrucksstarke Bilder umsetzt. Ab 10 Jahren.

Willi will's wissen: Wie ist das mit dem Tod? Ralph Wege, Deutschland 2003-2006. 25 Min., f., Dokumentation, FSK: o.A.
Willi trifft Menschen, die mit dem Tod zu tun haben. Entweder beruflich, weil sie Bestatter, Pfarrer oder Arzt sind. Oder, weil sie "Hinterbliebene" sind: Trauernde, die jemanden, den sie liebten, an den Tod verloren haben. Oder aber, weil sie "dem Tod Geweihte" sind: Sterbenskranke, die wissen, dass ihnen nur noch eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung steht. Jeder seiner Gesprächspartner erzählt dem Reporter offen und ehrlich, was der Tod für ihn bedeutet und worin die größten Schwierigkeiten bestehen. Willi stellt fest: Obwohl der Tod so natürlich wie das Leben ist, ist der Umgang mit dem Tod für die meisten Menschen alles andere als leicht. Zwei Gefühle spielen dabei die Hauptrolle: Angst und Unsicherheit. Die Folge daraus: "Über den Tod spricht man nicht". Willi schon. Denn fest steht auch: Zwei der besten Hilfsmittel gegen Angst und Unsicherheit sind – darüber Reden und Zuhören. Denn nur wenn der Tod nicht tot geschwiegen wird, kann das Leben weiter gehen. Bayerischer Fernsehpreis 2003 und Erich-Kästner-Fernsehpreis 2003. Ab 8 Jahren.

Internetlinks:

Die Entwicklung des kindlichen Sterblichkeitswissens
Ein Aufsatz auf der Homepage des rpi-loccum von Elisabeth Schwarz zu eben diesem Thema zum Downloaden.

Tod und Sterben Eine Unterrichtseinheit für die vierte Klasse
Eine Unterrichtseinheit von Gesa Godbersen-Wittich und Ursula Harfst zu eben diesem Thema auf der Homepage des rpi-loccum zum Downloaden.

Leben nach dem Tod – 1. Kor 15, 50-53 in der vierten Klasse
Eine Unterrichtseinheit von Lars Frederik Wißmann zu eben diesem Thema auf der Homepage des rpi-loccum zum Downloaden.

Mit Kindern vom Tod reden Biblisch-theologische Aspekte der Rede von 'Tod und Leben' vor dem Hintergrund des kindlichen Entwicklungsstandes der Primar- und Orientierungsstufe 
Ein Aufsatz von Gert Traupe zu eben diesem Thema auf der Homepage des rpi-loccum zum Downloaden.

Das Thema "Tod" im Religionsunterricht
Ein Aufsatz von Dietmar Peter zu eben diesem Thema auf der Homepage des rpi-loccum zum Downloaden.

www.ekd.de/tod_was_ist_das/bilderbuch_sterben.html
Link auf die EKD-Homepage: Unter vier verschiedenen Aspekten werden hier Bilderbücher dargestellt und Arbeitsanregungen gegeben. …alles stirbt einmal: Annäherung an das Thema – Abschied und Trauer – Tod aus nächster Nähe – Leben und Tod gehören zusammen.

www.trauer-fundgrube.de
Gedanken zur Begleitung Sterbender. Hilfen zum Abschied aus dem Trauerhaus. Anregungen zum bewussten Abschiednehmen v.a. mit Kindern. Gestaltungselemente und vollständige Abschiedsfeiern. Gestaltungsformen für Trauergottesdienste bzw. Trauerfeiern. Angebote für verwaiste Eltern. Wissenswertes zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Austauschmöglichkeiten für Gedanken, Ideen und Anregungen; Gute Hintergrundinformation zu Trauerphasen nach Verena Kast.

http://www.ev-net.de/typisch_evangelisch/Anlasse/sterben/sterben.html
Kurzer Abriss der Thematik, vielfältige weitere Links zu Sonderthemen.

http://www.bistum-eichstaett.de/fileadmin/homepagebilder/schule/arbeitshilfe-todesfaelle.doc
Arbeitshilfe des Bistums Eichstätt „Hilfen für den Umgang mit Todesfällen in der Schule“. Gute Information zu möglicherweise auftauchenden Situationen.

http://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5&page_id=286
Der Tod eines Kindes oder Elternteils bedeutet eine Familienkrise in kaum zu überblickender Dramatik. Das bestehende Geflecht von Beziehungen wird zerstört. Das seelische Gleichgewicht der Familie als Ganzes wird tief greifend verändert. Jeder Einzelne wird lernen müssen, mit diesem Verlust zu leben. Die Website „Eltern im Netz“ bietet Hilfe an. (Hg.: Zentrum Bayern Familie und Soziales – Bayerisches Landesjugendamt).

http://www.dhpv.de/
Plattform des Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V., auf dem Initiativen vorgestellt werden können, die dem Konzept und der Haltung entsprechen, dass es darum geht, „dem sterbenden und trauernden Menschen in der festen Überzeugung Annahme und Geborgenheit vermittelt, dass sie bis zuletzt wertvolle Mitglieder der Menschengemeinschaft sind.“

http://www.wdrmaus.de/index.php5
Die "Seite mit der Maus" mit vielen Infos zu der bekannten Sendung.

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