Liebe ist Liebe - Vom Lebensgefühl junger lesbischer und schwuler Menschen

Liebe ist Liebe - Vom Lebensgefühl junger lesbischer und schwuler Menschen

Die beiden jungen Frauen, Sabrina und Mayan, sind seit zwei Jahren ein Paar. Jetzt ziehen sie in eine gemeinsame Wohnung. Jacob und Florian sind ebenfalls bereits eine Weile zusammen. Jacob wusste schon immer, dass er schwul ist, Florian hingegen hat sich zum ersten Mal in einen Mann verliebt. Die burschikose fünfzehnjährige Larissa weiß seit einiger Zeit, dass sie lesbisch ist. Eltern und Freunde unterstützen sie. Der flott gestaltetet und dabei sehr berührende Dokumentarfilm zeigt die fünf Protagonisten in ihrer Lebenswirklichkeit. Sie erzählen von ihren Erfahrungen, von schlimmen und guten Begegnungen, von Wertvorstellungen und davon, dass Liebe einfach Liebe ist.

Darüber hinaus gibt es auf der DVD fünf Interviews mit Menschen aus Kirche und Politik zu gesellschaftlichen, politischen und religiösen Fragen im Kontext von Homosexualität, zum Beispiel mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Kaufmann, der grünen Landtagsvizepräsidentin von Baden-Württemberg, Brigitte Lösch, und dem Rektor des evangelischen Studienhauses Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen, Dr. Rolf Sons.

Die DVD enthält umfangreiche Unterrichtsmaterialien.

"Die begleitenden Info-Texte und anderes Material sind dabei in der Regel als pdf-Dokumente, als auch als doc-Dateien vorhanden, sodass das relativ hohe Niveau gerade der Infotexte durchaus auch an die konkret gegebene Situation der eigenen Gruppe angepasst werden kann. [...] Der Film ´Liebe ist Liebe´ mit dem beliegenden und diesen Film unterfütternden Material ist gut geeignet, das sensible Thema ´Homosexualität´ in unterschiedlichen Kontexten gemeindlicher und schulischer Arbeit mit Jugendlichen anzugehen."

(Zitat aus: anknüpfen update 2.2 - Impulse für die Konfirmandenarbeit, 2015)

Vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlen

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD
Inhaltsübersicht, Gliederung der DVD

Bezug zum Bildungsplan
Anknüpfungspunkte zu Bildungsstandards in Baden-Württemberg

Mein Haltung zum Thema Homosexualität
Arbeitsblatt M01

Homosexualität - was ist das eigentlich?
Info- und Arbeitsblatt M07

Bibelstellen zu Homosexualität
Arbeitsblatt M09

5. Medientipps

Von Matthias Hestermann und Ina Hochreuther

Literatur

Fachliteratur u.a.

Valeria Hinck: Streitfall Liebe. Biblische Plädoyers wider die Ausgrenzung homosexueller Menschen. Dortmund-Verlag, 3. Auflage, Dortmund 2012.
Einer der Klassiker über das Leben Homosexueller im Zwiespalt zwischen Glauben, Kirche und eigenem Leben
wurde neu aufgelegt. Mit ihrer sorgfältigen Bibelauslegung belegt die Autorin Valeria Hinck, wie homosexuelle Menschen ihren Platz als Mitglied christlicher Gemeinden finden und annehmen können. Das Ergebnis ist ein kluges, ein mutiges Buch, das nicht nur für Schwule und Lesben geschrieben wurde, sondern für jeden gläubigen Christen, der sich jenseits von falsch verstandener Frömmelei offen mit dem Thema auseinander setzen will.

Isolde Karle: Liebe in der Moderne – Körperlichkeit, Sexualität und Ehe. Gütersloh 2014.
Was bedeutet die Körperlichkeit des Menschen für die Theologie und für die kirchliche Praxis? Wie können ethische Orientierungen aussehen angesichts des radikal gewandelten Verhältnisses zur Sexualität in der
Gesellschaft? Und schließlich: Kann und – wenn ja – wie kann Kirche heute noch zur Ehe ermutigen? Isolde Karle bringt theologische Denktraditionen mit soziologischen, kulturtheoretischen und philosophischen Konzepten ins Gespräch. Ein moderner praktisch-theologischer Entwurf reformatorischer Beziehungs- und Ehetheologie.

Martina Schradi: Ach, so ist das?! Biografische Comic-Reportagen von LGBTI. Zwerchfell Verlag 2014.
Homo-, bisexuell oder lesbisch zu sein… heute kein großes Thema mehr in Deutschland, oder? Wir sind doch ein aufgeklärtes Land. Aber ist das wirklich so? Was ist denn zum Beispiel überhaupt Intersexualität und was
ist der Unterschied zwischen Transident- und Transgender-Personen. Was ist Queer und was ist homosexuell? Und – noch viel wichtiger- erfahren die Menschen, die ihre Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle anders verstehen und leben wollen als die große Mehrheit denn wirklich die Akzeptanz ihrer Mitmenschen, die Ihnen zu steht? Die Comiczeichnerin Martina Schradi hat nicht nur sich diese Fragen gestellt, sondern die Menschen, die es betrifft – direkt, persönlich und intim. Dabei hat sie einen Antwortkatalog erhalten, der erhellend und informativ ist, der mal erheitert, aber auch schon mal den bekannten Kloß im Hals spüren lässt.

„Ach, so ist das?!“ ist eine Sammlung biografischer Comicreportagen, die LGBTI*-Menschen und ihre Identität, Lebensweise und alles, was sie so bewegt, sichtbar und begreifbar machen – ganz jenseits von gängigen Klischees!

Schwule, Lesben … – Kirche, Homosexualität und kirchliches Handeln. Texte aus Kirche und Wissenschaft. Vorgelegt vom Leitenden Geistlichen Amt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, EKHNDokumentation Band 2, © Spener Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt am Main 1996.

Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken Eine Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Gütersloher Verlagshaus, im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland herausgegeben vom Kirchenamt der EKD, 2. Auflage, München 2013.


Jugendliteratur

Benjamin Alire Sáenz: Aristoteles und Dante entdecken das Geheimnis des Universums. A .d. Amerikanischen von Brigitte Jakobeit, Thienemann Verlag 2014, ab 14 Jahren.
„Dante kann schwimmen, Ari nicht. Die beiden Fünfzehnjährigen lernen sich im Sommer 1987 in einem Freibad
in El Paso kennen. Es ist Freundschaft auf den ersten Blick, als Dante Ari anbietet, ihm beizubringen, wie man sich über Wasser hält. Beide Jungen sind Einzelgänger, beide mexikanischer Abstammung. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten schon. Während Ari nach außen hin robust auftritt, miesen Typen zeigt, was Sache ist, sich aber unsicher und unglücklich fühlt, ist Dante heiter, gelassen, sehr gebildet, sensibel und würde sich nie mit anderen prügeln. Der Autor Benjamin Alire Sáenz, Lyriker und Romancier von Erwachsenenwie Jugendbüchern, selbst mexikanischer Herkunft, wurde in den USA mit vielen Preisen ausgezeichnet. Hier gilt es ihn erst noch zu entdecken, was mit „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ einen vielversprechenden Anfang nimmt. Er erzählt aus der Perspektive von Aristoteles, der lieber Ari genannt werden möchte. Die knappen, von spritzigen Dialogen geprägten Sätze in kurzen Kapiteln sind nicht nur leicht konsumierbar, sondern entsprechen auf der formalen Ebene der nichtanalytischen, eher beobachtenden Wahrnehmungsweise des Protagonisten. Ein gutes Jahr beträgt die erzählte Zeit. Währenddessen werden aus den zwei Burschen, die miteinander lachen, reden und verrückte Spiele wie Turnschuhweitwurf erfinden, junge Männer. Als Dante erkennt, dass er schwul ist, verkompliziert das ihre Beziehung. Obwohl Dante ein herzliches Verhältnis zu seinen Eltern hat, verschweigt er es ihnen. Ari kommt ebenfalls gut mit seiner liebevoll-strengen Mutter klar, sehnt sich aber nach Nähe zu dem stillen Vater, einem Vietnam-Veteranen, und hat zudem so einige Päckchen zu tragen, was seine deutlich älteren drei Geschwister anbelangt. Atmosphärisch dicht zeigt Sáenz die neunzehnhundertachtziger Jahre, beeindruckend für erwachsene, spannend für junge Leser. Dramatische Dinge passieren, auch wenn es letztendlich für alle Beteiligten „nur“ darum geht, zu sich selbst und zur eigenen Geschichte zu stehen. Die einfache, klare Sprache von Sáenz führt den schnellen Leser in die Irre. Für den behutsamen Leser ist in diesem bewegenden Roman alles subtil angedeutet, was schließlich zur Lösung von Aris Grundproblem führt.“ Ina Hochreuther in Stuttgarter Zeitung, 01.08.2014.


Broschüren

Heterosexuell? Homosexuell? Sexuelle Orientierungen und Coming-out. Hrsg. v.: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Hier auch kostenlos erhältlich (www.bzga.de).

BZGg-Lehrer-Broschüre: Aufgeklärt, selbstbestimmt und fair (ebd.)

Was Kirche für morgen heute bewegt. Zitronenfalter. Leben und leben lassen. Heft 2.2012. Weitere Infos unter: www.kirchefuermorgen.de.

Farbe bekennen. Broschüre des Vereins „Homosexuelle und Kirche“ (HuK e.V.) für Gemeinden., als PDF downloadbar unter „Farbe bekennen – HuK-Broschüre“.


Audiovisuelle Medien

Billy Elliot – I Will Dance

Spielfilm von Stephen Daldry, Großbritannien 2000, 106 Min., ab 10 Jahren, FSK: 6. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS036.Nordengland, 1984: Um die Kohlenminen vor der Schließung zu bewahren, gehen die Zechenkumpel auf die Straße. Unter den Streikenden befinden sich auch Witwer Elliot und dessen Sohn Tony. Währenddessen wird der jüngere Sohn Billy zum Boxunterricht geschickt, damit er ein richtiger "Mann" wird. Nachdem der jedoch durch Zufall in einer Ballettstunde landet, will er bald nur noch eines: Tanzen. Er hängt die Boxhandschuhe an den Nagel und trainiert – heimlich, denn sein streikender Vater und Bruder Tony würden das nie verstehen. Nur die Ballettlehrerin unterstützt und ermutigt ihn, sogar bei der Royal Ballet School in London vorzutanzen. Als sein Vater davon erfährt, tobt er und verbietet Billy jeglichen weiteren Unterricht. Bis er ihn eines Nachts tanzen sieht und spürt, welche Begabung in seinem Sohn steckt.

Begleitmaterial zum Film von Claudia Brenneisen unter AFI136 ebenfalls im ÖML ausleihbar:

Ich fühl mich Disco

Spielfilm von Axel Ranisch, Deutschland 2013, 95 Min., ab 14 Jahren, FSK: 12. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS832.Turmspringtrainer Hanno Herbst hat sich das mit seinem Sohn irgendwie anders vorgestellt. Denn Florian ist moppelig, ungeschickt, unsportlich und mit Mädchen kann er auch nicht viel anfangen. Flori wiederum ist am glücklichsten, wenn sein Papa nicht zu Hause ist. Dann kann er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen und unter der Glitzerkugel tagträumen. Denn Mama hält die Familie zusammen und beschützt ihre beiden Männer voreinander – und vor sich selbst. Zumindest so lange, bis Mama eines schrecklichen Tages nicht mehr da ist. Vater und Sohn bleiben plötzlich überfordert zurück und müssen nun selber lernen, miteinander auszukommen.

Männer al dente

Spielfilm von Ferzan Ozpetek, Italien 2010, 108 Min., ab 14 Jahren, FSK: o.A.. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS652.Während Antonio im apulischen Lecce die Pasta-Fabrik der Familie leitet, studiert sein jüngerer Bruder Tommaso offiziell in Rom Betriebswirtschaft. In Wirklichkeit versucht sich Tommaso aber als Schriftsteller und lebt zudem mit einem Arzt zusammen. Weil ihn das Versteckspiel aber zunehmend belastet, erklärt er seinem Bruder, dass er beim anstehenden Familienfest reinen Tisch machen werde. Antonio kommt Tommaso allerdings zuvor und outet sich selbst vor versammelter Familie als schwul. Zuerst hält man das für einen gelungenen Scherz, doch als Antonio darauf beharrt, wandelt sich die Stimmung rasch und der dominante Vater verstößt den Sohn. Der Schock sitzt beim Familienoberhaupt so tief, dass er kurz darauf einen Herzinfarkt erleidet.Weil er noch so eine Meldung wohl nicht überleben würde, hält sich Tommaso zurück und lässt sich sogar dazu drängen, in der Firma die Rolle des Verstoßenen zu übernehmen. Während er nun im neuen Beruf die schöne und liebesbedürftige Alba kennenlernt und sein Vater mit der Angst vor der dörflichen Gerüchteküche zu kämpfen hat, erweist sich Großmutter Cantone als das fortschrittlichste Familienmitglied. Denn dann taucht auch noch Tommasos schwuler Freundeskreis aus Rom im Hause der Cantones auf und für Tommaso wird es immer schwieriger, die eigene Homosexualität kaschieren zu müssen.


Milk

Spielfilm von Gus van Sant, USA 2008, 127 Min., ab 16 Jahren, FSK: 12. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS582.Die Handlung geht auf tatsächliche Ereignisse in den USA zurück und spielt in den Jahren 1970 bis 1978. Der in New York City lebende Bürgerrechtler Harvey Milk zieht mit seinem Freund Scott Smith nach San Francisco, wo er im von zahlreichen Homosexuellen bewohnten Stadtteil Castro wohnt. Er setzt sich für die Rechte der Homosexuellen ein und beschließt, sich als Politiker zu engagieren. Für den jüngeren Aktivisten Cleve Jones wird er zum Mentor. Seine Kandidaturen – unter anderen für das Parlament des Bundesstaates – scheitern. Milk kandidiert für das Amt eines Stadtrats; Anne Kronenberg leitet seinen Wahlkampf. In dieser Zeit beginnt er eine Beziehung mit dem Mexikaner Jack Lira. Milk wird gewählt und kämpft gegen aufgrund der sexuellen Orientierung ausgesprochene Kündigungen. Er protestiert gegen ein geplantes Referendum, welches den schwulen Lehrern die Berufsausübung verbieten sollte. Es kommt zu einer Auseinandersetzung mit dem Stadtrat Dan White, worauf dieser Milk und den Bürgermeister George Moscone erschießt. Während die tatsächlichen Motive der wirklichen Tat nie vollständig geklärt werden konnten, deutet der Film an, dass verdrängte Homosexualität von Dan White die Tat mit verursacht haben könnte.

Begleitmaterial zum Film von Carmen Breitbach unter AFIU17 ebenfalls im ÖML ausleihbar:

Das Begleitmaterial zum Film ist unterteilt in die folgenden Themen: Schulische Anbindung, Inhalt, Interviewauszüge/Hintergrundinformationen, Homosexualität und Minderheiten, Zivilcourage, Dramaturgie, Filmsprachliche Besonderheiten, Kamera, Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit (1. Recherche des historischen Hintergrundes, 2. Beobachtungsaufgaben für die Filmsichtung zu Inhalt und Filmsprache, 3. Zusammenführung der Beobachtungsaufgaben), Transferaufgaben und Arbeitsaufträge nach der Filmsichtung.


Rainbow-Kurzfilme

Kurzfilme, 2012, 94 Min., hrsg. v. Bundesverband Jugend und Film (BJF e.V), ab 6 Jahren, FSK: 6, Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK1363.
Neun Kurzfilme für Kinder und Jugendliche über Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und über das
Recht, anders zu sein. Das Programm des Filmprojekts RAINBOW (Rights Against Intolerance – Building an Open-minded World) richtet sich an unterschiedliche Altersstufen. Das Projekt und die Filme wurden entwickelt, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihre sexuelle Identität und Geschlechtsidentität zu fördern. 1. Bob (3 Min., f., ohne Dialog, Animationsfilm, Deutschland 2009, ab 10) / 2. Dannys Parade (15 Min., f., Niederländisch mit dt. UT, Dokumentarfilm, Niederlande 2007, ab 14) / 3. Das Eselsmädchen (13 Min., f., NL / Arabisch mit dt. UT, Kurzspielfilme, Niederlande 2006, ab 10) / 4. Von Lucas zu Luus (18 Min., f., Niederländisch mit dt. UT, Dokumentarfilm, Niederlande 2005, ab 8) / 5. Mobile (6 Min., f., kein Dialog, Animationsfilm, Deutschland 2010, ab 6) / 6. Omar (9 Min., f., Französisch mit dt. UT, Kurzspielfilm, Frankreich 2010, ab 14) / 7. Papas Junge (3 Min., f., kein Dialog, Animationsfilm, Finnland/Großbritannien 2010, ab 6) / 8. Haie fangen (10 Min., f., Norwegisch mit dt. UT, Kurzspielfilm, Norwegen 2009, ab 10) / 9. Stock und Stein (17 Min., f., Englisch mit dt. UT, Dokumentarfilm, Kanada 2011, ab 8)

Sommersturm

Spielfilm von Marco Kreuzpainter, Deutschland 2004, 98 Min., hrsg. v. FWU, ab 12 Jahren, FSK: 12. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS235.Der Film thematisiert den sexuellen Selbstfindungsprozess von Teenagern in seiner ganzen Breite vom "ersten Mal" bis zur möglichen Entdeckung homosexueller Neigung: Tobi und Achim sind dicke Freunde. Gemeinsam trainieren sie in einem Ruderverein. Zum Training und Wettkampf ins Sommercamp fahren auch Sandra und Anke mit. Achim ist mit Sandra befreundet, während die attraktive Anke Interesse für Tobi zeigt. Doch Tobi verhält sich sehr ambivalent. Er mag Anke, aber eigentlich fühlt er sich zu Achim viel stärker hingezogen, auch sexuell. Neben der Konfrontation zwischen Homos und Heteros gibt es aber durchaus auch Sympathie und Annährung. Und Tobi kommt nicht umhin, für sich und die anderen Klarheit zu schaffen.


Tomboy

Spielfilm von Céline Sciamma, Frankreich 2011, 84 Min., hrsg. v. Bundesverband Jugend und Film (BJF e.V.), ab 12 Jahren, FSK: 12.Laure trägt ihre Hosen am liebsten weit und die Haare kurz. Wie ein Mädchen sieht sie nicht aus und am liebsten möchte sie auch keines sein. Als sie mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester wieder mal umzieht, nutzt sie ihre Chance und stellt sich ihren neuen Freunden als Michael vor. Geschickt hält sie ihr intimes Abenteuer vor den Eltern geheim. Für ihre Familie bleibt sie Laure, doch für die anderen Kinder ist sie Michael, der rauft, Fußball spielt und in den sich die hübsche Lisa verliebt. Laure kostet ihre neue Identität aus, als ob der Sommer ewig so weitergehen könnte...„Bei TOMBOY ging es mir darum, einen energiegeladenen, freien Film zu drehen: Ich wollte neue Dinge ausprobieren, was die Inszenierung betrifft, mehr Schnitte vornehmen, die Abfolge der einzelnen Sequenzen anders gestalten als sonst und dabei lange Plansequenzen weitgehend vermeiden. Ich hatte Lust auf einen kraftvollen Film, der von scharfen Gefühlskontrasten lebt.“ (Céline Sciamma)


Die wilden Hühner und die Liebe

 

Spielfilm von Vivian Naefe, Deutschland 2007, 108 Min., ab 10 Jahren, FSK: 6.
„Eben noch galten sie als Federvieh begeisterte Mädchenbande, die sich nur im Notfall mit Jungs verbündete.
Jetzt aber ist ein neuer Lebensabschnitt angebrochen. Für die mittlerweile dreizehnjährige Sprotte (Michelle von Treuberg) und ihre vier Freundinnen geht es in „Die wilden Hühner und die Liebe“ um verrückt spielende Gefühle, Kribbeln im Bauch, Eifersüchteleien, Sehnsucht und manchmal auch Enttäuschungen. Fünf Bücher mit mehr als zwei Millionen verkauften Exemplaren hat Erfolgsautorin Cornelia Funke über die beliebte Mädchenclique verfasst. Regisseurin Vivian Naefe fischte sich vor gut einem Jahr den dritten Band „Fuchsalarm“ heraus, der unter dem schlichten aber populären Titel „Die wilden Hühner“ auf die Leinwand kam. Jetzt hat sie den fünften, von Liebesverwirrungen handelnden Band verfilmt. Eine geschickte Wahl, sind aus ihren Kinderdarstellern unterdessen doch Jugendliche geworden. Den dazwischen liegenden Reiterhofroman kennen die

lesenden Fans ohnehin und für die Zuschauer erschließt es sich problemlos, dass etwa Frieda (Lucie Hollmann) in „Die wilden Hühner und die Liebe“ eine nicht ganz einfache Fernbeziehung pflegt, die eben dort ihren Anfang nahm. Die blond gelockte Melanie (Paula Riemann) erweist sich einmal mehr als Nervensäge, nachdem Freund Willi (Vincent Redetzki) sie wegen einer anderen verlassen hat, was ihr angeblich überhaupt nichts ausmacht. „Oberhuhn“ Sprotte könnte mit Fred (Jeremy Mockridge) ganz zufrieden sein, wären da nicht manchmal unerklärliche und überdies unberechtigte Eifersuchtsanfälle ihrerseits. Doch plagen sie noch andere Sorgen. Die innige Beziehung zu ihrer Taxi fahrenden Mutter (Veronica Ferres) ist bedroht, seit diese sich mit Heiratsplänen herumschlägt. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch wie aus dem Nichts Sprottes leiblicher Vater (Thomas Kretschmann) auf und erweist sich als gar nicht so unausstehlich, was wiederum ihre Mutter erneut in Verwirrungen stürzt. Vivian Naefe, zusammen mit Marie Graf und Uschi Reich auch Drehbuchautorin dieser Jungendbuchadaption, schafft es, die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten der jungen wie auch der erwachsenen Protagonisten lebensnah zu transportieren. Mag die Dramaturgie auch manchmal etwas hüpfend verlaufen, bleiben die Episoden doch immer eng an der Erfahrungswelt ihrer jungen Zielgruppe, bis hin zu lesbischen Regungen. Die stärker sozialen Aspekte der ersten Verfilmung tauchen in Rückblenden auf, wenn Sprotte über arbeitslose und prügelnde Väter nachsinnt oder die Mädchen in ihrem Bandenbuch blättern. Hier mischen sich Werte wie Freundschaft und Solidarität mit den Wirrnissen der Liebe. Werden im Buch die Theaterproben in der Schule nur erwähnt, erhalten sie im Film deutlich mehr Raum. Aus dem in der literarischen Vorlage uneindeutigen Titel der Shakespeare-Komödie konkretisiert sich hier passend das fantasievolle Verwirrstück „Der Sommernachtstraum“. Und die Schwierigkeiten mit der Liebe bleiben sympathischerweise nicht auf Jungen beschränkt. Auch zwischen Mädchen können sie funken und verglühen.“ Ina Hochreuther in Stuttgarter Zeitung, 05.04.2007.

Unterrichtsmaterial unter www.kinofenster.de downloadbar.

 

 


Internetlinks

(Stand: Oktober 2014)


Wikipedia-Artikel:

de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität

de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_zur_Homosexualität


Weitere Internet-Adressen zum Thema:

www.streitfall-liebe.de/online-version.html

Ältere Fassung des o.g. Buchs zum Downloaden sowie weitere Hinweise.

www.bkh-wue.de

Zitat von der Homepage: „Das „Bündnis Kirche und Homosexualität“ (BKH) setzt sich dafür ein, dass in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sichtbar und erfahrbar wird, dass homosexuelle Menschen fraglos zu unserer Kirche gehören“, wie es in dem Gesamtpapier der Evangelischen Landeskirche unter dem Titel „Gesichtspunkte“ im Jahr 2000 (M15) formuliert wurde.“

www.lsk-wue.de

Homepages Lesbisch-Schwuler-Konvent Württemberg.

 

 

Almut Maria Röhrl, 1966 in München geboren, wuchs in Stuttgart auf und machte hier auch 1987 ihr Abitur. In Stuttgart und Saarbrücken studierte sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Linguistik und schloss 1997 mit dem Magister Artium ab. Anschließend absolvierte sie ein Volontariat bei der Filmproduktion Samba TV. Bereits zwei Jahre später gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Gretafilm. Von 2000 bis 2004 war sie als freie Redaktionsleiterin der Eikon Südwest tätig und arbeitete parallel ab 2002 für Laurafilm, bevor sie sich entschied, ausschließlich im Rahmen der eigenen Firma dokumentarische Filme zu produzieren.
Almut Röhrl ist seit einigen Jahren mit einer Sozialwissenschaftlerin verpartnert, die beiden leben in Stuttgart.

Filmografie (Auswahl)

2014
Essen in den Niederlanden + Reisetipps, 5 Magazinbeiträge, ARD-Buffet, SWR (Autorin + Produzentin).
Liebe ist Liebe. 25-min. Bildungsfilm für Schulen, Ev. Medienhaus GmbH.

2013
Vom Versuch, wie ein Kelte zu leben. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Ritter – So werde ich ein Held aus Eisen. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Welcome to Schwabylon. Kino-Koproduktion, 90 Min., in Entwicklung (Autorin + Produzentin).
Schwule Vögel. Kino-Koproduktion, 90 Min., in Entwicklung (Autorin + Produzentin).

2012
Die Loire – Frankreichs größter Fluss. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Invasion Berlin – die Schwaben kommen Reportage. 30 Min., rbb+ SWR (Autorin + Produzentin).
Haltestelle Stuttgart – Stadtbahngeschichten. 30 Min, Reportage SWR 2012 (Autorin + Produzentin).
Auf zum Christopher Street Day – Schwule und Lesben auf dem Weg. 45 Min., SWR Feature betrifft 2012. (Autorin + Produzentin) Nominiert für den Dt. Menschenrechtsfilmpreis 2012.
Singen kennt kein Alter. Lehrfilm 7’30“ Min., Caritas Diakonie, Reclam- u. Carus Verlag (Autorin).

2011
Im Bann des Mount Everest – Dramen und Triumphe. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Mit Erika im Wald. Dokumentarfilm, 73 Min., auf den 33. Biberacher Filmfestspielen (Autorin + Produzentin).

2010/2009
Menschen in Neapel - Porträt. ARD-Buffet, SWR (Autorin + Produzentin).
Die Geschichte der Nobelpreise - Von Fortschritt, Geld und Ehre. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Leben mit Kunststoff - Von Nylonstrümpfen, Plastikstühlen und Müllbergen. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Von Megacitys, Rucksack-Häusern und schwimmenden Städten – Wohn(alp)träume der Zukunft. Planet Wissen, SWR, WDR, BR alpha (Autorin).
Dolce Vita Nahaufnahme, Reportage, 30 Min., SWR (Autorin, Produktion).

2008/2007
À Table - Französische Essgeschichten. Magazinreihe ARD + SWR (Autorin + Produktion).
Madame Eugenie im Unterland. Dokumentarfilm 45 Min., SWR (Autorin + Produktion).
Vom Feuerland bis zur Karibik - Die Anden / Die Schwäbische Alb – Von Höhlen, Burgen und Sauriergräbern / Hasen und Kaninchen - Meister Lampe und seine Verwandten / Kartoffelgeschichten – Eine Knolle erobert die Welt / Eule und Käuze – geräuschlose Jäger in der Nacht / Hecken und Sträucher - Schlaraffenland hinter
Blättern und Dornen: alle Planet Wissen SWR, WDR, BR alpha (Autorin)

2006
Die Frauen von Ravensbrück. Dokumentation, 90 Min., RBB, MDR, SWR, Grimme Preis 2006 (Koproduktion).

2005/2004
Der Kapitän ist eine Frau – aus dem Leben zweier Fischerinnen. Dt.-Frz. Dokumentarfilm, 60 Min., SWR 2005, Nominiert für den Juliane Bartel Preis 2005 (Autorin + Produktion).
GastArbeiterLeben – was auf der Strecke bleibt. Dt.-Kroat. Dokumentarfilm, SWR 60 Min., Autorin: Gloriana Severdija (Produktion).
Die Frauen von Ravensbrück. Dokumentarfilm, 90 Min., MDR, SWR, RBB u.a., Autorin: Loretta Walz Nominiert für den Prix Europa 2005, Grimme Preis 2006, Loretta Walz erhält für diese Arbeit das Bundesverdienstkreuz (Koproduktion).

2003
Circus Krönchen. Dokumentarfilm, 60 Min., SWR, Autor: Andreas Kölmel (Producerin).
Maison de France. Dokumentarfilm, 90 Min., SWR, Autor: Stefan Suchalla, Deutscher Fernsehpreis 2004 in
der Kategorie Förderpreis (Producerin).
Fremde Haut. Kinofilm, 90 Min., Regie: Angelina Maccerone + Judith Kaufmann, Hessischer Filmpreis, Best narrative feature Seattle G&L und Grand prize best feature image+nation Montreal LGBT, Publikumspreis Perlen 2005 LS Filmfest Hannover. Jasmin Tabatabai wurde in der Kategorie Beste darstellerische Leistung - weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis 2006 nominiert. (Produktionsentwicklung)

2002
Kinder im Konsumrausch. Feature, 45 Min., SWR Autorin: Ingrun Finke (Producerin)
Über den Tellerrand. ARD-Buffet, Magazinreihe 50 x 3 Min., ARD, SWR (Producerin)
Feldtagebuch. Doku-Soap, 13 x 9min, SWR, Autorin: Aelrun Götte (Producerin)

2001
Schuldnerberichte. Dokumentarfilm, 90 Min., SWR, Autoren: Stefan Hayn u. Anne-Christin Remmert (Producerin).
Die Würde des Menschen ist (un-)antastbar. Schulfilm, 15 Min., Bundesministerium für Familie und Jugend Autorin: Nicole Florié (Producerin).

2000
Lustige Ortsnamen, Kleine Erfinder, Alltagsautomaten. Magazinreihe, ARD-Buffet Magazinreihe 50 x 3 Min., ARD + SWR (Autorin + Producerin).
Eine Lehrerin im Männerknast. Reportage, 10 Min., SWR (Autorin + Produktion).
http://www.gretafilm.de


Fachberater dieser DVD complett und Autor der didaktischen Materialien

Matthias Hestermann, Jahrgang 1965, hat Theologie studiert und ist evangelischer Pfarrer. Er ist verheiratet mit der Pfarrerin Katharina Rilling, die auf dieser DVD complett ein Interview zum Thema „Homosexualität und Kirche“ gibt. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder. Nach vielen Jahren im oberschwäbischen Bad Waldsee, wo Matthias Hestermann an Gymnasien in Aulendorf und Bad Waldsee Evangelische Religion unterrichtet hat, lebt das Paar jetzt in Faurndau bei Göppingen. Katharina Rilling arbeitet hier wieder als Gemeindepfarrerin, Matthias Hestermann unterrichtet an Schulen. Seine vielseitigen Praxiserfahrungen aus dem Gemeindepfarrdienst, dem Schulunterricht und seiner Tätigkeit im Medienreferentennetzwerk des Ökumenischen Medienladens (ÖML) in Stuttgart hat er schon in die Entwicklung der Unterrichtsmaterialien für die DVD complett „’Du bist mein’ – Die Taufe auf den Namen Gottes“ eingebracht, in „Umtausch ausgeschlossen“, DVD 1 und 2 und hier nun in „Liebe ist Liebe.“.

Preise

Liebe ist Liebe - Vom Lebensgefühl junger lesbischer und schwuler Menschen

Liebe ist Liebe - Vom Lebensgefühl junger lesbischer und schwuler Menschen

79,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

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Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

259,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
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