Der Opa wohnt jetzt im Himmel - Ein Kurzspielfilm für Kinder zu den Themen Sterben, Tod und Trauer

Der Opa wohnt jetzt im Himmel - Ein Kurzspielfilm für Kinder zu den Themen Sterben, Tod und Trauer

Kaum ein Thema tabuisiert wie die Auseindersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Und doch sind das elementare Bestandteile eines jeden Lebens. Kinder haben einen ganz eigenen Umgang mit dem Thema "Tod" und trauern anders als Erwachsene. So auch der sechsjährige Paul: "Der Opa wohnt jetzt im Himmel". Das ist alles, was der Junge über den Tod seines Großvaters erfährt. Die Mutter geht zur Beerdigung und bringt das Kind so lange zu einem benachbarten älteren Ehepaar. Natürlich stellt der Junge Fragen. Die Frau erzählt ihm vom Tod in christlichem Zusammenhang. Der Mann hilft ihm zu begreifen und ein eigenes Abschiedsritual zu finden. Konsequent aus kindlicher Perspektive gezeigt, mit wenigen Dialogen und umso aussagekräftigeren, wunderschönen Bildern, vermittelt der Kurzspielfilm etwas Heilsames und sei es, dass eine Verbindung auch anch dem Tod bleibt.


Pressetext der FBW-Filmbewertung:

"Einfache Botschaften, die zeigen, wie nahe Verstorbene sein können, und die der Film auch dramaturgisch umzusetzen weiß. Vom Weltlichen führt sein Blick ins Transzendentale, von der Abgeschiedenheit der Wohnung in die Weite des Himmels, und sei es über den Zwischenschnitt eines Riesenrads. (...) DER OPA WOHNT JETZT IM HIMMEL ist ein kindgerecht erzählter, sorgfältig inszenierter und tief berührender Kurzfilm über ein essentiell wichtiges Thema."

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD
Inhaltsübersicht, Gliederung der DVD

Anknüpfungspunkte zu den Bildungsplänen
von Baden-Württemberg

Meine Gedanken und Fragen zu einem schwierigen Thema
Arbeitsblatt M01

Warum sagen Menschen manchmal nicht die Wahrheit?
Arbeitsblatt M06

Was Menschen tröstet - Das ABC des Tröstens
Arbeitsblatt M11

Medientipps

Von Ina Hochreuther

Literatur

Unterrichtsvorbereitung:
 
Friederike Arndt: Sterben, Tod und Trauer als Inhalte im Sachunterricht. Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer in der Grundschule. VDM Verlag Dr. Müller 2008. Sterben, Tod und Trauer gehören zu unserem Leben unweigerlich dazu. Kinder werden sowohl direkt als auch indirekt immer wieder mit dem Tod konfrontiert. Daher sollten Möglichkeiten gefunden werden, Kinder mit diesen Themen vertraut zu machen und ihnen Ängste zu nehmen. Diese Aufgabe kann nicht nur allein das Elternhaus übernehmen. Auch Erzieher und Lehrer stehen in der Verantwortung, Kinder jeden Alters über Sterben, Tod und Trauer aufzuklären. "Sterben, Tod und Trauer als Inhalte im Sachunterricht" - Welche Vorüberlegungen und Vorbereitungen sollten einer Unterrichtseinheit zu diesen Tabuthemen vorausgehen und welche Formen der Unterrichtsgestaltung gibt es? Was bedeutet diese Thematik im Kontext mit der Gesellschaft, mit den Weltreligionen, mit der Grundschule, mit der unterrichtenden Lehrkraft und vor allem mit den Schülern? In dieser Arbeit beschreibt die Autorin Friederike Arndt Möglichkeiten und diskutiert diese, wie eine Lehrkraft sich auf eine Unterrichtseinheit oder Unterrichtssequenzen zu diesen Tabuthemen vorbereiten kann und wie diese Thematik dann im Unterricht gestaltet werden kann. Dieses Buch richtet sich an Studenten, Referendare und Lehrer des Sachunterrichts.
 
Albert Biesinger, Helga Kohler-Spiegel, Simone Hiller (Hg.): Gibt es ein Leben nach dem Tod? Kinder fragen – Forscherinnen und Forscher antworten. Kösel Verlag 2017.
Kleine Kinder, große Fragen. Junge Familien sind oftmals auf der Suche nach Beratung und theologisch fundierten Überlegungen zu existentiellen Fragen rund um das Thema Tod und Trauer, denen niemand ausweichen kann. Das Buch greift die Fragen in einer einfachen und klaren Sprache auf. Kinder können sich so allein oder zusammen mit ihren Eltern auf Spurensuche begeben. Auf diese Weise ist es nicht nur ein interessantes Buch für Kinder, sondern auch ein kluger Ratgeber für Eltern und alle, die mit Kindern leben und arbeiten und auf der Suche nach Antworten auf deren verzwickte Fragen sind.

Ulrike Itze, Martina Plieth: Tod und Leben. Mit Kindern in der Grundschule Hoffnung gestalten. Auer Verlag in der AAP Lehrerfachverlage GmbH 2016.
Die Autorinnen dieses Bandes gehen in insgesamt 5 Kapiteln detailliert und einfühlsam auf dieses schwierige Thema ein. Kapitel 1 führt grundlegend in kindliche Todesvorstellungen ein und zeigt Bilder in ihrer Bedeutung für die kindliche Wahrnehmungs- und Ausdruckswelt und somit auch als wesentliche Elemente kindlicher Todeskonstrukte. Kapitel 2 zeigt 25 konkrete Bilder und Texte von Kindern im Grundschulalter, die selbst ausführlich ihre 'Werke' beschreiben und Eintritt gewähren in ihre reiche Gedankenwelt zum Thema Sterben, Tod und Leben (nach dem Tod).Kapitel 3 stellt eine ausführliche Unterrichtsreihe zum Thema Tod und Leben vor, die auch unerfahrenen Lehrkräften vom Elternabend bis zum Friedhofsbesuch umfangreiches, in der Praxis erprobtes und detailliertes Material anbietet. Kapitel 4 und 5 bieten zum Abschluss u.a. umfangreiche Informationen zum Tod aus christlich-theologischer Sicht, zu Hoffnungsbildern der Bibel sowie zu typischen KinderFragen; sie benennen konkrete Leitlinien für einen konstruktiven Umgang von Erwachsenen und Kindern mit dem Thema Tod und Leben. Ein gelungenes und mutiges Buch erfahrener Autorinnen zu einem Thema, das man von Kindern nicht fernhalten darf, weil man sie nicht davor bewahren kann. Eingebettet in den Schulalltag kann das Nachdenken über den Tod zu einer wichtigen Lebenserfahrung werden.
 
Anja Kieffer: Opas Reise zu den Sternen. Ein Kinderbuch zu Tod und Trauer. Gütersloher Verlagshaus 2014.
Wenn die Zeit bei den Sternen anfängt und endet: Alle Menschen sind Sterne, bevor sie auf die Erde kommen - das glaubt zumindest Jakobs Papa. Und da ist für den Jungen alles klar: Der Opa ist einfach wieder zu seinen Freunden zurück in den Himmel. Papa sagt, Tod ist nur ein Wort. Es bedeutet, dass die Zeit auf der Erde zu Ende ist. Für den Opa hat jetzt die Zeit bei den Sternen angefangen. Mit dieser berührenden Geschichte von den Sternen haben Erwachsene die Möglichkeit, Kindern eine hoffnungsvolle Erklärung zu vermitteln, warum ein vertrauter Mensch gestorben ist und was nun mit ihm passiert. Und dann ist da noch die Beerdigung und ganz viel Angst und Traurigkeit: Dieses sensibel geschriebene und illustrierte Kinderbuch greift diese Emotionen auf und macht ein tröstliches Verstehen möglich. Ein Buch für Erwachsene, die Kinder in ihrer Trauer begleiten.
 
Anneli Klipphahn: Tod, Verlust & Trauer. Praktische Handreichungen und Impulse zum Nachdenken und zur Sensibilisierung. 3.-6. Schuljahr. Kohl-Verlag 2015.
Abschied, Verlust und Trennung gehören zu unserem Leben. Die Fähigkeit zu trauern braucht ihren Platz in der Gesellschaft, wobei sich die Schule als Ort täglicher sozialer Beziehungen diesem Thema nicht entziehen kann. Wie gehen wir in der Schule damit um? Dieser Band geht dieses Thema mit dem notwendigen Feingefühl an und möchte sensibilisieren für den Umgang mit Trauer, Verständnis wecken für die Betroffenen und deren unterschiedliche Reaktionen auf Verlust und Abschied aufgreifen. Schule kann als Bezugsort Sicherheit und Unterstützung bieten. Mit praktischen Handreichungen und Impulsen zum Nachdenken werden Aspekte wie persönliche Betroffenheit oder Todesanzeigen angesprochen. Der Band soll Mut machen, sich dem Thema zu stellen.

Juliane Linker: Nichts für Kinder!? Von Sonnen- und Schattenseiten des Lebens. Religion/Ethik - Grundschule. Cornelsen 2014.
Vielfältige Projekte zeigen den Kindern, dass das Leben fröhlich und bunt, aber auch traurig und leidvoll sein kann. Dabei werden auch kognitive, soziale und emotionale Fähigkeiten der Schüler/innen entwickelt und gestärkt. In christlich-theologischer Sicht erfahren sie den Tod als "Tor zu neuem Leben" und lernen somit, dass der Glauben Sicherheit, Trost und Zuversicht vermitteln kann. Eigene Erfahrungen einzelner Kinder werden feinfühlig in den Unterricht einbezogen. Erinnerungsmöglichkeiten und Hoffnungsbilder, die die Kinder gestalten, helfen mit Trauer und Angst zu bewältigen. Die Themenreihe wendet sich vorwiegend an die Jahrgänge 3 und 4, einige Elemente lassen sich aber problemlos bereits in Klasse 2 behandeln. Mit zahlreichen Lied-, Text- und Arbeitsblättern als Kopiervorlagen.
 
Stephanie Witt-Loers: Sterben, Tod und Trauer in der Schule. Vandenhoeck & Ruprecht, 2. Auflage 2016.
Lehrer werden zu Trauerbegleitern, wenn akute Krankheits- und Sterbefälle den Schulalltag überschatten. Ihnen bietet der Band Information und Orientierung und eröffnet Handlungsmöglichkeiten. Wie trauern Kinder? Wie begleiten wir sie? Das ist auch ein Thema für die Schule, sei es dass ein Kind einen Verlust in der Familie beklagt, dass ein Mitschüler verunglückt ist oder ein Lehrer schwer krank wird. Wie kann der Klassenlehrer, wie kann das Kollegium reagieren? Welche Angebote können gemacht werden in einem Fach, das auch für Lehrer fremd ist: Seelsorge? Der Band erörtert Grundlagen, Handlungsfelder und -möglichkeiten und entfaltet Praxisbeispiele. Mit kostenlosem Downloadmaterial.
 
Kinderbücher:

Rosemarie Eichinger: Essen Tote Erdbeerkuchen? Jungbrunnen 2013, ab 9 Jahren.
Emma verbringt den größten Teil ihrer Freizeit auf dem Friedhof. In der Schule halten sie die meisten deshalb für sonderbar. Aber so ungewöhnlich ist das gar nicht. Schließlich ist ihr Vater Totengräber und sie wohnt in einem Haus gleich an der Friedhofsmauer. Peters Zwillingsbruder Martin ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Seitdem geht Peter täglich zum Friedhof, sitzt an Martins Grab und starrt vor sich hin. Das kann nicht so bleiben, beschließt Emma und freundet sich mit ihm an. Gemeinsam finden sie beide ein Stück aus dem Friedhof hinaus und ins Leben hinein. Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2014.

Karen-Susan Fessel: Ein Stern namens Mama. Oetinger Taschenbuch 2016, ab 10 Jahren.
Wenn die Menschen gestorben sind, werden sie zu Sternen, hat Mama gesagt. Natürlich weiß Louise, dass Sterne eigentlich kleine Himmelskörper sind, die von der Sonne angestrahlt werden. Aber schließlich ist das Weltall noch nicht so ganz erforscht. Kann also immerhin sein, dass Mama jetzt tatsächlich ein Stern ist, der vom Himmel runterleuchtet und deshalb immer bei ihnen sein wird – oder?

Evan Kuhlman: Der letzte unsichtbare Junge. Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, Beltz & Gelberg / Reihe Gulliver Taschenbücher 2015, ab 10 Jahren.
„Finn Garrett beschleicht das Gefühl, nach und nach zu verschwinden. Es kommt ihm vor, als ob ihn das Schicksal ganz allmählich ausradiere. In den schwarzen Wuschelkopf des Zwölfjährigen mischen sich immer mehr weiße Haare, seine einst rosige Gesichtshaut erscheint zunehmend transparent. Die Leute tuscheln ob seiner erschreckenden Blässe hinter ihm her und er selbst befürchtet, irgendwann ganz unsichtbar zu werden.   In neunundachtzig knapp gefassten und ganz unterschiedlich gestalteten Kapiteln erzählt der amerikanische Autor Evan Kuhlman in seinem ersten Kinderbuch „Der letzte unsichtbare Junge“ fantasievoll und gleichzeitig handfest von einem traumatischen Verlust. Finn hat seinen Vater verloren und es ist, als ob er sich nun selbst verliert. Er geht erst einmal nicht mehr zur Schule und denkt viel über die Zeit und das Leben im Allgemeinen nach – nur über den jähen Tod seines Papas kann er zunächst nicht sprechen. Erst allmählich erfahren wir davon aus seinen Notizen, die immer wieder mit einzelnen kleinen Bildern bis hin zu ganzen Comicstrips versehen sind – schlicht und treffend von J. P. Coovert gezeichnet. Darin werden wir als Leser wie neue Freunde des Protagonisten direkt angesprochen. Dazwischen eingestreute Kapitel berichten tagebuchartig aus dem Familienalltag von Finn mit dem jüngeren Bruder und der Mutter. Bubenhaft distanziert von solch „Mädchenkram“ wie Tagebuchschreiben sind sie als „Einträge von Finn Garrett aus dem Raumschiff-Logbuch“ betitelt. Neben Datum und Uhrzeit steht konsequenterweise „Erd-Tag“, ein weiterer Hinweis darauf, wie der vermeintliche „Astronaut“ sich aus der „Umlaufbahn“ geworfen fühlt. 
Das Thema „Schreiben und Zeichnen als Therapie“ durchzieht als Subtext den gesamten Roman. Auch Finns Mutter wird irgendwann nachts in die Tasten einer altertümlichen Maschine hämmern und Erinnerungen kreativ festhalten statt sich weinend in ihnen aufzulösen. Zu diesem Zeitpunkt hat sich Finn schon aufgerappelt, den neuen Lebensabschnitt – ohne den Vater – anzunehmen. Optisch zeigt sich das im Wiederkehren der Farbe in Haut und Haaren. Die vielen kruden Erklärungen, um was für ein seltsames Phänomen es sich dabei gehandelt haben könnte, sind nur ein Zeichen für den Witz, der immer wieder in diesem flott und dabei höchst einfühlsam geschriebenen Buch aufschimmert.“ Ina Hochreuther zur dt. Erstausgabe, Stuttgarter Zeitung, 19.07.2010.
 
Ulf Stark: Im Himmel ist es fast genauso. Oetinger 2015, ab 6 Jahren.
Wer an Wunder glaubt, der wird ihnen begegnen! Nichts wünscht Ulf sich sehnlicher, als seine große Schwester Marie-Louise kennenzulernen, die gestorben ist, bevor er auf die Welt kam. Eines Tages trifft er ein fremdes Mädchen auf der Straße. Das Mädchen behauptet zwar, Britta zu heißen, doch Ulf ist sich sicher: MarieLouise ist als Engelskind zu ihm auf die Erde gekommen! Ein literarisches Meisterwerk voller Fantasie und Wärme! Der vielfach ausgezeichnete Autor Ulf Stark schreibt in diesem Buch von Tod und Vermissen, sowie von Lebensfreude und Glück!

Brigitte Werner: Kleiner Fuchs, großer Himmel. Freies Geistesleben 2015, ab 5 Jahren.
Großvater Fuchs ist gestorben, und das Fuchskind ist traurig. 'Wo ist Großvater Fuchs jetzt?', fragt es. 'Ist er wirklich im Himmel? Wie sieht es dort oben aus? Geht es ihm gut? Weiß der Große Liebe Fuchs im Himmel, dass er nichts Hartes mehr fressen kann und nicht mehr gut sieht? Und dass er so gern in der Sonne liegt?' Die Tiere im Wald geben Trost und überraschende Antworten.

Sigrid Zeevaert: Max, mein Bruder. Arena 2014, ab 10 Jahren.
Eigentlich hat Jo ihn sehr lieb, ihren Zwillingsbruder Max, obwohl sie sich ganz schön ärgern kann, wenn er sie "Specki" nennt. Als sich herausstellt, dass Max ernsthaft krank ist, ändert sich viel für Jo, ihre Eltern und Geschwister. Alle müssen lernen, mit der Krankheit umzugehen. Max wird immer schwächer und ernster. Wie schön, dass Jo zu ihm ins Zimmer ziehen darf, so kann sie ihm von der Schule und von ihren gemeinsamen Freunden erzählen ...
 
Audiovisuelle Medien
 
Kilian Leypold, Ina Hattenhauer (Illu.): Bulle und Pelle. Eine Geschichte über den Tod. CD-Hörbuch, Sprecher: Leon Seibel, Katharina Thalbach, Andreas Fröhlich, Oetinger audio 2012, 30 Min., ab 6 Jahren.
„Wo gehen wir hin, wenn wir nicht mehr sind? Was passiert mit der Persönlichkeit, mit der Seele eines Lebewesens, wenn es stirbt? Der kleine Bulle sucht mit kindlicher Unbeirrbarkeit nach Antworten auf solche Fragen, als sein geliebtes Karnickel Pelle morgens tot im Stall liegt. Denn selbst, nachdem es im Garten begraben worden ist, muss doch noch etwas von ihm da sein. Weil nicht einmal Bulles kluge Oma eine eindeutige Erklärung bereithält, spaziert er zum Metzger. Der sollte sich schließlich mit toten Tieren auskennen. Doch erst ein seltsamer Kauz an der Straßenbahnhaltestelle gibt ihm einen entscheidenden Hinweis. Poetisch und humorvoll zeigt Kilian Leypold in „Bulle und Pelle“, wie ein Sechsjähriger zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert wird. Ina Hattenhauers gefühlvolle, witzige Zeichnungen in warmen Farben passen perfekt zu Leypolds Erzählstil. Jeder hier schenkt Bulle etwas Hilfreiches. Und dasselbe geschieht dem Leser dieses heiteren, tröstlichen kleinen Buchjuwels.“ Ina Hochreuther zur Buchausgabe, Stuttgarter Zeitung, 23.08.2011.

Ente, Tod und Tulpe
Animationsfilm von Matthias Bruhn, Deutschland 2010, f., 10 Min., empfohlen ab 6 Jahren, FSK Lehrprogramm, erschienen als DVD complett mit umfangreichem Begleitmaterial.
Ausleih- und downloadbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK951.
Animationsfilm nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch. - Die Ente hat den Tod schon lange gespürt, aber erst, als sie ihn anspricht merkt sie, um wen es sich handelt. Der Tod wird als Skelett dargestellt, das in einen karierten Kittel gekleidet ist. Er ist ein freundlicher Typ. Über die Wochen hinweg, in denen Ente und Tod sich intensiv unterhalten, freunden sie sich an. Die beiden haben eine gute Zeit und am Ende nimmt der Tod die Ente mit. Sanft und würdevoll macht er das und hinterlässt ihr zu Ehren eine kleine Tulpe. Die DVD enthält umfangreiches Zusatzmaterial. Auf der DVD-Videoebene Hörbeispiele und Lieder, auf der DVD-ROM-Ebene Unterrichtsentwürfe und Vorschläge zum Einsatz in der Grundschule. Dabei geht es um Themen wie "Stufen des Lebens", "Werden und Vergehen", "Lebensfreude und Leid", "Freundschaft", "Einsamkeit, Angst, Vertrauen", "Abschiede und Loslassen können", "Hoffnung für das Leben gewinnen", "Todesvorstellungen von Kindern" (entwicklungspsychologische Aspekte), "Biblische Vorstellungen zum Jenseits". Es gibt Arbeits- und Materialblätter, Bildergalerien und kommentierte Medientipps.

Finn und die Magie der Musik
Spielfilm von Frans Weisz, Niederlande / Belgien 2013, f., 91 Min., empfohlen ab 10 Jahren, FSK o.A. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVS902.
Die Mutter des neunjährigen Finn starb bei dessen Geburt. Seitdem sucht er nach seinem Platz im Leben. Den findet er aber weder bei seinem verbitterten Vater, der seinem Sohn keine große Hilfe ist, noch in der Schule, wo Finn wegen seiner eigenbrötlerischen Art zum Außenseiter abgestempelt wird. Erst die Begegnung mit einem wunderlichen alten Mann, der in einem verfallenen Bauernhaus untergeschlüpft ist, reißt Finn aus seiner Lethargie. Durch ihn entdeckt der Junge seine Liebe zur Musik, genauer gesagt, zum Geigenspiel. Gewinner des "Charly", Stuttgarter Kinderfilmtage 2014.

Helium
Kurzspielfilm von Anders Walter, Dänemark 2013, f., 23 Min., empfohlen ab 10 Jahren, FSK Lehrprogramm.
Ausleih- und downloadbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1442.
Auf der Kinderstation des Krankenhauses verbindet den neunjährigen Alfred und den Raumpfleger Enzo eine besondere Freundschaft. Alfred liegt dort, weil er an einer unheilbaren Krankheit leidet. Alle – seine Eltern, die Ärzte und auch das Pflegepersonal – rechnen mit seinem Tod. Doch niemand findet eine Antwort auf die ihn nun bedrängenden Fragen: „Was kommt nach dem Tod? Wohin komme ich dann? Und wie komme ich dort hin?“ Erst zaghaft, dann aber mit immer größerer Phantasie beginnt Enzo, seinem neuen Freund von der wunderbaren Stadt Helium zu erzählen, in der die Toten leben und glücklich sind.

Johan und der Federkönig
Animationsfilm von Esben Toft Jacobsen, Schweden / Dänemark 2014, f.,78 Min., empfohlen ab 6 Jahren, FSK ab 6.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVS883.
Der kleine Hasenjunge Johan wünscht sich seine Mutter zurück. Jeden Tag schickt er ihr sehnsüchtige Briefe mit der Flaschenpost. Er lebt mit seinem Vater auf einem Kutter auf hoher See, denn nur dort glaubt der Vater vor dem mächtigen Federkönig sicher zu sein, der die Mutter eines Nachts zu sich geholt hat. Als der Vater einmal von Bord muss, erfährt Johan durch einen Funknotruf, dass der Federkönig in der Nähe sein Unwesen treiben soll. Ohne zu zögern nimmt Johan Kurs auf das unbekannte Ziel, in der Hoffnung, so zu seiner Mutter zu gelangen. Die turbulente Reise bringt den so naiven wie unerschrockenen Hasen in das fantastische Reich des Federkönigs. Hier gelten andere Gesetze, die auch der Herrscher selbst nicht bestimmt.

Kauwboy – Kleiner Vogel, großes Glück
Spielfilm von Boudewijn Koole, Niederlande 2012, f., 78 Min., empfohlen ab 8 Jahren, FSK ab 6. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVS777.
„Schwere Zeiten für Jojo. Der zehnjährige Junge lebt alleine mit seinem Vater, einem bärigen Wachmann, in einer ländlichen Gegend. Und seine Mutter? Reist sie wirklich als Country-Sängerin durch die USA? Der Vater will sich seine Verzweiflung nicht anmerken lassen. Aber er trinkt, schläft angezogen im Bett und ist unbeherrscht. Warum verbietet er Jojo, seiner Mutter zum Geburtstag einen Kuchen zu backen? Mit seinen vielen Fragen und Sorgen ist Jojo sich selbst überlassen. Vater und Sohn brauchen Zeit, um zu lernen, mit dem Drama in ihrer Familie umzugehen.
Jojos einziger Trost ist ein verstoßenes Dohlenküken, das er heimlich zu sich nimmt. In der Aufzucht des Vogels, der noch schutzloser ist als er selbst, empfindet der Junge Glück und Verantwortung. Doch als sich die Wahrheit über seine Mutter nicht mehr länger leugnen lässt, droht er jeden Halt zu verlieren. Mit seinem ersten Langfilm ist Boudewjin Koole die berührende Schilderung eines Jungen gelungen, der mit einer schwierigen familiären Situation zu kämpfen hat. Jedes Detail spiegelt seine Not, aber auch seine unbändige Freude an den schönen Momenten seines Lebens wider.“ Ina Hochreuther, BJF-Jahresprospekt 2013

Brigitte Werner: Kleiner Fuchs, großer Himmel. CD-Hörbuch, gelesen von Nina Petri, mit Musik von Sebastian Hoch, 45 Min., Verlag Freies Geistesleben 2015, ab 5 Jahren. 
„Das Fuchskind trauert um den verstorbenen Opa. Die Tiere im Wald finden tröstliche Bilder. Wunderschön intoniert berühren die unterschiedlichen Himmelsvorstellungen.“ Ina Hochreuther, Stuttgarter Zeitung, 05.12.2015.

Loser – über Verlieren und Verlust
Kurzspielfilm von Arianne Hinz, Niederlande 2014, f., 16 Min., empfohlen ab 8 Jahren, FSK Lehrprogramm.
Ausleih- und downloadbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1571.
Drei Kinder zwischen 10 und 12 haben etwas Wichtiges verloren: das Lieblingskuscheltier, einen wichtigen Wettkampf, die größere Schwester. Sie gehen durch ein Fundbüro und suchen einen Gegenstand, der diesen Verlust symbolisiert. Danach erzählt jeder seine eigene Geschichte vom Verlieren. Obwohl diese Geschichten ganz unterschiedlich sind, eint die Kinder, dass sie nach einer Zeit der Trauer wieder Vertrauen und Zuversicht für das Leben gewinnen, das vor ihnen liegt. Die didaktische DVD enthält umfangreiches Begleitmaterial für den Einsatz im Unterricht.

9einhalbs Abschied
Kurzspielfilm von Halina Dyrschka, Deutschland 2010, f., 14 Min., empfohlen ab 6 Jahren, FSK o.A. Ausleih- und downloadbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1346.
Warum kann man den toten Hamster Neuneinhalb nicht wieder anknipsen wie einen Lichtschalter? Und wie kommt er wohl in den Himmel, wo er weiterleben kann? Eine kleine Geschichte über zwei Brüder und die wichtigen Fragen des Lebens, die sich auch so mancher Erwachsener nicht immer beantworten kann.

Tod und Leben – Mit Kindern über den Tod sprechen
2 Kurzspielfilme von Andrea Simon, Deutschland 2011, f., 28 Min., empfohlen ab 6 Jahren, FSK Lehrprogramm.
Ausleih- und downloadbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1173.
Wenn man einen geliebten Menschen verliert, bleibt meist eine Leere zurück. Trotzdem gehört der Tod zum Leben dazu. Doch was kommt nach dem Tod? Wie kann man mit der Trauer umgehen? Der animierte Kurzfilm 'Der Schatz' von Francie Nippe thematisiert in fantasievoller und ruhiger Weise, wie ein kleines Mädchen mit dem Tod ihres Großvaters umgeht. Der zweite Kurzspielfilm 'LebenskomischTod' zeigt, wie die Geschwister Merle und Tinchen nur schwer mit dem Tod ihrer Mutter zurechtkommen. Durch eine Bilderbuchgeschichte, die durch ein Tanzensemble dargestellt wird, verliert für sie der Tod allmählich seinen Schrecken.

Was zum Leben gehört... - Filme und Bilderbuchkinos von Wolf Erlbruch
4 Animationsfilme und 3 Bilderbuchkinos, Deutschland 2010, f., empfohlen ab 5 Jahren, FSK Lehrprogramm, erschienen als DVD complett mit umfangreichem Begleitmaterial.
Ausleih- und downloadbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1030.
Fünf Bilderbücher Wolf Erlbruchs bilden die Mediengrundlage dieser DVD. Darunter ist die zehnminütige Verfilmung zu "Ente, Tod und Tulpe", in der es poetisch und tröstlich um den Abschied vom Leben geht.
Die witzigen, verrückten Reime über die "Zehn grünen Heringe", die einer nach dem anderen abhanden kommen, finden sich als Kurzfilm. "Frau Meier, die Amsel" erscheint als Bilderbuchkino. Als Kurzfilm und als Bilderbuchkino gibt es "Die Fürchterlichen Fünf" sowie die Geschichte "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat". Das umfangreiche Begleitmaterial bezieht sich einerseits auf den Unterricht in pädagogischen Fachschulen, setzt also an der Ausbildung künftiger Erzieherinnen an, und bietet andererseits viele kreative Angebote für den Einsatz der Produktionen in Kindertagesstätten und Kindergärten. Unter anderem legt Schuldekan Manfred Scholl dar, wie man mittels des Animationsfilms "Ente, Tod und Tulpe" das Thema "Sterben und Tod" mit Kindern besprechen kann. Zum Thema "Wie entsteht ein Trickfilm?" befindet sich eine Erklär-Animation in sieben Schritten auf der DVD. Dabei haben die Autoren den Künstlern im Trickfilmstudio Lutterbeck in Köln über die Schulter geschaut.
 
Linktipps (Stand: September 2017)

 Materialien zum Download aus der ARD-Themenwoche Tod / „Aktion Schulstunde“:
https://www.rbb-online.de/schulstunde-tod/index.html

Video „Leb wohl lieber Dachs“ bei der Sendung mit der Maus:
http://www.wdrmaus.de/filme/lachgeschichten/leb_wohl_lieber_dachs.php5

Sendung „Begegnung mit dem Tod - Johannes beim Bestatter“ aus der WDR-Reihe „neuneinhalb“: http://www1.wdr.de/kinder/tv/neuneinhalb/sendungen/sendung-begegnung-mit-dem-tod-johannes-beim-besta100.html

Informationen für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte:
http://www.kindertrauer.info/index.html

"Was macht der Opa denn im Himmel?" Wie kann man Kindern den Tod vertrauter Menschen erklären? Auf jeden Fall sollte das Thema kein Tabu sein, sagen Fachleute. Eric Hofstiepel, Süddeutsche Zeitung, 22.05.2005:
http://www.sueddeutsche.de/leben/kinder-und-der-tod-was-macht-der-opa-denn-im-himmel-1.764521

„Stadt Land Mama“, Blog-Magazin für Eltern: Wenn Kinder Fragen über den Tod stellen: http://www.stadtlandmama.de/content/wenn-die-kinder-fragen-über-den-tod-stellen

„Umgang mit Tod, Sterben und Trauer. Kinder beschäftigen sich mit existentiellen Fragen“, Unterrichtsentwurf von Gisela Scherer:
http://ekkt.ekir.de/fileadmin/user_upload/kirchenkreis/Schulref/Tod-Online-mit_Arbeitsblaettern.pdf

 

 

Die Filmemacherin

Liv Scharbatke, 1984 im fränkischen Neustadt an der Aisch geboren, machte dort 2004 ihr Abitur und studierte anschließend Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2010 schloss sie mit dem Master of Arts ab. Danach studierte sie bis 2017 an der Filmakademie Baden-Württemberg Drehbuch.  

Bekannt wurde sie 2011 mit dem experimentellen Kurzfilm „Olgastraße 18“ über eine Wohnung und deren Bewohner, bei dem sie sich um Drehbuch, Regie und Produktion kümmerte. Im selben Jahr führte sie Regie bei dem Kurzspielfilm „Komm, liebevolle Nacht“. 2012 folgten Regie und Drehbuch bei dem Kurspielfilm „Das, was bleibt“. 2013 entstand der Kurzspielfilm „Lebenslänglich“. Bei dem Kurzdokumentarfilm „Life Camp Uyo“ aus 2014 zeichnete sie für die Produktion verantwortlich.  

Alle diese Produktionen entstanden an der Filmakademie. Ihren Kurzspielfilm „Der Opa wohnt jetzt im Himmel“ aus 2016 realisierte Liv Scharbatke hingegen mit der Stuttgarter Produktionsfirma Cinecore Motion Pictures. Der Titel ihres Diplom-Spielfilms aus 2017 lautet “Willkommen in Kotzberg!”. Liv Scharbatke arbeitete als freie Autorin und Filmemacherin.


Der Autor der didaktischen Materialien 

Bernd Müllerschön
, geb. 1973, Religions- und Sozialpädagoge, entdeckte früh seine Liebe zur Jugendarbeit. Nach seinem Zivildienst im evangelischen Jugendwerk Bezirk Calw und einer Zwischenstation bei HewlettPackard studierte er an der evangelischen Fachhochschule der Karlshöhe Ludwigsburg. Seitdem arbeitet er als Religionslehrer an verschiedenen Schulen, momentan im Landkreis Esslingen. Am Religionsunterricht faszinieren Bernd Müllerschön vor allem zwei Dinge: zum einen die unverbrauchte und oft auch kritische Art, mit der Kinder und Jugendliche die elementaren Fragen unseres Lebens und die Frage nach Gott stellen, zum anderen liegt ihm das Erleben und Einüben von einem echten Miteinander in Klasse und Schule durch spielerisches Lernen, lebhaftes Diskutieren oder dem Einüben von gewaltfreien Konfliktlösungen am Herzen. Bernd Müllerschön lebt mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Töchtern in Ostfildern.

Preise

Der Opa wohnt jetzt im Himmel - Ein Kurzspielfilm für Kinder zu den Themen Sterben, Tod und Trauer

DVD Der Opa wohnt jetzt im Himmel

69,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

44,90 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

229,00  EURMit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung. Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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