Die Welt mit anderen Augen sehen: Was Kinder stark machen kann - 3 Bilderbuchkinos

Die Welt mit anderen Augen sehen: Was Kinder stark machen kann - 3 Bilderbuchkinos

Wie findet man Ausgeglichenheit, inneren Frieden? Was nehmen wir wahr in unserem Umfeld? Lassen wir uns von Äußerlichkeiten täuschen? Wie sieht es mit den Lebensträumen aus? Wie nimmt man sich und andere an? Wie stärkt, wie tröstet man jemanden? Um solche und ähnliche Aspekte geht es in den drei Bilderbuchkinos dieser DVD complett.

Drei feinsinnig erzählte und zauberhaft träumerisch gezeichnete Geschichten der Bilderbuchkünstlerin Soheyla Sadr finden sich hier versammelt. Mit ihren inspirierenden Bildern und der klaren Handlung knüpfen sie eng an Erfahrungswelten von Kindern an. Die Tiefsinnigkeit, die allen drei Bilderbuchkinos innewohnt, macht sie auch für Erwachsene interessant. Sie lenken den Blick auf das Leben und das, was dahintersteckt. Und sie zeigen, wie erkenntnisreich es ist, mitunter die Perspektive zu ändern, neu auf das eigene Umfeld und darüber hinaus zu schauen und so "die Welt mit anderen Augen zu sehen."

Neben den Bilderbuchkinos machen fundierte Unterrichtsmaterialien zu Ethik und Religion sowie interpretatorische Texte diese DVD zu einem anregenden, handfesten Kompendium für die Grundschule, das auch darüberhinaus einsetzbar ist.

Vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlen

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD
Inhaltsübersicht, Gliederung der DVD

Kompetenzen aus dem Bildungsplan
für die Grundschule

Bausteine für den Unterricht

BiBuKi "Anne und Pfirsich"

Arbeitsblatt M02a "Glaubst Du an Gott?"
BiBuKi "Luisa, Frau König und das goldene Herz"

Arbeitsblatt M03 "Das kann ich gut - meine Stärken"
BiBuKi "Trampolina"

Medientipps

Von Ina Hochreuther und Damaris Knapp


Literatur

Kinderbücher

Mira Lobe, Susi Weigel (Illu.): Das kleine Ich bin ich. Jungbrunnen 2015, 41. Auflage.
Auf der bunten Blumenwiese geht ein kleines Tier spazieren. Es fühlt sich mit vielen anderen Tieren verwandt
– obwohl es keinem ganz gleicht. Es ist kein Pferd, keine Kuh, kein Vogel, kein Nilpferd – und langsam beginnt es an sich zu zweifeln. Aber dann erkennt das kleine Tier: Ich bin nicht irgendwer, ich bin ich.

Dazu:

Nicole Lohr, Jutta Schmeiler: Religionsprojekt zu "Das kleine Ich bin ich". BVK Buch Verlag Kempen GmbH 2014, 4. Auflage.
Das kleine Ich bin ich ist ein kleines buntes Tier auf der Suche nach seiner Identität. Ratlos macht es sich auf
den Weg und fragt viele verschiedene Tiere, wer es ist. Zwar hat das Tier immer wieder Ähnlichkeiten mit den anderen Tieren, aber es ist keines dabei, das genauso ist. Schließlich kommt es nach langer verzweifelter Reise zu der Erkenntnis: ICH BIN ICH. Das Religionsprojekt bietet neben differenzierten, lesebegleitenden Aufträgen auch abwechslungsreiche Materialien aus den Fächern Deutsch, Sachunterricht, Musik und Kunst. Die Unterrichtsmaterialien regen die Kinder dazu an, sich selbst mit der Frage nach ihrer Identität, mit ihren Stärken und Vorlieben zu beschäftigen. Abwechslungsreiche Aufträge mit vielfältigen Sozialformen motivieren dazu, sich eigene Gedanken über Themen wie Zusammenleben, Gefühle und Anderssein zu machen, die im Buch aufgeworfen werden.

Mies van Hout: Heute bin ich. Aracari Verlag 2012, 9. Auflage.
Heute bin ich zufrieden. Und du? Bist du neugierig? Gelangweilt? Zornig? Mies van Hout hat Fische in
leuchtenden Ölpastellfarben gemalt. Jeder Fisch drückt ein anderes Gefühl aus; mal ist es eine schöne, mal eine verwirrende Stimmung, manchmal eine heftige Empfindung, manchmal eine ganz zarte. Das Bilderbuch nimmt einen mit auf eine Reise durch die Welt der Gefühle. Es regt an, über Empfindungen zu reden, sie zu benennen und besser zu verstehen. Durch die großzügige Gestaltung auf jeder Doppelseite ein Gefühl und ein Fisch eignet sich das Buch auch sehr gut zum Zeigen in Kindergruppen.


Fachliteratur

Baldermann, Ingo: Wer hört mein Weinen? Kinder entdecken sich selbst in den Psalmen. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag 2004.
Dieses Buch des bekannten Religionspädagogen Ingo Baldermann lebt von der überraschenden Erfahrung,
wie viel bei Kindern "ankommt", wenn die biblischen Texte und die Umgangsformen mit ihnen nur elementar genug sind. Die Kinder sollen sich in ihnen selbst finden, ihre Ängste und ihre Freude, und sie finden in den Psalmen tatsächlich eine Sprache, die es ihnen erlaubt, Erfahrungen anzusprechen, von denen sie sonst schweigen. Wie selbstverständlich prägen sie sich die Worte der Psalmen dabei ein, ohne alle Mühe des "Auswendiglernens".

Fritz-Schubert, Ernst: Glück kann man lernen: Was Kinder stark fürs Leben macht. Ullstein TB 2011.
Ernst Fritz-Schuberts Konzept der Glückserziehung ist einzigartig. Er hat das Schulfach Glück im In- und Ausland erfolgreich eingeführt. Sein Fazit: Wir müssen unseren Kindern helfen, die eigenen Potentiale zu
entdecken und an sich selbst zu glauben – denn nur starke Kinder sind glückliche Kinder.

Fritz-Schubert, Ernst: Herder 2012, 2. Auflage. Schulfach Glück: Wie ein neues Fach die Schule verändert.
Am wenigsten glücklich sind Kinder beim Zahnarzt – und in der Schule. Ein Heidelberger Oberstudiendirektor
hat beschlossen, das zu ändern. Er führte das Fach „Glück“ ein. Nicht nur die Medien sind fasziniert von diesem Modell. Denn es zeigt sehr einfach und eindrücklich: Eine andere Schule ist möglich.

Fritz-Schubert, Ernst / Saalfrank, Wolf-Thorsten (Hg.): Praxisbuch Schulfach Glück: Grundlagen und Methoden. Beltz 2015.
Mittlerweile bieten schon über 100 Schulen in Deutschland und Österreich das Schulfach »Glück« an, das
2007 von Ernst Fritz-Schubert eingeführt wurde. Ziel war es, dem traditionellen Fächerkanon ein Konzept hinzuzufügen, das die Stärkung der Lebenskompetenz und -freude von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt. In diesem Buch werden nun erstmals ausgewählte Methoden des Faches dargestellt und begründet. Dieses Grundlagenwerk ist Basis für die zertifizierte Weiterbildung zum „Glückslehrer“. In diesem Buch werden die Grundlagen des Faches an der Schnittstelle von Theorie und Praxis umfassend erläutert, sodass es als praxisnaher Leitfaden für den Unterricht im Fach Glück genutzt werden kann. Nach dem theoretischen ersten Teil folgt ein umfassender Methodenbaukasten. Hier findet sich das Kerncurriculum, in dem die Inhalte und Ziele des Faches aufgeführt sind, mit darauf abgestimmten Übungen. Zu jedem angeführten Aspekt des Kerncurriculums bietet das Buch zahlreiche Übungen mit ausführlicher Beschreibung und Tipps, sodass das Konzept des Schulfachs Glück verständlich für die theoretische und praktische Arbeit wird.

Gutmann, Hans-Martin / Kuhlmann, Birgit / Meuche, Katrin (Hg.): Praxisbuch Schulseelsorge. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, TB 2014.
Auf dem Hintergrund der sich rasant etablierenden Ganztagsschulen wird Schule mehr und mehr zum
Lebensort. Schulseelsorge im Lebensraum Schule gewinnt damit an Bedeutung: Auf der Basis eines systemischen Beratungsansatzes, einer aktiven Kooperationsarbeit zwischen Schule und Kirche / religiösen Institutionen sowie der bewussten Einübung einer spirituellen Lebenspraxis schafft Schulseelsorge die nötigen Ressourcen für Schüler/innen, in ihrem Lebensraum Schule Beziehungen gelingend zu gestalten und Konflikte konstruktiv zu lösen, kurzum: Vitalität im Schulalltag zu fördern. Mit seinen zahlreichen Praxisbeispielen und Projektberichten richtet sich das Buch im Besonderen an angehende Schulseelsorger/innen.

Hoch, Heike / Amekor, Lola Maria: “Wenn Du den Raum betrittst, geht die Sonne auf“. Wertschätzende Kommunikation für den Alltag“. 2014.
Die beiden Autorinnen zeigen eindrücklich, dass Kommunikation mehr ist als Worte, die gesprochen werden.
Es wird deutlich, welchen Eindruck ist als Person, mit meiner Haltung und meinen Einstellungen für die Kommunikation habe. Davon ausgehend entwickeln die beiden Autorinnen einen Ansatz für eine gelingende wertschätzende Kommunikation und geben in ihrem Buch viele hilfreiche Anregungen für den Alltag. In humorvoller Weise halten sie uns selbst einen Spiegel vor.

Klann-Delius, G.: Sich seiner Gefühle bewusst werden. Sprache, Bewusstheit und Selbstaufmerksamkeit. In: M. von Salisch (Hg).: Emotionale Kompetenz entwickeln. Grundlagen in der Kindheit und Jugend. Kohlhammer, Stuttgart 2002, S. 93-110.

Klessmann, Michael: Seelsorge. Begleitung, Begegnung, Lebensdeutung im Horizont des christlichen Glaubens. Ein Lehrbuch. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlagsgesellschaft 2012.
Das Lehrbuch führt in die Breite des Handlungsfelds Seelsorge, die Vielfalt ihrer
Begründungszusammenhänge, Konzeptionen, Ziele, Methoden und Arbeitsfelder ein. Die sehr unterschiedlichen Situationen, die alle mit dem Begriff Seelsorge bezeichnet werden, erfordern eine multidimensionale Konzeption: Verschiedene Ansätze (Alltagsseelsorge, kerygmatische, therapeutische, rituelle, politische und ethische Konzepte) ergänzen einander (statt sich gegenseitig zu bestreiten) und charakterisieren Seelsorge zureichend erst in der Zusammenschau der verschiedenen Perspektiven. Eine pastoralpsychologische Perspektive, die das Gespräch mit den angrenzenden Humanwissenschaften sucht, ist dabei leitend. "Begleitung" und "Begegnung" werden von kommunikationstheoretischen und psychotherapeutischen Ansätzen her entfaltet. Bei der Ausarbeitung des Schwerpunkts Lebensdeutung stehen hermeneutisch-theologische Reflexionen zu wichtigen Lebensthemen im Vordergrund; auf diesem Weg wird die Forderung, Seelsorge wieder stärker als religiöse Kommunikation zu begreifen und zu entwickeln, eingeholt. Von den zentralen theologischen Begriffen Rechtfertigung und Freiheit ausgehend werden Möglichkeiten christlicher Lebensdeutung entfaltet; Lebenskonflikte wie Angst und Glaube, Schuld und Vergebung, Scham und Annahme, Erfolg und Scheitern, aber auch Sterben, Trauer, Umgang mit Krankheit und Gesundheit etc. werden von da aus in den Blick genommen. Mit Hilfe vieler Beispiele erreicht das Lehrbuch eine große Praxisnähe. Zugleich hilft die didaktische Gestaltung des Buches, sich schnell einen Überblick zu verschaffen.

Nida-Rümelin, Julian / Weidenfeld, Nathalie: Der Sokrates Club. München. Albrecht Knaus Verlag, 2012.
Warum dürfen wir nicht alles, was wir wollen? Bleibe ich mein ganzes Leben dieselbe Person? Kann ein
böser Mensch entscheiden, lieb zu werden? Kinder denken sehr viel darüber nach, wie alles zusammenhängt und wer sie eigentlich sind. Oft stellen sie dabei unbewusst große Fragen. Hier setzt das Buch an. Wie einst Sokrates, der bei seinen Schülern die schon in ihnen angelegten Gedanken ans Licht holen wollte, zeigen die Autoren, wie man Kinder dazu bringt, Meinungen zu hinterfragen und zu eigenen Urteilen zu kommen.

Schönpflug, Wolfgang / Schönpflug, Ute: Die Grundlagen der Psychologie. Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie. Hamburg: Nikol Verlagsgesellschaft 2014.

Audiovisuelle Medien

Alfie, der kleine Werwolf
Spielfilm von Joram Lürsen, Niederlande 2011, f., 88 Min., empfohlen ab 8 Jahren.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVS823.
Alfie ist ein zarter, etwas ängstlicher Junge mit hellblonden Haaren, runder Brille und einer geheimnisvollen
Herkunft. Als Baby wurde er vor der Tür der Vriends ausgesetzt. Schnell bekam er nicht nur einen Platz in der Familie, sondern auch in ihren Herzen. Morgen nun wird der Junge sieben Jahre alt. Seine Adoptiveltern und der geliebte Stiefbruder Timmie stecken mitten in den Geburtstagsvorbereitungen, als etwas Ungewöhnliches passiert. Punkt Mitternacht wacht Alfie auf und bemerkt, wie er sich plötzlich verändert. Beim Blick in den Spiegel stellt er mit Erschrecken fest, dass seinen Körper nun spitze Ohren und ein weiches Fell zieren und er sich tatsächlich in einen kleinen Werwolf verwandelt hat. Zum Glück ist der Spuk am Morgen wieder vorbei. Doch der nächste Vollmond lässt nicht lange auf sich warten und seine Adoptiveltern dürfen schließlich nichts davon mitbekommen. Nur sein Bruder Timmie weiß Bescheid. Beide Jungs versuchen nun eifrig das Geheimnis zu bewahren, wenngleich Alfie gegen einige Zweifel und Fragen in seinem Kopf ankämpfen muss. Als die Sache am Ende ans Licht kommt, stellen sich seine Adoptiveltern bedingungslos hinter ihn. Ein Film, der Mut macht zum Anderssein zu stehen.

Den Dingen auf den Grund gehen – Philosophieren und Theologisieren mit Kindern
DVD complett
: 4 Bilderbuchkinos zum Thema, Deutschland 2014, f., FSK: Lehrprogramm, empfohlen ab 6 Jahren. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1318.
Kinder machen sich grundlegende Gedanken über das Leben. Sie stellen elementare Fragen: Was ist von dieser Welt zu halten, in der ich lebe? Ist alles Zufall oder gibt es eine freundliche Ordnung? Wie gehen wir
miteinander um? Was bedeutet Lügen, was meint Schwindeln? Was passiert nach dem Tod? Die vier Bilderbuchkinos und ihre Unterrichtsmaterialien richten sich an Grundschüler. Sie wollen zum Nachdenken und zum Austausch darüber anregen, was Menschen schon immer bewegt hat: Wer bin ich, wo lebe ich, wie soll ich leben? Die Titel der Bilderbuchkinos: "Die Brücke", "König Wirklichwahr", "Nur wir alle", "Das platte Kaninchen".

Gewitternacht / Die große Frage
2 Animationsfilme, hrsg. v. KFW, Deutschland 2008, 13 Min., f., empfohlen ab 6 Jahren.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK642.
Eine DVD, die sich mit den großen philosophischen Fragen für Kinder auseinandersetzt: 1. Gewitternacht
(Film von Michèle Lemieux nach ihrem gleichnamigen Buch. Kanada 2003, 10 Min.): Hauptperson ist ein kleines Mädchen, das zusammen mit ihrem Hund im Bett liegt und einschlafen möchte. Viele Gedanken gehen ihr durch den Kopf. Immer wieder wälzt sie sich hin und her. Tausend Fragen beschäftigen sie: Woher komme ich? Wo endet überhaupt die Unendlichkeit? Ob es Leben auf anderen Sternen gibt? Würden wir deren Bewohner erkennen? Schnell wirft sie noch einen Blick unters Bett. Schließlich weiß man ja nie...- 2. Die große Frage (Film von Matthias Bruhn und Inka Friese nach einem Kinderbuch von Wolf Erlbruch, Deutschland 2005, 3 Min.): "Warum bin ich auf der Welt?" fragt ein Kind. Der Film gibt verschiedene Antworten darauf und zeigt, dass jeder persönlich eine Antwort darauf finden muss. – Die DVD enthält auf der ROM-Ebene Arbeitsmaterialien und eine umfangreiche Bildergalerie.

Glücksformeln
Dokumentarfilm von Larissa Trüby, Deutschland 2010, f., FSK: o.A., DVD: Universum Film GmbH 2011.

Wie schlängelt sich der Pfad zu einem erfüllten Leben? Davon gibt es viele, wie schon der Filmtitel
„Glücksformeln“ betont. Ganz sicher ist Glück oder Zufriedenheit nicht von der wirtschaftlichen Situation abhängig, sondern vor allem ein individueller Bewusstseinszustand. Wenn man das Leben freundlich anguckt, schaut es auch so zurück, lautete die Quintessenz. Ganz normale Menschen zwischen elf und neunzig Jahre alt kommen hier zu Wort. Die Regisseurin Larisa Trüby wertet zu keinem Moment, auch nicht bei den Analysen und Tipps von internationalen Wissenschaftlern unterschiedlicher Zunft. Das macht ihre Dokumentation angenehm undogmatisch, aber keinesfalls beliebig. Dass etwa an einer Heidelberger Schule das Fach „Glück“ gelehrt wird, beeindruckt schon sehr. Die Themen kreisen um Geld, Arbeit, Beziehung und so etwas wie Spiritualität. Dabei kristallisiert sich immer wieder heraus, dass anderen zu helfen, glücklicher macht als egoistisch durchs Leben zu marschieren. Der sehr sympathische Film wartet mit manch amüsanten Skurrilitäten auf, wenn auch nicht unbedingt mit neuen Erkenntnissen. Und doch verlässt man seltsam beschwingt das Kino. (Ina Hochreuther in Stuttgarter Zeitung vom 14.04.2011)

Selma, das Schaf
Animationsfilm von Alexandra Schatz, Deutschland 1998, 3 Min., f., empfohlen ab 6 Jahren.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK096.
Das Schaf Selma verbringt jahraus, jahrein seine Tage mit den immer gleichen Verrichtungen und ist dabei
stets zufrieden und glücklich. Es lässt sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als man es fragt, was es tun würde, wenn es mehr Zeit hätte oder im Lotto gewinnen würde. Selma würde das Gleiche tun – vielleicht immer ein bisschen anders – und offensichtlich nichts vermissen.

Was Besonderes
Medienpaket (DVD, CD, Bilderbuch, Begleitheft) von Lena Hesse, Deutschland 2014, FSK: Lehrprogramm,
empfohlen ab 4 Jahren. Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter MP4444.
Paul, die Fliege, kann eine Menge Kunststücke und ist davon überzeugt, dass er etwas ganz Besonderes ist.
Als die Schildkröte Marta keine Lust mehr hat, ihm zuzusehen, merkt Paul plötzlich, dass es manchmal auch auf andere Dinge ankommt.


Internetlinks
(Stand: August 2016)

www.zeit.de/zeit-wissen/2014/04/persoenlichkeit-charakter-individualismus/seite-3
„Gut ist, was sich als gut erspüren lässt.“ Die Züricher Psychoanalytikerin Maja Storch will Kindern vermitteln,
wie man sich selbst kennenlernt und annimmt.

www.seele-und-gesundheit.de/psycho/wahrnehmung.html
Wahrnehmung aus psychologischer Sicht.

www.kinder-philosophieren.de
Homepage der Akademie „Kinder philosophieren“, Selbstdarstellung: „Die ‚Akademie Kinder philosophieren im
bbw e. V.’ bietet Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an. Sie arbeitet an der Weiterentwicklung und Verankerung des Philosophierens als Bildungs- und Erziehungsprinzip in Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie in der Ausbildung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. Wir begreifen Philosophieren als Kulturtechnik – vergleichbar dem Lesen und Schreiben – die von jedem Menschen erlernt und genutzt werden kann. Als eine kritische, kreative und ergebnisoffene Weise des gemeinsamen Nachdenkens dient Philosophieren dazu, Orientierung zu finden, Probleme eigenständig zu lösen und Vorurteile aufzudecken.“

www.kinderstiftung-ulmdonauiller.de/so-foerder-wir/projekte-der-kinderstiftung/projekte-der-kinderstiftung
Ein Projekt, das von und mit Kindern gestaltet wird, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen zu zeigen,
dass man etwas selbst in die Hand nehmen kann.

www.fritz-schubert-institut.de
Informationen, PDFs und Weiterbildungsangebote zum „Schulfach Glück“.

www.spektrum.de/thema/gluecksforschung/1166323
Was kennzeichnet positive Emotionen? An welche Bedingungen sind sie geknüpft? Und wie kann man seinen
eigenen Glückspegel ganz konkret steigern? Diese Fragen stellt sich die "positive Psychologie".

www.gluecksforschung.de/tunnel00.htm
Website des Münchner Instituts für Glücksforschung: „Das IFG München ist ein unabhängiges Institut. Seine
Aufgabe ist die großzügige, unverzügliche Veröffentlichung der neuesten Forschungsergebnisse der internationalen Glückswissenschaft und -forschung, sowie die Durchführung von Round Table Gesprächen für ein dauerhaft glücklicheres Leben.“ 

Die Bilderbuchkünstlerin dieser DVD complett

Soheyla Sadr, geboren 1971, lebt als freie Autorin und Illustratorin in Lübeck. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene. Als Illustratorin liegt ihr Schwerpunkt momentan auf dem Kinderbuch.
„Atelier und Zuhause sind bei Soheyla Sadr eins: ‚Ich brauche nicht viel Abstand von meiner Arbeit – ich bewege mich gerne zwischen meinen Geschichten und Bildern.’ Aber es muss immer super aufgeräumt sein, kreatives Chaos ist nicht so ihre Sache, am liebsten mag sie, wenn alles sehr übersichtlich ist. ‚In meinem Kopf habe ich schon genug Gewimmel, das ist mein Manko: Ich habe einfach so viele Ideen – sie zu strukturieren, darum ringe ich viel. Jede Idee ist wie ein Kind, das an meinem Rockzipfel zieht und ohne Pause ruft. ‚Ich, ich!’ Deshalb ist mein Atelier immer tip-top. Nur wenn ich Collagen mache, bleibt kein Stein auf dem anderen. Für mein Buch ‚Anne und Pfirsich’ habe ich schon mal eine halbe Stunde im Stoffresteberg nach genau diesem einen, roten Fitzelchen mit den Pünktchen gesucht...’, meint sie schmunzelnd.“
Tiefsinnig, voller Wärme und unglaublich sorgfältig gestaltet sind ihre Bilderbücher und werden genau deshalb von Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen geschätzt. Und etwas Neues auszuprobieren, dazu hat Soheyla Sadr immer Lust. So komponierte sie uns zum Bilderbuchkino „Anne und Pfirsich“ die musikalische Untermalung.

www.soheylasadr.de

Die Autorinnen der didaktischen Materialien

Sabine Bräuer

Ich bin 43 Jahre alt und wohne mit meinem Mann und meinen beiden Kindern in der Nähe von Stuttgart. Nach meinem Abitur habe ich an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg die Fächer Katholische Theologie, Mathematik und Anfangsunterricht für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen studiert. Seit 1998 unterrichtete ich schwerpunktmäßig an einer ländlich geprägten Hauptschule. Nach meinem zweiten Erziehungsurlaub trat ich 2010 meinen Schuldienst an einer reinen Grundschule an und begann kurz darauf mit meiner Ausbildertätigkeit für katholische Religion am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWRS) in Sindelfingen. Seit Mai 2016 bin ich nun Rektorin und leite eine reine Grundschule. Immer noch leidenschaftlich gerne unterrichte ich das Fach Religion. Ich genieße es heute, von vielen verschiedenen Perspektiven auf das System Unterricht blicken zu können. Einige Ideen aus den Unterrichtsvorschlägen zu „Anne und Pfirsich“ konnte ich mit meinen Grundschülern ausprobieren und kann sagen, dass den Schülern durch die Auseinandersetzung mit dem Bilderbuchkino eine erstaunliche Annäherung an den Begriff „Seele“ gelungen ist.

Dominique Braitmaier

Ich bin 41 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Nach meinem Abitur verbrachte ich sechs Monate im Ausland und bin dankbar um viele wertvolle Erfahrungen, die ich dort mit blinden Kindern und Jugendlichen machen durfte.
An der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg absolvierte ich mein Studium zur Grund- und Hauptschullehrerin mit den Fächern Evangelische Theologie, Heimat- und Sachunterricht und Anfangsunterricht. Danach folgten das Referendariat, Erziehungsurlaub und die Tätigkeit an verschiedenen Dorfgrundschulen. Schon immer gehörte das Fach Religion zu meinem Lehrauftrag und ich staune immer wieder aufs Neue, wie man mit Kindern und Jugendlichen – auch über Bilderbücher – ins Gespräch kommt und mit ihnen über Gott und die Welt theologisieren bzw. philosophieren kann.
Sechs Jahre war ich als Lehrbeauftragte am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWRS) in Sindelfingen und habe junge Menschen auf ihrem Weg zum/zur Religionslehrer/in begleitet. Das war eine herausfordernde und bereichernde Aufgabe.
In der Zwischenzeit unterrichte ich an der Friedrich-Kammerer-Gemeinschaftsschule in Ehningen und sammle im Moment Erfahrungen mit Flüchtlingskindern. Ein spannendes Aufgabenfeld… .

Damaris Knapp

Ich bin 44 Jahre alt und lebe in der Nähe von Stuttgart. Nach meinem Abitur habe ich Grund- und Hauptschullehrerin mit den Fächern Evangelische Theologie, Anfangsunterricht und Heimat- und Sachunterricht studiert. Ich habe viele Jahre an ganz unterschiedlichen Schulen unterrichtet, sowohl in großen Grund- und Hauptschulen als auch in einer kleinen Grundschule, im städtischen Bereich ebenso wie im ländlichen. Mein Schwerpunkt lag auf dem Unterricht in der Grundschule.

Nach einem Aufbaustudium (Erziehungswissenschaft und Evangelische Theologie) habe ich als Lehrbeauftragte und später als Fachleiterin am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Sindelfingen Lehreranwärter/innen in Evangelischer Religion ausgebildet. Darüber hinaus war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg.

Seit März 2012 bin ich als Dozentin am Pädagogisch-Theologischen Institut der Württembergischen Landeskirche in Stuttgart-Birkach zuständig für den Religionsunterricht in der Grundschule. In diese abwechslungsreiche Arbeit kann ich alle meine praktischen, theoretischen und wissenschaftlichen Erfahrungen einfließen
lassen. Nicht nur in der Schule, sondern auch in der Aus- und Fortbildung arbeite ich sehr gerne mit Bilderbüchern. Die Bilderbücher von Soheyla Sadr haben mich mit ihren Bildern und Texten angesprochen. Da gibt es für Kinder und Erwachsene so viel zu entdecken. Ich freue mich schon heute darauf, mit den Bilderbuchkinos in der Aus- und Fortbildung zu arbeiten. Viele Kolleginnen und Kollegen konnte ich schon dafür begeistern.

Susanne Larsson

Ich bin 35 Jahre alt und lebe in Malmö/Schweden. Nach meinem Abitur habe ich Grund-, Haupt-, und Realschullehramt mit den Fächern Evangelische Theologie, Mathematik und Deutsch in Gießen (Hessen) studiert. Während meines Referendariats in Sindelfingen und im Anschluss an das Examen arbeitete ich als Grund und Hauptschullehrerin in Baden-Württemberg und lernte dort städtisch und ländlich geprägte Schulen kennen, deren Schüler- und Elternschaft dem Religionsunterricht gegenüber sehr offen und interessiert war. In meiner Arbeit als Lehrbeauftragte am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWRS) in Sindelfingen bildete ich Lehreranwärter/innen in Evangelischer Religion aus und konnte dadurch noch mehr Einblick in die Konzeptionen und Voraussetzungen an verschiedenen Schulen erhalten.
Seit Sommer 2011 war ich Konrektorin an einer Grundschule in Berlin Marzahn und lernte mich und Schule dort ganz neu kennen. Das zarte Pflänzchen des Religionsunterrichts darf ich seit diesem Jahr mit 11 von ca. 330 Schülerinnen und Schülern zum Wachsen bringen.
Nun im Sommer 2016 streckte ich meine Flügel weiter aus und möchte sehen, wie Religionsunterricht in Schweden gelebt werden kann. Die ausdrucksstarken Bilder von Soheyla Sadr bieten auch für den sprachlichen Neustart eine neue Brücke für mich.

Preise

Die Welt mit anderen Augen sehen: Was Kinder stark machen kann - 3 Bilderbuchkinos

Die Welt mit anderen Augen sehen: Was Kinder stark machen kann

69,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

29,80 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

229,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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