Kommentierte Medientipps und Internetlinks
von Roland Kohm und Darja Belousowa
Medienpädagogische Portale
www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1992
Verzeichnis von Medienportalen des Deutschen Bildungsservers
www.mediaculture-online.de/
Portal für Medienpädagogik und Medienkultur. Umfangreiche Hinweise zur Medienarbeit in der Schule. Verantwortet von der Medienoffensive Schule II, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
www.mekonet.de/
Medienkompetenznetzwerk des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen
Verantwortet vom Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH in Marl
Filmkunde/ Filmanalyse
www.mediamanual.at
Interaktive Plattform des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur aktiven Medienarbeit: Filmanalyse, Filmgeschichte, Filmkritik, Begleitmaterialien
www.learn-line.nrw.de/angebote/filmanalyse/
Weiterführende Links zu Unterrichtsbeispielen, Filmen, Filmanalyse, Drehbücher
www.horn-netz.de/seminare/filmanalyse/index.php
Materialien zur Filmanalyse von Eric Horn: Glossar, Folien zur Einführung
www.mediaculture-online.de/Fernsehen_Video_Film.16.0.html
Onlineportal „Mediaculture“: Filmkanon, Filmlexikon, Anregungen, Handouts
www.bpb.de/publikationen/SNA3WX,0,0,Filmhefte.html
Filmhefte zu ausgewählten Spielfilmen von der Bundeszentrale für politische Bildung
www.film-kultur.de/hefte.html
Das Institut für Kino und Filmkultur erstellt Film-Hefte als Begleitmaterial für PädagogInnen zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht sowie zur Anregung von Gesprächen und Diskussionen.
www.movie-college.com/filmschule/index.htm
Das Angebot des Movie-Colleges gibt detaillierte Informationen und ist interessant für diejenigen, die Filme nicht nur analysieren, sondern auch selbst machen wollen.
www.muk.erzbistum-muenchen.de/
Die Fachstelle für Medien und Kommunikation bietet Methoden der Filmauswertung und der Filmbesprechung im RU in der Reihe MUK-Publikationen zum kostenlosen Download an.
www.lpg.musin.de/kusem/konz/su3/fisetup.htm
Kriterien zur Filmanalyse von Uli Schuster: Einstellungsgrößen, Perspektiven, Bewegung, Montage, Ton
Religionspädagogische Institutionen und Adressen
www.ptz-stuttgart.de
Pädagogisch-Theologisches Zentrum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Stuttgart)
www.rpi-baden.de/
Religionspädagogisches Instituts der Badischen Landeskirche (Karlsruhe)
www.entwurf-online.de
Die religionspädagogische Zeitschrift „entwurf“ wird herausgegeben von der Fachgemeinschaft Evang. Religionslehrer/innen in Württemberg e.V. und dem Fachverband Evang. Religionslehrer/innen in Baden e.V. in Kooperation mit der Kallmeyerschen Verlagsbuchhandlung bei Friedrich in Velber
http://ci-muenster.de
Comenius Institut – Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V.
www.rpi-virtuell.net
Das virtuelle religionspädagogische Institut mit viel Material zum Recherchieren und Downloaden sowie einem Angebot von virtuellen Arbeitsmöglichkeiten
Ausgewählte Spielfilme
Back To Gaya
Lenard Fritz Krawinkel / Holger Tappe, Deutschland 2004
97 Min., f., Trickfilm, FSK: 6
Gaya ist ein wunderschönes, idyllisches Land, das von niedlichen kleinen menschenartigen Wesen mit komischen Ohren bewohnt wird. Diese Gayaner leben friedlich vor sich hin, veranstalten zuweilen mal ein spektakuläres Autorennen, bei dem meist Zino, der gayanische Nationalheld gewinnt, und freuen sich ansonsten des Lebens. Doch eines Tages wird dem kleinen Volk der Dalamit gestohlen, ein magischer Stein, ohne den die Gayaner nicht existieren können. Also macht sich Zino mit seinem Kumpel, dem schüchternen Erfinder Buu, auf eine abenteuerliche Suche, die die beiden in die Welt der Menschen führt. Dort erfahren sie, dass sie lediglich die Helden einer TV-Serie sind. Davon lassen sich die zwei jedoch nicht beirren und bleiben dem Dalamiten auf der Spur. Hilfe erhalten Zino und Buu dabei von der schönen, mutigen und kampfsporterprobten Bürgermeister-Tochter Alanta sowie von drei frechen Schnurks, die in Gaya noch Widersacher waren, im Land der Menschen aber mit Zino und Co. gemeinsame Sache machen.
Good bye, Lenin!
Wolfgang Becker, Deutschland 2003
120 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Der Film reflektiert die politischen Ereignisse der deutschen Wiedervereinigung anhand der fiktiven Geschichte der Ostberliner Familie Kerner. Im Mittelpunkt steht der 21-jährige Alex (Daniel Brühl). Kurz vor dem Fall der Mauer fällt seine Mutter (Katrin Saß), eine selbstbewusste Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma - und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie wie durch ein Wunder nach acht Monaten die Augen wieder aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. Sie hat nicht miterlebt, wie West-Autos und Fast-Food-Ketten den Osten überrollen, wie Coca Cola Jahrzehnte des Sozialismus einfach wegspült, wie man hastig zusammen wachsen lässt, was zusammen gehört. Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass sie die Aufregung überstehen könnte. Alex ist keine Atempause gegönnt. Um seine Mutter zu retten, muss er nun auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen lassen. Schnell stellt er fest, dass sich dieser Plan schwieriger umsetzen lässt als erwartet. Die neue Wirklichkeit lässt sich vor der Wohnungstür nicht mehr ausbremsen: Während Mutters Geburtstagsfeier wird auf einer gegenüberliegenden Hauswand ein irritierendes Coca-Cola-Transparent entrollt. Nun ist Arbeitskollege Denis gefragt, mit dem Alex sich trotz des unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds angefreundet hat: Denis träumt davon, eines Tages Regisseur zu werden. Als neuer Sprecher der "Aktuellen Kamera" lässt er die DDR in einem Patentverfahren nicht nur über den Coca-Cola-Konzern siegen, sondern behauptet sogar, dass das Getränk eigentlich eine sozialistische Erfindung gewesen sei. So erzwingt eine Notlüge die nächste. Alex und Denis werden zu Regisseuren einer erfundenen Wirklichkeit. Christiane Kerner glaubt tatsächlich das Unfassbare. Als sie dann allerdings beschließt, neuen und Zuflucht suchenden Bürgern die Familiendatsche zu überlassen, wird Alex klar, dass sein Spiel ein Ende finden muss.
Deutscher Filmpreis 2003.
Mad City
Constantin Costa-Gavras, USA 1997
114 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Der Museumswärter Sam Baily (John Travolta) verliert seinen Job und dreht plötzlich durch. Mit vorgehaltener Waffe zwingt er seine Chefin, ihn anzuhören. Er ist verzweifelt, aber kein Amokläufer und schon gar nicht gewalttätig. Dummerweise ist auch noch eine Gruppe von Kindern im Museum. Sam Baily verriegelt alle Eingänge, und als die Polizei eintrifft, verletzt er irrtümlich mit seinem Gewehr einen Kollegen. Der zufällig anwesende Reporter Max Brackett (Dustin Hoffmann) - vor kurzem vom führenden Fernsehsender CTN verstoßen, weil seine Berichterstattung nicht hinreichend sensationslüstern war - wittert seine Chance: Ohne Skrupel bauscht er den harmlosen Zwischenfall zu einer politisch motivierten Geiselnahme auf. Unter den Augen der ganzen Nation wird das Leben eines verzweifelten Menschen gnadenlos der Jagd nach Einschaltquoten geopfert.
Quiz Show
Robert Redford, USA 1993
130 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Ein Skandal erschüttert Ende der fünfziger Jahre ganz Amerika: Bei der beliebten Quizsendung "Twenty-One" fällt den Kandidaten wöchentlich das große Geld in den Schoß. Jeder erhält hier angeblich seine faire Chance, als Gewinner aus der Show hervorzugehen - der kleine jüdische Außenseiter Herbie Stempel ebenso wie der junge, smarte Literaturdozent Charles Van Doren. Doch plötzlich muss der scheinbar unschlagbare Stempel dem attraktiven Wissenschaftler weichen. Bundesstaatsanwalt Richard Goodwin als Vertreter der Aufsichtsbehörde beginnt mit Ermittlungen und stellt fest, dass Fragen und Antworten vorher abgesprochen waren, alles als eine große Show im Dienste der Quote und des Profits organisiert war. Dennoch ist das Ende ernüchternd: der Betrug wird aufgedeckt, die Glaubwürdigkeit beider Kandidaten ist demontiert, innerhalb des Senders wird ein Schuldiger gefunden. Doch die Show geht weiter.
Die Truman Show
Peter Weir, USA 1998
99 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Truman Burbank ist Hauptdarsteller und Star der nach ihm benannten "Truman Show", die weltweit 24 Stunden lang live ausgestrahlt wird. Starallüren kennt Truman allerdings nicht, schließlich weiß er nicht einmal, dass er in der Serie mitspielt: Truman ist nämlich die einzige Person in der Serie, die kein Schauspieler ist. Die Truman Show ist sein Leben und für ihn das Einzige, was er kennt. Er wurde kurz vor seiner Geburt von der Produktionsfirma, die die Serie produziert, adoptiert und wuchs auf einer kleinen Insel auf, Teil eines riesigen, von der Außenwelt isolierten Filmstudios. Jeder Schritt seines Lebens wird durch Tausende von Kameras aufgenommen - Intimsphäre gibt es für Truman nicht. Er verschwendet keinen Gedanken daran, seine kleine heile Welt mit hübscher Frau und gutem Job zu verlassen. Denn seit seiner Kindheit leidet er unter dem Trauma des Todes seines (Serien-) Vaters, der bei einer Bootsfahrt ums Leben kam, und scheut sich derart vor dem Meer, dass er nicht einmal über die Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet, fahren würde. Doch dann passieren merkwürdige Dinge in Trumans Leben: Ein Studioscheinwerfer fällt direkt vor seinem Haus vom Himmel und unterwegs meint er seinem Vater begegnet zu sein. Natürlich will ihm niemand glauben. Doch die verräterischen Zeichen, dass irgendetwas in seinem Leben nicht stimmt, werden immer deutlicher. Schließlich versucht Truman zu entdecken, was außerhalb seiner ihm gewohnten Welt liegt. Doch dies wird ihm nicht leicht gemacht, da der Regisseur der Truman Show alles daran setzt, sein Lebenswerk weiter laufen zu lassen. Und um Truman von der Auflösung seiner Lebenslüge abzuhalten, scheut er nicht einmal davor zurück, seinen Helden, der im Fernsehen zur Welt kam, auch im Fernsehen zu töten. Davor halten ihn jedoch andere zurück. Und Truman "steigt aus".
Und täglich grüßt das Murmeltier
Harold Ramis, USA 1993
101 Min., f., Spielfilm, FSK: 6
Phil Connors, ein zynischer Menschenfeind und Fernseh-"Wetterfrosch" (Bill Murray) gerät am "Murmeltiertag" in eine Zeitfalle, die ihn den Tag seiner Live-Reportage in einem Provinznest immer wieder erleben lässt. Während Personen und Umgebung sich nicht verändern, sammelt der zunächst verzweifelte, dann resignierende Mann Erfahrungen, die ihn zu einem toleranten Menschen läutern und ihn die Liebe zu einer Kollegin (Andie MacDowell) entdecken lassen, woraufhin er erlöst wird.
Wag The Dog
Barry Levinson, USA 1997
93 Min., f., Spielfilm, FSK: 12
Elf Tage vor der Wiederwahl steckt der amerikanische Präsident in der Klemme. Eine Affäre mit einer Schülerin - ihm wird ein dreiminütiges Tête-à-tête in Oval Office nachgesagt - sorgt für Schlagzeilen und mindert seine Chancen. Der Krisenstab ist wie gelähmt, doch als Conrad Brean (Robert de Niro) zum Berater der Mannschaft berufen wird, ändert sich die Sachlage. Zeitgewinn und Ablenkung sind nötig, und was würde besser von den kleinen Schmuddelgeschichten ablenken als eine wirklich schmutzige Geschichte: ein Krieg etwa. Brean ist in seinem Element, erfindet einen geheimnisvollen B-3-Bomber, eine albanische Kofferatombombe, eine albanische Kommandoeinheit in Kanada, die es auf Washington abgesehen hat. Geschickt werden die Meldungen an die Medien lanciert, und angesichts solch existenzbedrohender Lage hat der Präsident natürlich Besseres zu tun, als der Öffentlichkeit über Sexaffären Rede und Antwort zu stehen. Er, der über die ganze Geschichte telefonisch auf dem Laufenden gehalten wird, erklärt Albanien den Krieg. Doch ein Krieg ohne Bilder ist seit dem Golfkrieg undenkbar, und so geht Breans Plan in die zweite Phase. Mit Stanley Motss (Dustin Hoffman) ist rasch ein ebenso hilfsbereiter wie von sich eingenommener Hollywood-Produzent gefunden, der eine Medienkampagne liefert. Winifred Ames, die Präsidentenberaterin, die dem Ränkespiel anfänglich verständnislos gegenüberstand, kommt nun auf den Geschmack, und die drei Verschwörer wittern, dass sie in der Lage sind, Weltgeschichte zu schreiben, ohne dass überhaupt etwas passiert wäre. Der Haken ist allerdings, dass der CIA den Krieg wenige Tage vor der Präsidentenwahl für beendet erklärt und nun wieder die lästigen Fragen auf den Spickzetteln der Journalisten stehen. Die Geschichte scheint verfahren, aber nicht aussichtslos. Motss legt nach, erfindet einen hinter den feindlichen Linien versprengten Kriegshelden, setzt dessen Befreiung medienwirksam in Szene und will die Ankunft des Helden als nationales Schauspiel inszenieren. Fast würde die Realität dem Spektakel einen Strich durch die Rechnung machen, doch da stellt sich einmal mehr heraus, dass der beste Held ein toter Held ist.
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Aktuelles Begleitmaterial zur DVD zum Herunterladen. mehr >
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Informationen über die Autoren der DVD "Spiel mit dem Tod". mehr >
DVD Spiel mit dem Tod
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