Der Wind im Schilfrohr - Ein Animationsfilm über Freiheit, Mut und Selbstvertrauen

Der Wind im Schilfrohr - Ein Animationsfilm über Freiheit, Mut und Selbstvertrauen

Ein Troubadour gelangt in ein Land, in dem Musik verboten ist. Nachdem der Sohn des Königs taub und stumm aus dem Krieg heimgekehrt war, wurden alle Instrumente zerstört und das Musizieren verboten.    
Eigentlich würde der Balladensänger sofort wieder verschwinden, wäre da nicht Eliette, ein fröhliches und unbefangenes Mädchen, das sich weigert der Gesetzgebung zu folgen. Beeindruckt von ihrem Mut beschließt der Troubadour, das Mädchen zu unterstützen. Durch seine Geschichten gelingt es ihm, den Bewohnern in Erinnerung zu rufen, wie belebend und verbindend Musik für eine Gemeinschaft sein kann.         
Als der König Eliette und den Troubadour verhaften lässt, solidarisiert sich die Bevölkerung und startet fröhlich musizierend einen friedlichen Protest.            
Die Musik reißt den Prinzen aus seiner Isolation und seinem Trauma. Er kann wieder hören und sprechen. Endlich darf wieder gesungen, getanzt und gefeiert werden. Das gemeinschaftliche Miteinander kehrt in den Ort zurück.          
Dieses kleine Trickfilm-Juwel besticht durch seine subtil erzählte, wie auch emotional ergreifende Geschichte.

Medientipps

Von Ina Hochreuther und Sabine Kögel-Popp

Literatur
Kinderbücher zu den Filmthemen:

Rudolf Herfurtner: Carmina Burana, mit 1 Audio-CD. 32 S., empfohlen ab 6, Betz Verlag, Wien 2015.
Kaum hat Karlchen einen Moment nicht achtgegeben, ist ihm die Katze seiner Tante entwischt: An einem schönen Frühlingsabend springt sie durchs Fenster und läuft über die Wiese davon. Während Karlchen versucht, sie wieder einzufangen, geraten die beiden auf wundersame Weise zurück ins Mittelalter. Dort wird gerade das Erwachen des Frühlings gefeiert: Überall singen die Menschen kraftvolle, leidenschaftliche Lieder, sie tanzen und freuen sich des Lebens. Karlchen fühlt sich wie in einem Traum, einem echten Frühlingstraum.
[Quelle: KNO]

Gil Lewis, Jo Weaver (Illustrationen): Der Klang der Freiheit. 80 S., empfohlen ab 10, ars edition 2018. Eine wunderschön illustrierte poetische Geschichte über die Suche nach Freiheit und Geborgenheit. Eine kleine Gruppe von Menschen, die in einem Boot auf offener See treiben, teilen miteinander ihre Lebensgeschichten. Der junge Rami trägt eine Geige bei sich und erzählt eine berührende Geschichte über die Erfindung dieses Instruments. Eine Geschichte von Hoffnung, Freiheit und der Macht der Musik. [Quelle: KNO]

Juliane Manyak: Mit Rapauke im Land der Musikinstrumente. 96 S., empfohlen ab 6, Jacoby & Stuart 2019. Mit Rapauke lernen Kinder die Instrumente eines Orchesters kennen und mit ihnen die Vielfalt der Töne und damit auch, die Musik zu lieben. Jonas schaut sich in seinen Ferien auf dem Dachboden von Oma und Opa um und entdeckt dort eine verstaubte Trommel. Als er sie berührt und dadurch zum Klingen bringt, wird die Trommel lebendig und stellt sich ihm als Rapauke vor. Wenn Jonas ihm hilft, zu seinen Freunden ins Land der Musikinstrumente zu gelangen, könne er gern mitkommen, verspricht Rapauke. Kurz darauf sind sie im Dorf der Streichinstrumente, im Wald der Hörner, bei den anderen Blechblasinstrumenten, bei den Holzblasinstrumenten und schließlich bei Rapaukes Verwandten, den Schlaginstrumenten. All diese Instrumente haben ihren ganz eigenen Charakter, und alle freuen sich über den Besuch. Klar, dass am Ende ein großes Fest gefeiert wird, mit viel Musik und Tanz ... [Quelle: KNO]

Vögel. 61 S., empfohlen ab 6, Dorling Kindersley 2018.
Der Naturführer für Kinder ist Wissens-, und Experimentierbuch in einem - eine einzigartige Mischung aus lustigen Fakten und kreativen Bastelanleitungen. Durch den Mix aus schönen Fotos, anschaulichen Illustrationen und knackigen Texten in einem frischen, übersichtlichen Layout wird schon den jüngsten Leseanfängern die heimische Natur näher gebracht. Nachwuchsforscher können ihr neues, extrastabiles und handliches Lieblingsbuch sogar überallhin mitnehmen. Vögel werden beobachtet, Hintergrundinformationen über sie vermittelt und kleine Experimente zu Hause oder im Freien nachgemacht. Wer wusste zum Beispiel, dass ein Schwan mehr als 25.000 Federn hat und selbst ein kleiner Kolibri noch 1.000? Wie wäre es, gleich mal im Park, am Strand oder im Wald auf die Suche nach Nestern zu gehen, um sie dann genauer zu beobachten? Dieser Naturführer für Kinder beschert genau solche tollen Outdoor-Abenteuer! Leichte Aktivitäten wie das Bauen eines Vogelbads vertiefen das Wissen zusätzlich und bereiten den Kleinsten große Freude. Ein rundum spannendes Erlebnis! Ob im Garten oder mitten in der Stadt, Vögel gibt es an jedem Ort zu entdecken.
[Quelle: KNO] 

 

Audiovisuelle Medien

Manfred Baur: Musikinstrumente / Akustik, 1 Audio-CD. Das Original-Hörspiel zum Buch, 68 Min., Tessloff 2017, empfohlen ab 8 Jahren.
Tauch ein in die Wunderwelt der Klänge und Töne! Musikinstrumente sind Werkzeuge der Magie. Wer ein Musikinstrument spielt, kann damit Dinge ausdrücken, für die die Sprache nicht mehr ausreicht. So verschieden Material und Gestalt von Musikinstrumenten sind, so unterschiedlich klingen sie auch. Wir erklären, wie Musikinstrumente zu ihrem Klang kommen, warum die Tuba so dick ist und warum das Akkordeon Falten hat. Tag und Nacht sind wir von Schall umgeben und nehmen die vielfältigen Geräusche unserer Umwelt wahr. Doch was ist Schall? Wie entstehen Geräusche? Wie nimmt unser Ohr den Schall auf? Und wie hat sich die Schallaufzeichnung von Phonograph bis mp3 entwickelt?
[Quelle: KNO]

Europa in 80 Tönen

CD von Hartmut E. Höfele, Deutschland 2002, empfohlen ab 5 Jahren.

Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter CD271.

Eine musikalisch-kulturelle Entdeckungsreise unseres Heimatkontinents mit Liedern, Spielen, Geschichten, Tänzen und Bräuchen. Für Kinder und Pädagogen/innen eine wahre Fundgrube voller Anregungen Europa spielerisch kennen zu lernen.

Mariken

Spielfilm von André van Duren, Niederlande/Belgien 2000, 92 Min., FSK: ab 6, empfohlen ab 6.

Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS236.

Schon im Mittelalter hatten es Sonderlinge nicht leicht. Der alte Archibald beispielsweise wird vom arroganten Arzt und Berater der Gräfin kurzerhand aus der Stadt gewiesen. Archibald, der von der Menschheit im Allgemeinen sowieso nicht viel hält, macht sich daraufhin in Begleitung seiner Ziege Sofie auf den Weg in den „Wald der Illusionen“, wo er als Einsiedler zu leben gedenkt. Unterwegs jedoch findet er ein Bündel und in ihm: ein kleines Mädchen sowie die Nachricht „Sorget für Mariken“ auf ihrem Jäckchen. Er nimmt das Kind mit und die beiden Außenseiter leben zufrieden fern vom Getriebe der Welt. Alles was Mariken über die Welt wissen muss, entnimmt sie dem klugen Buch „Die Menschheit – ein Possenspiel“. Als eines Tages Sofie einem Wilderer zu Opfer fällt, zieht Mariken los, um auf dem jährlich stattfindenden Jahrmarkt eine neue Ziege zu besorgen. Zum ersten Mal lernt das wissbegierige Mädchen nun Dinge kennen, von denen es bislang nur gelesen hat – und darüber hinaus noch viele Absonderlichkeiten mehr. So trifft sie unterwegs die gottesfürchtige aber sehr furchterregende „Schwarze Witwe“, die ihren Neffen im Stall gefangen hält, weil sie ihn für einen Abkömmling des Satans hält. Mariken verspricht dem Unglücklichen, dass sie zurückkommen und ihn befreien wird. Auf dem Jahrmarkt trifft sie den Gaukler Joachim. Er nimmt sie mit ins Lager seiner bunten Schauspieltruppe, wo sie von seiner Frau Isabella und seiner Mutter Griet herzlich aufgenommen wird. Als die fahrende Schar kurz darauf ein Gastspiel im Schloss der Gräfin gibt, erregt die unbekümmerte Mariken die Aufmerksamkeit der hartherzigen, kinderlosen Frau. Kurzerhand beschließt sie, Mariken bei sich zu behalten und wirft die Gaukler aus dem Haus. Doch die finden sich mit der Entführung Marikens nicht ab. Nach einigen weiteren Abenteuern kommt es zu einem schönen Ende, das aber nicht zu märchenhaft ist, denn Individualisten bleiben in diesem Film auch solche. (Text: Ina Hochreuther)

 

Internetlinks (Stand: Juli 2019)

Informationen zu den Filmthemen:

www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/buchfink.html

Schöne Fotografien von Buchfinken mit Beschreibung ihres Lebensraumes und ihrer Lebensweise.

www.kinderzeitmaschine.de/mittelalter/hochmittelalter/

Die Kinderzeitmaschine ist eine Informationsmöglichkeit für Kinder, die an Geschichte interessiert sind. Hier finden sich auch zahlreiche Hinweise über das Leben im Mittelalter.

www.junge-klassik.de/de/entdecken/entdeckt-die-instrumente/

Auf dieser Website werden die unterschiedlichen Instrumente eines Orchesters anschaulich erklärt.

Basteln:

www.geo.de/geolino/basteln/18227-rtkl-origami-anleitung-so-bastelt-ihr-einen-origami-vogel origami-vogel-der-piepmatz
Anleitung zum Basteln eines einfachen Vogels aus Papier.

www.youtube.com/watch

Ein Opa zeigt seinem Enkel, wie man Weidenflöten bastelt.

www.labbe.de/zzzebra/index.asp

Anleitung, wie man eine Flöte aus Papier bastelt. 

 

Die Medientipps als PDF zum Download: Hier klicken! 

Arnaud Demuynck, 1966 im belgischen Kortrijk (Courtrai) geboren, ist auf Animationsfilme kurzer und mittlerer Länge spezialisiert und arbeitet als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. Er kreiert hauptsächlich Filme für ein jüngeres Publikum und startete mit Verfilmungen von be- kannten Märchen, Kinderliedern, und –büchern. Die beiden 26-Minüter „Le Parfum de la carotte“, realisiert mit Rémi Durin, sowie unser Film hier „Le Vent dans les roseaux“ sind selbst entwickelte Geschichten, für die er die Drehbücher verfasst und bei „Der Wind im Schilfrohr“ zusammen mit Nicolas Liguori Regie geführt hat. In beiden Produktionen spielt Musik eine wichtige Rolle.Foto:

Arnaud Demuynck © privat

Nicolas Liguori, 1981 in Lille (Frankreich) geboren, schloss sein Studium an der ESAAT mit einem Diplom der Animation ab. Als Trickfilmer und Grafikdesigner mit einer Vorliebe für traditionelle Animation wie Malerei, Pastel-, Bleistift und Kohlezeichnungen auf Papier, die seine vier eigenen bis jetzt realisierten Filme auszeichnen, darunter „Der Wind im Schilfrohr“, bei dem er auch gemeinsam mit Arnaud Demuynck Regie führte, arbei- tete er an weiteren Animationsfilmen mit, machte aber auch Erfahrungen als Regieassistent, Animateur und im Compositing.

Foto: Nicolas Liguori © privat

 

Martin Baltscheit, geboren 1965, studierte Kommunikationsdesign in Essen. Er hat viele Bilderbücher geschrieben und illustriert und bündelt seine zahlreichen Talente in den Produktionen von Theaterstücken, Hörspielen, Trickfilmen und Apps. 2010 erhielt er für sein Stück „Die besseren Wälder“ den Deutschen Jugendtheaterpreis und 2011 den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“. 2014 wurde er vom Börsenverein des Deutschen Buchhan- dels als „Lesekünstler des Jahres“ prämiert. Martin Baltscheit lebt mit seiner Fami- lie in Düsseldorf. (Quelle: Beltz & Gelberg)

Mehr zu Martin Baltscheit unter www.baltscheit.de

Foto: Martin Baltscheit © privat

 

Sabine Kögel-Popp, geboren 1962 in Erlangen, verheiratet, zwei Kinder, ist Diplom-Pädagogin. Sie studierte an der Universität Bamberg Pädagogik, Psycholo- gie und Evangelische Theologie / Religionspädagogik. Von 1988 bis 1995 arbei- tete sie als Medienpädagogin mit dem Schwerpunkt „Kinder und Medien“ am Religionspädagogischen Zentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bay- ern. Danach leitete sie ein Jahr lang die Evangelische Medienzentrale in Bay- ern. Bis 2007 war sie als medienpädagogische Referentin der Evangelischen Medienzentrale in Bayern tätig. Seit 2008 arbeitet sie als freie Medienpädagogin und Autorin. Von der Autorin erschienen in dieser Edition bereits die Titel „Von Advent bis Weihnachten“, „Leben und Feiern im Kirchenjahr“, „Ente, Tod und Tulpe“, „Willi will’s wissen – Wie kommen Babys auf die Welt?“, „Der verlorene Otto“, „Frankie Unsichtbar“, die „Hallo Benjamin!“-Weihnachts-DVD „Sterne, Hirten, Engel und ein Stall – Weihnachtstrickfilme aus dem TV-Magazin ‚Hallo Benjamin!’“ , „WAR IS OVER, HONEY, ein Kurzspielfilm zu den Nachkriegswirren 1945/46“ sowie die Pfingst-DVD „Mit Feuer und Flamme – Trickfilme zu Pfingsten aus dem TV-Magazin ‚Hallo Benjamin!’“, „Weihnachten – was verbinden wir mit diesem Fest?“, „Sternschnuppen, Lebkuchen und Könige – 3 winterliche Bilderbuchkinos für die Grundschule“ und „Ostern – viel mehr als Hasen, Hühner und Geschenke – 3 Bilderbuchkinos für Grundschulkinder“. Sabine Kögel-Popp hat langjährige Erfahrung als Jugendschutzsachverständige in den Prüfausschüssen der Freiwilligen Kontrolle der Filmwirt- schaft (FSK) und als Prüferin in den Präsenzprüfungen der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Für Vision Kino schreibt sie Filmtipps zu aktuellen, pädagogisch empfehlenswerten Kinofilmen, in erster Linie für die jüngeren Jahrgangsstufen. Sabine Kögel-Popp lebt mit ihrer Familie in München.

Foto: Sabine Kögel-Popp © privat 

Preise

Der Wind im Schilfrohr - Ein Animationsfilm über Freiheit, Mut und Selbstvertrauen

69,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

29,80 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

229,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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