Planet Willi - Ein Animationsfilm für Grundschüler zum Thema Inklusion

Planet Willi - Ein Animationsfilm für Grundschüler zum Thema Inklusion

Willi scheint nicht von dieser Erde zu stammen. Jedenfalls erklärt sich seine kleine Schwester so alles Wundersame an ihm. Manchmal machen sich andere Kinder lustig über Willi. Und die Eltern plagen immer wieder Sorgen um ihren Buben, etwa wenn er sich gelegentlich verläuft und dann nicht sagen kann, wo er wohnt. Aber niemand aus Willis Familie vermag sich ein Leben ohne ihn vorzustellen. Die kindliche Erzählerstimme, die Willis Schwester intoniert, bringt kleinen wie großen Zuschauern die Geschichte eines Jungen mit Down-Syndrom nahe. Die leuchtenden, weitgehend auf Perspektive verzichtenden, behutsam animierten Bilder unterstreichen die warmherzige Grundstimmung der Erzählung. Lustige, aber auch schwierige Episoden finden ihren Platz. Die Metapher vom "anderen Planeten" amüsiert und vermittelt gleichzeitig Wertschätzung und Respekt. So schafft es dieser wunderbare kleine Film, Toleranz und Verständnis aufzubauen und für das besondere zu sensibilisieren, das in jedem Menschen steckt.

Dokumentarischer Zusatzfilm "Willi gibt es wirklich", 5 Min.; englische Version, Hör- und Sehgeschädigten-Fassung sowie Unterrichtsmaterialien zum Thema Inklusion.

Eine Gemeinschaftsproduktion mit der FriJus GmbH.

Vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlen

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD
Inhaltsübersicht, Gliederung der DVD

Bezug zu den Bildungsplänen
Das Thema im Unterricht

"Was würde Willi sagen?"

Arbeitsblatt MAB-09

Was versteht man eigentlich unter "Behinderung"?

Infoblatt MIB-01

Was Willis Mutter über ihre Sohn schreibt...
"Sondermodell Willi"

Medientipps

Von Ina Hochreuther und Friedemann Schuchardt

Bücher für Kinder

Corina Christen, Christina Settelen (Hg.): Hipp, Hopp & Hoppla. G&S Verlag 2007. Ab 6 Jahren.
Das Buch beantwortet in Bildern und Geschichten Fragen rund um das Down-Syndrom, auf unterhaltsame Art und in kindgerechter Aufmachung. Im Anhang gibt es hilfreiche Hinweise über die in den Geschichten vorkommenden Besonderheiten von Kindern mit Down-Syndrom. Entstanden ist das Buch nach einer Idee der Herausgeberin, Christina Settelen. Sie hat im Umfeld ihres Sohnes, der mit dem Down-Syndrom lebt und in die Regelschule geht, die aufgekommen en Fragen gesammelt und die Idee mit den Zwergen Hipp, Hopp und Hoppla, die die Chromosomen darstellen, als Erklärungshilfe erfolgreich angewendet. Eingebettet sind diese Szenen in eine Rahmenhandlung, in der ein Kind mit Down-Syndrom wissen will, was das Besondere an ihm ist und weshalb dies so ist.

Ulrike Escher: Und dann kam Lena. Iris Kater Verlag 2006. Ab 8 Jahren.
Eine Geschichte zum Vorlesen: Nele hat ihre Schwester sehr lieb, aber ständig kümmern sich Mama und Papa um Lena, die erst sechs Monate alt und auch noch behindert ist. Lena hat das Down-Syndrom. Die Eltern verstehen, dass sich Nele zurückgesetzt fühlt und planen eine Reise ohne Lena. Wird sie Lena sehr vermissen?

M. Hilgner (Text), M.I. u. C. Sattler (Fotos): Einfach Sontje. Hrsg. v. Deutsches Down-Syndrom InfoCenter. Ab 6 Jahren.
Es ist schön, eine kleine Schwester zu haben. Und wie ist es, wenn sie das Down-Syndrom hat? Auch schön – das weiß Antonia ganz genau! Die große Schwester erzählt in diesem Kinderbuch über den Alltag von Sontje und ihrer großen Familie. Ein Alltag, der bunt, manchmal anstrengend und vor allem glücklich ist.

Silke Schnee: Die Geschichte von Prinz Seltsam – Wie gut, dass jeder anders ist! Neufeld Verlag 2011. Ab 5 Jahren.
Es gibt nichts Schöneres auf der Welt, als Kinder zu haben. Und so freut sich das Königspaar auf sein drittes Kind. Er sieht ein bisschen seltsam aus, findet der König, als Prinz Noah zur Welt kommt. Er ist anders als die anderen, meint auch die Königin. Doch bald merken sie, dass er ein ganz besonderer Mensch ist. Als der kleine Prinz Seltsam den Angriff des Schwarzen Ritters auf seine Weise abwehrt und das ganze Volk damit rettet, entdecken schließlich alle: Wie gut, dass jeder anders ist! Ein Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, das Verständnis weckt für Kinder mit Down-Syndrom und anderen Entwicklungsverzögerungen. Es gibt Kinder, die sind langsamer. Es gibt Kinder, die können nicht so gut laufen. Es gibt Kinder, die kaum oder gar nicht sprechen können. Sie alle gehören dazu und sie sind ein Gewinn für unser Leben.

 

Literatur für Erwachsene

Bertelsmann Stiftung: Lehrerfortbildungen zu Inklusion - eine Trendanalyse. Autoren: Dr. Bettina Amrhein und Benjamin Badstieber. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2013.

Ines Boban, Andreas Hinz (Hg.): Index für Inklusion. Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln. Universität Halle (Saale), 2003.

Birte Müller: Willis Welt. Der nicht mehr ganz normale Wahnsinn. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2014.
Birte Müller erzählt vom Familienalltag mit ihren beiden Kindern (eines mit Down-Syndrom und eines mit Normal-Syndrom): von Freud und Leid, von nervigen Kommentaren und wundervollen Begegnungen und von den Selbstzweifeln einer Mutter. Mit viel Witz und Selbstironie ist ihr ein Buch gelungen, das eine Liebeserklärung an ihre Tochter Olivia und ihren Sohn Willi ist, die sie das Leben lehren.

Kersten Reich (Hg.): Inklusion und Bildungsgerechtigkeit. Standards und Regeln zur Umsetzung einer inklusiven Schule. Beltz, Weinheim 2012.

Fabien Toulmé: Dich hatte ich mir anders vorgestellt. avant-verlag, Berlin 2015 Ausleihbar z.B. in der Bibliothek des Ökumenischen Medienladens in Stuttgart unter AIA50.
Ein Comic von der die Geschichte einer Begegnung. Der Begegnung eines Vaters mit seiner Tochter, die nicht ganz so ist wie andere Kinder. Als nach der Geburt seiner zweiten Tochter Julia der Gendefekt Trisomie 21 und ein damit einhergehender Herzfehler festgestellt werden, bricht für den jungen Vater Fabien zunächst eine Welt zusammen. Wie soll man damit umgehen, dass das eigene Kind behindert ist? Kann man es lieben lernen? Und wenn nicht, was ist man dann für ein Mensch? Zwischen Schmerz, Zweifeln, Augenblicken der Trauer, aber auch des unerwarteten Glücks berichtet Fabien Toulmé von dem schwierigen Weg der Akzeptanz, der ihn zu seiner Tochter geführt hat. So berührend wie humorvoll und so einfühlsam wie aufrichtig erzählt der französische Autor und Zeichner von Liebe, Familie, Verantwortung und den kleinen Unterschieden, die das Leben ausmachen.

Conny Wenk: Außergewöhnlich. Neufeld Verlag 2013.
Es ist normal, verschieden zu sein. Und außergewöhnliche Menschen bereichern unser Leben. Auch wenn vieles anders ist, als wir uns das vielleicht vorgestellt haben. Down-Syndrom, Trisomie 21 – das 21. Chromosom ist dreifach vorhanden: eine Diagnose, die werdende oder auch frisch gebackene Eltern in ihren Grundfesten erschüttert und alle Planungen komplett über den Haufen wirft. Wie geht es weiter? Die Mütter, die Conny Wenk in diesem Buch vorstellt, haben sich diese Frage gestellt. Und dann selber erfahren, dass ein Extra-Chromosom ihr Leben auch bereichert und ihre Kinder für sie außergewöhnlich macht. Denn ein Chromosom mehr kann auch ein Mehr an Lebensfreude, Liebe und Glück bedeuten.
Conny Wenk ist selbständige Fotografin und freie Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Stuttgart. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins 46PLUS–Down-Syndrom Stuttgart e. V., für dessen Kalender 2007 sie Kinder mit Down-Syndrom und prominente Persönlichkeiten fotografiert hat.

Hans Wocken: Architektur eines inklusiven Bildungssystems. Eine bildungspolitische Skizze. In: Gemeinsam leben. Zeitschrift für integrative Erziehung 18/ 2010, Heft 3, 167-178.

Hans Wocken: Das Haus der inklusiven Schule. Baustellen – Baupläne – Bausteine. Feldhaus, Hamburg 2011.

Hans Wocken: Zum Haus der inklusiven Schule. Ansichten – Zugänge – Wege. Feldhaus, Hamburg 2013.

 

Audiovisuelle Medien

Berg Fidel – Eine Schule für alle
Dokumentarfilm von Hella Wenders, Deutschland 2011, 87 Min., Multimediaformatierung, FSK: 0.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK1223 sowie erwerbbar bei FriJus GmbH.
In Münster gibt es einen Stadtteil namens „Berg Fidel“. Und so heißt auch die dortige Grundschule, an der Kinder mit und ohne Lernschwächen oder Behinderungen, unabhängig von sozialer Herkunft zusammen unterrichtet werden. Gelebte Inklusion! Die Regisseurin Hella Wenders (eine Nichte von Wim Wenders) nimmt vier der Schüler mit Handicaps besonders in den Blick, begleitet sie in der Schule, daheim und in ihrer Freizeit. Dabei scheut sie sich nicht, familiäre Schwierigkeiten, strukturelle Defizite und Rückschläge mit einzubeziehen. Doch bleibt der Grundtenor stets optimistisch, was durchaus mit an den wunderbaren kleinen Protagonisten liegt. Hier werden keine Modelle und Konzepte erläutert, sondern einfach Menschen gezeigt. Ein warmherziger Dokumentarfilm, der Mut macht auf das Abenteuer „Inklusion“.

Ein Tick anders
Spielfilm von Andi Rogenhagen, Deutschland 2011, 87 Min.; FSK: 6.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS694
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Die siebzehnjährige Eva hat „Schluckauf im Gehirn“. So beschreibt sie selbst ihr Tourette-Syndrom. „Einen Tick anders“ inszeniert auch der Regisseur Andi Rogenhagen: extrem schrill, aber durchaus nachdenklich stimmend. Wenn es dramaturgisch passt, sprudeln zwanghaft politisch unkorrekte Worte aus Evas Mund. Sie kämpft um die Geborgenheit ihres Zuhauses, als die Familie nach Berlin umziehen soll. Und das kommt unvergesslich daher.

Der Handicap-Check
Magazin von Johannes Honsell, Deutschland 2012, 25 Min., didaktische DVD, FSK: Lehrprogramm, empfohlen ab 8.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK1257
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Vanessa, Philipp, Julia und Benni lieben Musik, malen gerne oder sind große Fußballfans. Und sie haben ein Handicap, eine geistige Behinderung. Checker Can begleitet die vier und erlebt, dass sie ziemlich viel draufhaben, aber manche Dinge auch nicht so gut können. Je nach Fähigkeiten ist besondere Unterstützung nötig. Wie Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen zeigt das Beispiel der Grundschule Igling. Und Unified Basketball ist ein Beispiel für gemeinsamen Sport. Der Film wird zusätzlich in einer Fassung mit Untertiteln für Hörgeschädigte und mit Audiodeskription für Kinder mit Sehbehinderung angeboten. Die Arbeitsblätter berücksichtigen verschiedene Niveaus.

Die Kunst, sich die Schuhe zu binden
Spielfilm von Lena Koppel, Schweden 2011, 97 Min., FSK: 0, DVD: Ascot Elite Home Entertainment 2013.
Eigentlich bräuchte der chaotische Alex selbst jemanden, der ihn bei der Hand nimmt. Doch dann kriegt der arbeitslose Theaterschauspieler ausgerechnet einen Job als fach fremder Betreuer in einem Tageszentrum für Menschen mit Behinderungen. Anders als seinen Vorgesetzen erscheint es ihm angesichts der Erfindung von Klettverschlüssen für seine Schützlinge unwichtig, „die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ zu erlernen. Lieber fördert er deren Musik- und Schauspielleidenschaft und ermuntert sie, hinaus ins Leben der „normalen“ Gesellschaft zu gehen. Hier zählt der Auftritt vor Publikum, nicht ihr Handicap. Es gibt in dem schwedischen Spielfilm von Lena Koppel, tragische, witzige und viele berührende Momente. Die geistig behinderten Darsteller entwickeln souverän aus den Rollen, die sie verkörpern, sehr sympathische, eigenwillige Charaktere. Schön am Drehbuch ist auch, wie die Lernprozesse von Alex und die der Menschen aus seiner Gruppe, immer in beide Richtungen gehen.

Me too – Wer will schon normal sein?
Spielfilm von Alvaaro Pastor und Antonio Naharro, Spanien 2009, 103 Min., FSK: 6.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVS662.
Der 34-jährige Daniel ist anders und doch mittendrin. Denn er hat das Down-Syndrom. Trotzdem ist es ihm gelungen, ein Hochschulstudium zu absolvieren und eine Stelle in der Verwaltung der Behindertenbehörde von Sevilla zu ergattern. Seine Kollegen akzeptieren ihn mehr oder weniger und zumindest die Frauen finden ihn eher knuffig als dass sie ihm auf Augenhöhe begegnen würden. Einzig Laura, die ein wenig durchs Leben strauchelt, gerne mal zu viel trinkt und Männer für eine Nacht abschleppt, ohne an längerfristige Beziehungen zu glauben, geht entspannt mit ihm um. Mehr noch, es entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden, wobei Daniel sich in sie verliebt. Eigene Erfahrungen des Hauptdarstellers Pablo Pineda sind in den Spielfilm „Me too – Wer will schon normal sein?“ eingeflossen. Der Spanier ist der erste Europäer mit Down-Syndrom, der tatsächlich einen Uni-Abschluss besitzt. Das Regiedebüt von Antonio Naharro und Álvaro Pastor erzählt romantisch, komisch, sensibel und auf gewisse Weise auch radikal von den Möglichkeiten und Grenzen der Idee „Inklusion“.

Mit ganzer Kraft – Hürden gibt es nur im Kopf
Spielfilm von Nils Tavernier, Frankreich 2013, 86 Min., FSK: 0, DVD: Polyband/WVG 2015.
Julien ist 17 und träumt wie die meisten Teenager von aufregenden Abenteuern. Was ihn davon abhalten sollte? Auf keinen Fall die Tatsache, dass er von Geburt an behindert ist und im Rollstuhl sitzt. Um das schwierige Verhältnis zu seinem unnahbaren, arbeitslosen Vater Paul zu kitten, schlägt er ihm die gemeinsame Teilnahme an einem Triathlon vor. Obwohl Paul früher Hobby-Leichtathlet war, tut er Juliens Plan als Schnapsidee ab. Womit er allerdings nicht rechnet, ist die Hartnäckigkeit seines Sohnes. Selbst Claire, Pauls Frau, unterstützt ihren Sohn mit Leibeskräften, obwohl sie anfänglich Bedenken hat und immer noch dazu neigt, ihn wie eine Glucke übermäßig zu umsorgen. Projekt Ironman wird zur größten Herausforderung ihres Lebens, vor allem natürlich in sportlicher Hinsicht, doch beim Countdown bis zum Tag X stellt sich auch etwas ein, was alle in dieser zerrütteten Familie unwiderruflich verloren geglaubt hatten: Liebe, Verständnis und Zusammenhalt ...Mit seinem zweiten Spielfilm MIT GANZER KRAFT präsentiert Nils Tavernier eine außergewöhnliche Geschichte über ein besonderes Vater-Sohn-Verhältnis, das inspiriert ist von wahren Begebenheiten. Eine in großen Bildern erzählte Story vom Erwachsenwerden, von Liebe und Vertrauen, die einen bis zum bewegenden Finale und lange danach nicht mehr loslässt.

Sophie – eingöttliches Geschenk
Dokumentarfilm von Annette Wagner, Deutschland 2005, 29 Min., mit Arbeitshilfe auf der ROM-Ebene, FSK: Lehrprogramm.
Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK474.
Als Sophies Mutter bei der Geburt ihrer Tochter mit der Diagnose Down-Syndrom konfrontiert war, reagierte sie zunächst mit Verzweiflung und Angst. Als gläubiger Mensch schaffte sie es, die Situation anzunehmen. Mehr als zehn Jahre später weiß sie: „Sophie war ein göttliches Geschenk.“ Ihre fröhliche und herzliche Tochter hat den Blick von Sylvia Kowalik aufs Leben verändert. Und Sophie hat auch manchen anderen Menschen in ihrer Umgebung von seinen Vorurteilen gegenüber Behinderten kuriert. Annette Wagners Reportage begleitet Sophie durch ihren Alltag: Sophie steht mitten in Leben. Sie feiert ihren zehnten Geburtstag mit ihren Klassenkameraden. Sie tobt wochenends auf dem Abenteuerspielplatz umher und geht ins Ballett. Beim Tanzen taucht Sophie so innig in die Figuren ein, deren Geschichte die kleinen Ballettratten ausdrücken sollen, dass die anderen manchmal neidisch sind. "Was Sophie tut, tut sie mit Haut und Haaren", schwärmt ihre Ballettlehrerin Petra Wieler-Dürschmid. "Eines Tages sollten die Mädchen eine traurige Prinzessin spielen – und das konnte keine so gut wie Sophie!" Vielleicht auch, weil Sophie durch all die Normalität um sich herum stets spürt, dass sie anders ist? Und weil ihr das weh tut? Die Integration hat auch eine Kehrseite. Dennoch ist Sophies Lebensgeschichte wunderbar ermutigend.

Internetlinks

(Stand April 2016)

https://www.aktion-mensch.de/themen-informieren-und-diskutieren/bildung/bildungsservice.html
Informationen und Materialien von Aktion Mensch für Lehrer/innen zum Thema „Inklusion“.

http://www.inklumat.de/index-fuer-die-jugendarbeit
Inklumat–Index für die Jugendarbeit zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, eine Arbeitshilfe von Thomas Meyer, Christina Kieslinger vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften (Ifas) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart 2014.

http://www.montag-stiftungen.de/jugend-und-gesellschaft/projekte-jugend-gesellschaft/projektbereich-inklusion/index-fuer-inklusion/index-fuer-inklusion0.html
Zum „Index für Inklusion“: Der Index für Inklusion wurde 2003 von Tony Booth und Mel Ainscow (Manchester) entwickelt und auf Initiative von Andreas Hinz und Ines Boban (Luther-Universität Halle-Wittenberg) für deutsche Verhältnisse übersetzt und adaptiert. Inzwischen wird er international in Schulen und Kindertagesstätten erfolgreich eingesetzt. Er besteht aus einer Art „Checkliste“ mit über 500 Fragen, die dazu dienen, eine Einrichtung auf Aspekte wie Teilhabe und Vielfalt bzw. Ausgrenzung und Diskriminierung zu überprüfen und bestehende Prozesse zu verändern.
Der Index für Inklusion kann auf der Seite des EENET in verschiedenen Sprachen als Volltext heruntergeladen werden.

http://www.unesco.de/bildung/inklusive-bildung/inklusive-bildung-material/inklusive-bildung-material-5.html
Wissenschaftliche Publikationen und Studien zum Thema Inklusion auf der deutschsprachigen UNESCO-Homepage.

https://www.ekd.de/presse/pm13_2015_orientierungshilfe_inklusion.html
Unter dem Titel „Es ist normal, verschieden zu sein“ findet sich hier eine „Orientierungshilfe zur Inklusion“ der Evangelischen Kirche Deutschland vom 26. Januar 2015 zum Herunterladen.

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2012/03/2012_03_22
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers zum Thema „Inklusion“.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/schon-jesus-wollte-inklusion
Unter dem Titel „Schon Jesus wollte Inklusion. Integration von Menschen mit Behinderung wird weitergedacht “findet sich auf „Katholisch.de“ ein Artikel vom 21. März 2014.

http://www.rpp-katholisch.de/Schwerpunkte/Detail/tabid/235/ctrlToLoad/Details/nid/8738/Default.aspx
Das Thema „Inklusive Bildung“ mit zahlreichen Materialien auf dem Religionspädagogischen Portal der Katholischen Kirche in Deutschland (rpp-katholisch.de).

http://behinderung.org/home.htm
Website, die sich als „Ratgeber für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige“ versteht.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/downsyndrom-nicht-krank-nur-langsamer-a-1021674.html
„Downsyndrom: ‚Er ist nicht anders als andere Kinder’“, Link zu einem Artikel in Spiegel Online Gesundheit om 25.03.2015.

http://www.down-syndrom.org
Website von „Arbeitskreis Down-Syndrom Deutschland e.V., Bundesweite Beratung und Information

Der Filmemacher

Sören Wendt studierte nach einer Elektromechaniker-Lehre Foto- und Videodesign in Bielefeld. Zunächst war er als Animator bei Anima in Hamburg tätig und gründete dann 2001 mit anderen Kollegen eine eigene Firma namens „Trikk17“. Mittlerweile hat sich die Firma zu einem preisgekrönten Allround-Trickstudio entwickelt, das Stop-Motion genauso wie Zeichentrick, Cutout-Animation, Mischtechniken mit CGI-Elementen und Live Action Muppets produziert – von der ersten Ideenfindung im Exposé und der Konzeption über Charakterdesign, Storyboard-Entwicklung, Animation und Regie bis zur Postproduktion. Seit einigen Jahren ist Sören Wendt nicht mehr als geschäftsführender Gesellschafter tätig, sondern stellt im eigenen Atelier Animationsfilme her wie „Planet Willi“ (2015) und „Schon gehört?“ 2016. Er arbeitet außerdem als Medienpädagoge und als Workshop-Leiter vorwiegend in Animationsfilmprojekten mit Schüler/innen bzw. Kindern.

http://www.trickfilmparty.de

http://www.mediennetz-hamburg.de/?AD=416

http://blog.trikk17.com/animation/interview-soeren-wendt/

 

Die Buchautorin

Birte Müller wurde 1973 in Hamburg geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Schon als Kind verbrachte sie den größten Teil ihrer Zeit mit Malen, Basteln, Häkeln und Geschichtenschreiben. Nach der Schule verschlug es sie eine Weile nach Australien. Sie studierte Kinderbuchillustration an der HAW in Hamburg. Zwischendurch befasste sie sich auch mit freier Malerei in Mexiko. Ihre Diplomarbeit machte sie in einem winzigen Bergdorf in Bolivien. Heute sind Birte Müllers Bilderbücher in über vierzehn Sprachen übersetzt, und sie ist rund um den Globus bekannt für ihre Lesungen und Workshops mit Kindern. Ihre Illustrationen konnte man in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sehen, etwa auf der Kunsttreppe in Hamburg und der Buchmesse in Bologna oder auf der Biennale in Bratislava. Birte Müllers Sohn Willi kam 2007 mit dem Down-Syndrom zur Welt und ihre Tochter Olivia nur kurze Zeit später mit dem „Normal-Syndrom“. Seitdem erscheinen nicht mehr so viele Bücher von ihr. Ihr Mann Matthias Wittkuhn ist als Kameramann tätig und drehte auch das Making-of zu „Planet Willi“, die kleine Dokumentation „Willi gibt es wirklich“. Quelle, Homepage von Birte Müller: www.illuland.de

Auswahlbibliografie:

Birte Müller: Willis Welt. Der nicht mehr ganz normale Wahnsinn. Mit farbigen Bildern von Birte Müller. Verlag Freies Geistesleben 2014.

Brigitte Werner (Text), Birte Müller (Illustration): Weißt du auch, was in der Nacht Fledermausi gerne macht? Elf Gutenachtgeschichten für kleine Leute. Verlag Freies Geistesleben 2013.

Birte Müller (Autorin, Illustration): Auf Wiedersehen, Oma. Neugebauer Verlag 2003. Brigitte Werner (Text), Birte Müller (Illustration): WUM und BUM und die Damen DING DONG. Verlag Freies Geistesleben 2010.

Marie-Therese Schins (Autor), Birte Müller (Illustration): Eine Kiste für Opa. Aufbauverlag 2008.

Bruno Hächler (Autor), Birte Müller (Illustration): Was macht der Bär den ganzen Tag? Minedition 2004.

Bruno Hächler (Autor), Birte Müller (Illustration): Was macht der Bär die ganze Nacht? Minedition 2005.

Marie-Therese Schins (Autor), Birte Müller (Illustration): Zuckerguss für Isabel. Peter Hammer Verlag 2005.

Dolf Verroen (Autor), Birte Müller (Illustration): Josefinchen Mongolinchen. Verlag Freies Geistesleben 2006.

Brigitte Werner (Text), Birte Müller (Illustration): Denni, Klara und das Haus Nr. 5. Verlag Freies Geistesleben 2011.

Brigitte Werner (Text), Birte Müller (Illustration): Kotzmotz der Zauberer. Verlag Freies Geistesleben 2008.


Nominierung „Planet Willi“ zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2013
Jurybegründung
Planet Willi erzählt in Bild und Text vom Leben mit einem ganz besonderen Kind, das in seinem Denken und Fühlen, in seinem Verhalten und seiner Körperlichkeit so anders ist, dass es wohl von einem anderen Stern kommen muss. Auf den Doppelseiten werden einzelne Aspekte dieses Andersseins dargestellt oder
Situationen beschrieben, in denen es besonders deutlich wird. Die leuchtenden Farben der naiv gemalten Bilder unterstreichen die warmherzige Grundstimmung der Texte, die Trauer und Irritation nicht verschweigen. Die Metapher vom „anderen Planeten“ drückt vor allem Wertschätzung und Respekt aus und die Weigerung, das Kind durch pathologisierende Begriffe klein zu reden. Die Bilder hat Birte Müller erklärtermaßen so gemalt, dass sie auch auf „Planet Willi“ Gefallen finden. Welche Prozesse interplanetarischen Verstehens dieses Bilderbuch darüber hinaus in Gang setzen kann, wird sich sicher noch zeigen. Davon unbenommen ist es ein künstlerisch überzeugendes Dokument der Verarbeitung einer persönlichen Erfahrung.


Der Autor der didaktischen Materialien

Friedemann Schuchardt, geboren 1946 in Frankfurt am Main, studierte evangelische Theologie und Sozialpädagogik in Frankfurt und Mainz und schloss als Diplom-Sozialpädagoge ab. Tätigkeiten u.a als Medienpädagoge im Bereich von Fachschulen und Fachhochschulen für Sozialpädagogik, als langjähriger Geschäftsführer der Matthias-Film GmbH in Stuttgart sowie im Gebiet der Produktion beziehungsweise des Vertriebs von Medien für den Bildungs- und Schulbereich. Seit über zwanzig Jahren zählt zu Friedemann Schuchardts Engagement auch die Stoff- und Drehbuchentwicklung, u.a. bei der Serie „Unsere Zehn Gebote“ (Nominerung Adolf Grimme Preis 2007). Er ist Mitbegründer der „Buckower Mediengespräche“, war Vorsitzender des Kinomobil Baden-Württemberg, Initiator und kontinuierlicher Berater mehrerer didaktischer DVD-Labels, etwa der Reihe „Durchblick-Filme“ sowie dieser Edition hier, der DVD complett. Derzeit arbeitet er vor allem als Referent und Berater von Medienprojekten, insbesondere für Kinder, und hat mittlerweile ein eigenes Unternehmen gegründet, die „FriJus GmbH“. Das Konzeptionen der DVD complett-Ausgaben „Leben und Feiern im Kirchenjahr“ sowie „Von Advent bis Weihnachten“ stammen beispielsweise von ihm. Als Autor erstellte er die DVD complett „Vom Adler zum ICE 3“ sowie „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“. Als Projektleiter und Referent ist er für die Stiftung Kinderland
Baden-Württemberg tätig und verantwortete das Modellvorhaben „Medienwerkstatt Kindergarten – Vom Konsumieren zum Gestalten“ bei dem zehn Kindertageseinrichtungen sich innerhalb von 10 Modulen mit Grundfragen der Medienerziehung beschäftigen. Die dort mit Kindern gemachten Erfahrungen brachte er auf der DVD complett „Bald kann ich lesen“ mit ein. Aktuell beschäftigt er sich mit einem weiteren Projekt im Rahmen seiner didaktischen DVDs zum Thema Kinderarmut. Friedemann Schuchardt lebt in Stuttgart und Berlin.

Preise

Planet Willi - Ein Animationsfilm für Grundschüler zum Thema Inklusion

DVD Planet Willi 

44,90 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

22,50 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

159,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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