Bis Donnerschdag - Ein Trickfilm zu Gewaltprävention und sozialem Lernen

Bis Donnerschdag - Ein Trickfilm zu Gewaltprävention und sozialem Lernen

Gottlieb Schneider probt in der Schule für sein musikalisch untermaltes Ein-Mann-„Katzentheater“. Am darauffolgenden Donnerstag soll hier der „Talentabend“ stattfinden, an dem er es aufführen will. Andere Jugendliche, genauer gesagt drei Jungs, die als Rapper-Trio „Gangster Bros“ auftreten wollen, verlachen und beschimpfen ihn, ja, verprügeln ihn gar an der Bushaltestelle. In seiner Not wendet sich Gottlieb an den Vertrauenslehrer der Schule. Doch der ist nicht in der Lage, ihm zu helfen. Als der Junge seine Katze beim Mäusefangen beobachtet, kommt ihm eine Idee: er inszeniert sein Stück völlig anders, nämlich als Splatter...

Der Trickfilm „Bis Donnerschdag“ berichtet in weichem, gut verständlichem Schwäbisch vom harten Mobbing an Schulen – mit brillanter Erzähl-Ökonomie und frechem Zeichenstil. Aus der Jury-Begründung der Filmschau Baden-Württemberg: Es gehöre viel Zivilcourage dazu, sich im Rampenlicht bei der Schulaufführung gegen die anderen zur Wehr zu setzen. „Dabei besticht der Film durch die stilistische Geschlossenheit als Schwarz-Weiß-Strichzeichnung und die reduzierten, markanten Charaktere. Die ausgefeilte Animation bringt den trockenen Witz auf den Punkt: unschlagbar spritzig“.

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD
Inhaltsübersicht, Gliederung der DVD

Didaktischer Kommentar
"Das Miteinander gestalten"

Regeln des Miteinanders aus der Tradition
Arbeitsblatt M02b

Gewalt in unserem Miteinander erkennen

Arbeitsblatt S01b

Anonyme Umfragen zur Klassenatmosphäre

Arbeitsblatt S01d

Medientipps
 
Von Ina Hochreuther und Johann Nikolaus Kampermann
 
 
Literatur
 
Literatur zu schulischer Gewalt, Mobbingprävention und Konfliktkultur:

Alsaker, F. D. (2003): Quälgeister und ihre Opfer. Mobbing unter Kindern – und wie man damit umgeht. Bern: Hans Huber.
Mobbing ist eine besondere Form von Gewalt, die sich systematisch gegen bestimmte Opfer richtet. Dieses Buch ist weltweit das erste, das sich mit diesem Phänomen sowohl im Schul- als auch im Vorschulalter befasst und gleichzeitig konkrete umsetzbare Empfehlungen zur Prävention bietet. Im Mittelpunkt des ersten Teils stehen die Hauptmerkmale, die Formen und die Erfassung von Mobbing. Ergebnisse aus der internationalen Forschung und aus zwei neuen eigenen Studien zu Mobbing unter Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und sechzehn Jahren werden in integrierter Form dargestellt. Wie reagieren die "Zuschauer"? Welche Kinder mobben? Welche sind die typischen Opfer dieser Quälgeister? Was kennzeichnet diejenigen, die sowohl mobben als auch gemobbt werden (sog. Täter-Opfer)? Welche Rolle spielen familiäre und gesundheitliche Hintergründe, wie sind soziales Verhalten, Befindlichkeit und Selbstwert dieser Kinder einzuschätzen? Die Autorin verknüpft die Ergebnisse der Forschung mit der Praxis. Im letzten Teil stellt sie das Berner Präventionsprogramm gegen Gewalt im Kindergarten und in der Schule (Be-Prox) vor, zusammen mit konkreten Umsetzungsempfehlungen. (Quelle: KNO)

Grüner, T. & Hilt, F. (201010): Bei Stopp ist Schluss! Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOLVerlag.
Das Buch unterstützt dabei, mit möglichst wenig Kraftaufwand die Voraussetzungen für eine hohe Unterrichtsqualität zu schaffen und so erfolgreiches Classroom-Management mit effektiver Burnout-Prävention zu verbinden. Indem Sie Ihren Schülern positive Werte, Normen und Arbeitshaltungen vermitteln, steigen Lernmotivation und Lernerfolg. Gleichzeitig werden personale, kommunikative und soziale Kompetenzen sowie die Fähigkeit zur Selbstkontrolle gefördert. Im Wesentlichen geht es darum, verlässliche Regeln des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens einzuführen, Ihre Schüler zu deren Einhaltung zu befähigen und sie zu prosozialem Verhalten zu motivieren. Die Regeln sorgen für eine gute Arbeitsatmosphäre und unterstützen die Schüler dabei, respektvoll miteinander umzugehen. Von entscheidender Bedeutung ist eine wertschätzende und konsequente Haltung gegenüber den Kindern und Jugendlichen. Übergeordnetes Ziel ist, die Resilienz der Heranwachsenden zu stärken und ihnen eine gesunde Entwicklung im Lebensraum Schule zu ermöglichen. Der bestehende Text wurde mit wissenschaftlichen Grundlagen und Bezügen angereichert. Zudem wurden die beschriebenen Methoden aktualisiert. (Quelle: KNO)

Haim, O. & Schlippe, A. (20163): Stärke statt Macht: Neue Autorität in Familie, Schule und Gemeinde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Die Erschütterung der erzieherischen Autorität gilt als eine der entscheidenden Ursachen für den dramatischen Anstieg von Gewalt und Kriminalität unter Kindern und Jugendlichen. Doch kann elterliche und pädagogische Autorität heutzutage nicht mehr auf Furcht, blinden Gehorsam und Machtausübung gründen. Es müssen die in unserer Gesellschaft vorherrschenden Werte von freiem Willen, Individualität und kulturellem Pluralismus berücksichtigt werden. Die Psychologen Haim Omer und Arist von Schlippe führen den Begriff der "neuen Autorität" ein, der das Ergebnis eines langjährigen Denk- und Erfahrungsprozesses darstellt. Zu den zentralen Konzepten dieser neuen Autorität gehören Präsenz und gewaltloser Widerstand. Die Anwendung hat sich auch im Schulbereich bewährt, wo Eltern und Lehrer ein Bündnis gegenseitiger Hilfe und Unterstützung bilden, und bindet im darüber hinaus auch Gemeindemitglieder erfolgreich ein. (Quelle: KNO)

Huber, A. (20153): Anti-Mobbing-Strategien für die Schule: Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention. Kronach: Carl Link.
Im Durchschnitt sind in jeder Schulklasse ein bis drei Kinder Opfer von Mobbing. Diese Kinder werden zum Teil täglich von ihren Mitschülern gequält, ohne dass sie Hilfe erfahren. Wenn Lehrerinnen und Lehrer das Leiden der Opfer mitbekommen, dann verfügen sie selten über das richtige Instrumentarium, um effektiv dagegen vorzugehen. Hilfen bietet das Standardwerk, das über wichtige Erkenntnisse zum Mobbing in Schulklassen informiert und einen Überblick über erfolgreich praktizierte Interventionskonzepte gegen Mobbing bietet. Dabei werden die Anti-Mobbing-Strategien so dargestellt, dass die Entscheidung für eine angemessene Strategie schnell möglich wird. Es gibt viele Möglichkeiten zu handeln. Deshalb ist es wichtig, das passende Instrumentarium im Kampf gegen Mobbing sorgfältig und adäquat auszuwählen. Der Praxisratgeber Anti-Mobbing-Strategien für die Schule hilft Schulleitungen, Beratungslehrern, Schulpsychologen, Schulsozialarbeitern und weiteren Interessierten, eine sichere Entscheidung zu treffen, die geeigneten Instrumente zu finden und diese wirksam anzuwenden. Beiträge von: Heike Blum & Detlef Beck (No-Blame-Ansatz), Coosje Griffiths & Tracey Weatherilt (Shared Concern Methode), Christina Salmivalli & Elisa Poskiparta (KIVA AntiMobbing-Programm), Karl Hoechner & Uta Mahler-Kraus (Konfrontative Mobbing-Intervention), Mustafa Jannan (Gegen-Gewalt-Konzept), Elisabeth Dreyer (Gewaltpräventions- und Interventionsprogramm nach Olweus und dessen Umsetzung durch das polizeilich unterstützte Anti-Bullying-Programm), Thomas Grüner & Franz Hilt (Systemische Mobbingprävention und -intervention), Annette Michels & Andreas Raude (SPOTLIGHT – Theater gegen Mobbing), Irene Heinzelmann-Arnold (Freiburger Anti-Mobbing-Konzept) und Werner H. Hopf (Schulkonzept Sozialwirksame Schule). (Quelle: KNO)

Jannan, M. (20103): Das Anti-Mobbing-Buch. Gewalt an der Schule – vorbeugen, erkennen, handeln. Weinheim / Basel: Beltz. Lehrkräfte, Eltern und auch die betroffenen Schüler/innen selbst können wirkungsvoll gegen Mobbing vorgehen. Mustafa Jannan zeigt in seinem praxiserprobten "Anti-Mobbing-Buch" mit Elternheft, wie dies gelingen kann. Der Klassiker zum Thema Mobbing erscheint nun in der vierten, vollständig überarbeiteten Auflage. Aus dem Inhalt: Schulische Gewalt, Mobbing, Cyber-Mobbing – Gewaltprävention und -intervention, Maßnahmen auf Schulebene, Klassenebene, persönlicher Ebene und gegen Cyber-Mobbing- Methoden, Übungen, Interventionskonzepte-Arbeitsmaterialien. (Quelle: KNO)

Olweus, D. (2011, 4. Aufl.): Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten – und tun können. Bern: Hans Huber.
Gewalt unter Schulkindern ist zweifellos ein sehr altes Phänomen. Die Tatsache, dass einige Kinder häufig und systematisch von anderen Kindern gemobbt und angegriffen werden, wurde in Werken der Literatur beschrieben, und viele Erwachsene haben damit Erfahrung aus ihrer eigenen Schulzeit. In den letzten Jahren hat dieses Problem an Schärfe deutlich zugenommen. Der Norweger Olweus hat ein Interventionsprogramm entwickelt, das Abhilfe schaffen kann. Wie reagiert man pädagogisch richtig auf die Gewaltopfer? Wie kann man in der Schule, in der Klasse und im Konflikt mit einzelnen Schülern und Schülerinnen der Gewalt entgegenwirken? Das nachweisbar erfolgreiche Programm wird inzwischen an vielen Schulen der skandinavischen Länder, in Großbritannien, Deutschland und in der Schweiz eingesetzt. (Quelle: KNO) 
 
Schäfer, M. (2012): Du Opfer! Wenn Kinder Kinder fertigmachen. Der Mobbing-Report. Reinbek: Rowohlt / rororo sachbuch.
Zehntausende Kinder werden jede Woche ausgegrenzt, geschlagen, gedemütigt, bedroht. Früher sagte man: "Das ist normal, das wächst sich aus." Heute weiß man, dass dies eine gefährliche Verharmlosung ist, denn in neun von zehn Schulklassen wird gemobbt. Die Auswirkungen für die Opfer sind katastrophal und halten lange an, manchmal lebenslang. Und dass Aggression, Gewalt und Psychoterror auf unseren Schulhöfen und Straßen zunehmen, ist kein Geheimnis. Auch Online-Netzwerke werden immer häufiger zu Schauplätzen von Psychoterror unter Jugendlichen. Dabei spiegelt diese Entwicklung das Klima unserer Wettbewerbsgesellschaft, die zunehmend durch einen Mangel an Rücksicht und Toleranz sowie soziale Ausgrenzung geprägt ist. Dieses Buch nimmt alle Beteiligten in den Blick – Täter, Opfer, Eltern und Lehrer. Es erklärt, wie Mobbing unter Kindern entsteht, erzählt eindrucksvoll und erschütternd verschiedene Fallgeschichten und eröffnet zugleich konkrete Handlungsmöglichkeiten. Ein Buch, das Augen öffnet und Mut macht, nicht länger wegzuschauen. (Quelle: KNO)
 
 
Jugendbücher zu Mobbing:
 
Biernath, Christine (2018): Nicht mit mir! Weinheim / Basel: Gulliver TB, empfohlen ab 12 Jahren.
Die Fronten in der Klasse sind klar: Dünne gegen Dicke, Coole gegen Uncoole. Und es funktioniert, weil niemand widerspricht. Lukas nicht, der sich von Lennard vorführen lässt, weil er sich Anerkennung erhofft. Jenny nicht, die mitmacht, aus Feigheit und Angst. Als Nadja neu in die Klasse kommt, wittert die Clique um Lennard sofort ein neues Opfer. Doch Nadja lässt sich nichts gefallen. "Nicht mit mir!", sagt sie. Und tatsächlich kommt Bewegung in die Klasse, beginnt die Clique an Lennard zu zweifeln... Ein wichtiger Roman um Mobbing und Courage – sensibel, ehrlich und spannend erzählt. (Quelle: KNO)
 
Frank, Astrid (2016): Unsichtbare Wunden. Stuttgart: Urachhaus, empfohlen ab 14 Jahren.
Anna war bisher ein ganz normales Mädchen: Schule, Freundinnen und ihr geliebtes Pferd Elrond füllten ihre Tage aus. Wenn jemand Probleme in der Schule hatte, dann war das bisher ihr bester Freund Anton, der als Außenseiter regelmäßig Hänseleinen ausgesetzt war. Als die neue Mitschülerin Nina Annas Freundeskreis aufmischt, schlägt die Stimmung mehr und mehr um. Selbst Annas ehemals beste Freundin erliegt der Gruppendynamik. Für Anna wird das Leben zur Hölle. Astrid Frank erzählt sehr realistisch und packend, man erlebt alle Nöte mit Anna hautnah mit. Ein spannender Jugendroman über Mobbing, lesenswert nicht nur für Jugendliche! (Quelle: Osiander Schorndorf)

Matthes, Silas (2015): Miese Opfer. Hamburg: Oetinger34, empfohlen ab 13 Jahren.
Zum Glück sind Ferdinand und Leo die besten Freunde, denn alleine wäre es wirklich schwer die Schikanen und Angriffe von Dunker auszuhalten. Nachdem die Übergriffe aber zunehmend aggressiver werden, bemerkt Ferdinand eine beunruhigende Veränderung an seinem Freund. Als die Situation schließlich zu eskalieren droht, muss auch Fred sich der Frage stellen: Wie weit darf man für seine Rache überhaupt gehen? Eine Geschichte, die aufzeigt wie sehr Mobbing einen Charakter verändern kann und wie weit man getrieben wird, wenn jeder wegsieht und keiner einschreitet. (Quelle: Osiander Reutlingen)
 
McManus, Karen M. (2018): One of us is lying. München: cbj, empfohlen ab 14 Jahren.
Fünf Schüler sind zum Nachsitzen beordert, ein Schüler erleidet währenddessen einen allergischen Anfall und verstirbt daran. Aus der Ich-Perspektive seiner vier Mitschüler, die unter Mordverdacht geraten, erfahren wir, wie die Ermittlungen geführt werden, wie jeder der Verdächtigen hofft, dass sein Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt, wie ihre Mitschüler sich verhalten, die Medien massiv in ihr Leben und das ihrer Familien einbrechen und sie sich selbst verändern. Spannend und realistisch. (Quelle: Osiander Esslingen a.N.)
 
Nilsson, Johann (2016): Hass gefällt mir. Weinheim / Basel: Beltz & Gelberg, empfohlen ab 14 Jahren. "Ich würde am liebsten im Boden versinken. Will nicht, dass sie mich ausfragen, was passiert ist. Auf dem nicht sehr festlichen Fest. Ich bin weggelaufen. Gloria ist geblieben. Ich glaube, dass etwas passiert ist. Etwas Schlimmes." Jonnas beste Freundin Gloria ist am Boden zerstört: Nach einer Party kursiert ein SexVideo von ihr im Internet und sie hat mit fiesen Cybermobbingattacken zu kämpfen. Aber was genau ist eigentlich passiert? Jonna will ihrer Freundin helfen, doch Gloria schweigt beharrlich. Jonna glaubt, dass Robin hinter dem "Hass die Hure"-Chat steckt, in dem es krasse Kommentare über Gloria hagelt. Jonna beschließt, es ihm heimzuzahlen. Mit ihrem neuen Chat über Robin löst sie eine ungeahnte Hasslawine aus. (Quelle: KNO)
 
 
Audiovisuelle Medien zum Thema Mobbing

Ben X
Spielfilm von Nic Balthazar, 90 Min., Belgien 2007, FSK: 12, empfohlen ab 14, ausleih- und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVS536.
Der jugendliche Ben ist seit seiner Kindheit ein Außenseiter und leidet an dem Asperger-Syndrom. Sein Leben besteht vor allem aus dem Online-Rollenspiel Archlord, das er in jeder freien Minute spielt und in welchem er als Ben X ein Held auf Level 80 ist. Seine reale Welt vermischt sich mit der Welt des Online-Spiels. In der Schule ist er dem Mobbing seiner Mitschüler ausgesetzt.  Ben kämpft innerlich mit ihnen als Ben X aus dem Spiel. Die Situation eskaliert, als Mitschüler ihn auf einen Tisch in der Schulklasse stellen und ihm die Hose herunterziehen.
Mehrfach ausgezeichnet: Montréal World Film Festival 2007: Grand Prix of the Americas, Most Popular Film, Preis der ökumenischen Jury; Sedona International Film Festival 2008: Audience Award,Director's Choice Award.

Digitale Gewalt
Dokumentarfilm von Jürgen Weber, 15 Min., Deutschland 2018, FSK: Lehrfilm, empfohlen ab 12, ausleih- und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1710.
Die Dokumentation definiert verschiedene Formen digitaler Gewalt. Sie thematisiert falsche Behauptungen und Beleidigungen in sozialen Netzwerken, Nacktaufnahmen im Internet sowie live ins Netz übertragene Straftaten. Es werden praktische Tipps zur Prävention und den Opfern Hilfestellung im Umgang mit digitaler Gewalt gegeben. Auch mögliche straf- und zivilrechtliche Konsequenzen werden aufgezeigt. Insbesondere definiert der Film Cybermobbing, Stalking, Shitstorm, Missbrauch von digitalen Aufnahmen, digitale Kontrolle und Übergriffe und gibt einen Einblick in die Methoden organisierter digitaler Kriminalität.

Happy Slapping
Kurzspielfilm von Philipp Kässbohrer, 19 Min., Deutschland 2008, FSK: Lehrfilm, empfohlen ab 12, ausleih- und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK833.
Eine ländliche Kleinstadt in Oberschwaben – die vier Freundinnen Carla, Melina, Lisa und Christin haben früher Schulschluss als gewöhnlich. So bummeln sie am Rande des Marktplatzes und suchen nach etwas Ereignisreichem. Eigentlich sind die vier Mädchen eine ganz normale Clique und dazu gehören auch mal Spannungen. Melina war offensichtlich nicht ganz loyal Christin gegenüber. Zur Wiedergutmachung haben sie ihre ganz eigenen Rituale. Melina muss "mutprobenartig" eine Aufgabe lösen, die die Mädchen mit ihrem Handy bewaffnet auf Video bannen. Was anfängt wie ein Teenagerstreich entwickelt sich eigendynamisch. Muss Melina zunächst einen Mann hinterrücks schlagen, folgt als nächstes die Aufforderung einem der Mädchen mit der Zunge die Schuhe zu küssen. Und das Ganze steigert sich. Melina wird immer mehr zum hilflosen Opfer von Carla und Christin – und alles wird als Video mit dem Handy gefilmt. Lisa bleibt indifferent – einerseits schreitet sie nicht ein, andererseits hält sie sich immer mehr vom Geschehen fern. Carla und Christin finden Gefallen am Inszenieren ihrer kleinen Filme und verlieren sich in einem Sog der zunehmenden Gewalt, die sie immer noch einen Schritt weiter gehen lässt und sehr schnell die Grenze überschreitet. Die Demütigungen gipfeln in einer nur scheinbaren Bedeutungslosigkeit. Als die Mädchen Melina verzweifelt und gebrochen zurücklassen, fängt alles erst an.
 
HomeVideo
Spielfilm von Kilian Riedhof, 90 Min., Deutschland 2011, FSK: 12, empfohlen ab 14, ausleih- und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVS688.
Homevideo schildert einen Fall von Cyber-Mobbing unter Schülern. Der 15-jährige Protagonist wird Opfer von Cybermobbing, als private Ausnahmen von ihm ins Netz gelangen, die zeigen wie er seiner großen Liebe Hannah seine Zuneigung gesteht und anschließend masturbiert.  Mehrfach ausgezeichnet: Deutscher Fernsehpreis 2011: Bester Fernsehfilm; Grimme-Preis 2012; Rose d’Or 2012.
 
 
Hilfreiche Internetadressen (Stand: Mai 2018)
 
www.ajs-bw.de
Die Aktion Jugendschutz (ajs) wurde 1956 als Verein gegründet und ist ein Zusammenschluss von 19 Spitzenverbänden Baden-Württembergs. Die Aktion Jugendschutz setzt sich für die Stärkung, den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein.
 
www.konflikt-kultur.de 
Konflikt-KULTUR existiert seit 1997 und ist ein praxiserprobtes und wissenschaftlich fundiertes MehrEbenen-Programm. Es basiert auf Erkenntnissen der Resilienzforschung, d.h. es vertritt die Prinzipien des autoritativen Erziehungsstils, ist bedürfnis- und bindungsorientiert, bietet positive Rollenmodelle und fördert die Selbstregulation, Empathie und Problemlösefähigkeiten der Adressaten.  
 
www.klicksafe.de 
Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Auftrag der Europäischen Kommission – gerade im Hinblick auf Cybermobbing

www.mobbingforschung.de
Website der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig Maximilian Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. Mechthild Schäfer

http://www.no-blame-approach.de 
Ein Angebot von fairaend, welches den No Blame Approach  (wörtlich «Ansatz ohne Schuldzuweisung») darstellt. Der Benefit des Ansatzes liegt darin, dass – trotz der schwerwiegenden Mobbing-Problematik – auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird.

www.schueler-gegen-mobbing.de 
Gemeinnützige Organisation, die von einem ehemaligen Mobbingopfer als Schülerinitiative gegründet wurde. Sie setzt sich für mehr Hilfe für Mobbingopfer, mehr Beratung für Eltern und mehr Prävention an Schulen, sowie die staatliche Unterstützung bei der Aufklärung von Mobbing ein.

Der Filmemacher

Michael Bohnenstingl, 1992 geboren, wuchs in Süddeutschland nahe Ludwigsburg auf. Er sagt über seinen Animationsfilm: „’Bis Donnerschdag’ ist meine kurze Geschichte über Gewalt, Isolation und die unvorhersehbaren Wege des kreativen Geistes. Sie entspringt aus persönlichen Erfahrungen, durch die ich mit einer satirischen Linse Blicke, die jahrelange Distanz möglich gemacht hat. Sozusagen ein schwäbisches ‚Carrie’ – ein Drama, das sich mitten in der Mittelmäßigkeit des Schulalltags entfaltet.“  Die schlechtesten Erinnerungen hat Michael Bohnenstingl vermutlich nicht an das Bönnigheimer AlfredAmann-Gymnasium, an dem er früher einmal Schülersprecher war und später als Student der Filmakademie Baden-Württemberg einen Workshop zum Thema Drehbuch & Inszenierung für Schüler anbot. Seit 2013 ist der vielseitige Filmemacher an der Filmakademie zugange und hat hier auch „Bis Donnerschdag“ 2017 produziert.

Zwischenzeitlich arbeitete er für das Ludwigsburger Animationsstudio „studio soi“ und war dort als Regisseur an den ersten Folgen der WDR-Serie „Trudes Tier“ für „Die Sendung mit der Maus“ beteiligt sowie bei der Animationsserie „Petzi“ (2018), die Mitte 2018 ihren Weg ins ZDF finden wird.

So wie seine Hauptfigur Gottlieb in „Bis Donnerschdag“ ein One-Man-Katzentheater auf die Bühne bringt, hat auch Michael Bohnenstingl seinen Animationsfilm im Alleingang hergestellt: geschrieben, inszeniert, gesprochen und animiert – in nur einem Monat. Bei der Filmschau Baden-Württemberg erhielt er 2017 eine Lobende Erwähnung dafür und beim 15. FiSH Filmfestival in Rostock 2018 den Publikumspreis.  Wir sind auf seine nächsten Projekte gespannt!

Der Autor der didaktischen Materialien

Johann Nikolaus Kampermann (*1985) ist in Celle (Niedersachsen) geboren und legte sein Abitur 2004 am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover ab.  Von 2012 bis 2017 unterrichtete Johann Nikolaus Kampermann die Fächer Evangelische Religion und Deutsch sowie Literatur und Theater am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut (Baden-Württemberg). In seinem Studium in Greifswald, Göttingen und Bern legte er seine Schwerpunkte vor allem auf die Arbeitsfelder Lernwissenschaft, Medienpädagogik und Kompetenzorientierung. Im religionspädagogischen Online-Magazin Theo-Web folgte 2010 ein lernwissenschaftlicher Beitrag zum Diskurs religiöser Kompetenzentwicklung. 2012 erprobte er in einer zehnten Klasse des Gymnasiums die Möglichkeiten des E-Learnings mit rpi-virtuell. Das im Zuge der Unterrichtseinheit „Buddhismus“ entstandene und auf der rpi-virtuell-Plattform zugängliche Portfolio „Dharma virtuell“ zeigt praxiserprobte Ideen und Vorschläge zur Gestaltung einer Unterrichtseinheit im virtuellen Klassenzimmer. 2014 erschien im Evangelischen Medienhaus didaktisches Begleitmaterial zum Animationsfilm „Das kalte Herz“ von Hannes Rall. 2016 absolvierte er die theaterpädagogische Grundlagenausbildung für das Fach Literatur und Theater an der Akademie Rotenfels und führte den Theaterunterricht am Hochrhein-Gymnasium Waldshut in der Oberstufe ein, wo er auch die Theater-AG leitete. 2018 erschien in diesem Zusammenhang auf dem Landesbildungsserver Baden-Württembergs ein Beitrag zum biografischen Theater in der Schule.  Seit 2017 unterrichtet Johann Nikolaus Kampermann an der Kantonsschule Solothurn in der Schweiz. 
 Kontakt: nikolaus.kampermann [ at ] posteo.de

Preise

Bis Donnerschdag - Ein Trickfilm zu Gewaltprävention und sozialem Lernen

DVD Bis Donnerschdag - Ein Trickfilm zu Gewaltprävention und sozialem Lernen

44,90 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

22,50 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

159,00 EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung. Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

Jetzt bestellen!