Der verlorene Otto - Eine Alltagsgeschichte nach dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn

Der verlorene Otto - Eine Alltagsgeschichte nach dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn

Animationsfilm von Markus Müller nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Doris Dörrie und Jacky Gleich (Illu.). Deutschland 2012, 7 Min., FSK: Lehrmittelfreigabe. Produktion i.A. der Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart. 

Als Otto wieder einmal von seinen Eltern angemeckert wird, während seine ältere Schwester wie immer die Tolle ist, reicht es ihm. Er schnappt sich seinen Rucksack, sein Taschengeld sowie sein Kuscheltier - und geht einfach weg. Anfangs genießt der Junge seine Freiheit in vollen Zügen: keine Anweisungen, keine Regeln, keine Beschränkungen. Aber als die Dämmerung anbricht und es kalt wird auf dem Spielplatz, fühlt er sich doch ziemlich verlassen. Otto kehrt zurück und findet auf der heimatlichen Straße seine ihn aufgeregt suchende Familie vor. Alle sind froh, ihn heil wieder zu bekommen. Das gilt sogar für seine Schwester. 

Jacky Gleich taucht Doris Dörries einfühlsam erzählte Geschichte vom kleinen Ausreißer, der sich von der Welt mies behandelt fühlt, in erdige, oft gedämpfte Farben. Sie entsprechen genauso wie die Perspektiven ihrer Bilder immer der Grundstimmung der Geschichte. Kinder spüren dadurch, wie es in Otto aussieht. Das Künstlerduo übersetzt die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn in eine berührende Alltagsgeschichte vom zornigen Weggehen und wieder Heimkommen in die Geborgenheit der Familie. 

Inklusion im Grundschulunterricht: Extra Filmfassung für hörgeschädigte sowie eine Version mit Audiodeskription für sehgeschädigte Kinder und differenziertes Unterrichtsmaterial! 

Zielgruppen: Elementarbereich, Grundschule, Kinderkirche, Fortbildung
Stichworte: Familie, Konflikt, Weglaufen, Gleichnis vom verlorenen Sohn
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Fächerzuordnung: Ethik/Religion, Deutsch

Vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlen

Video

Der verlorene Otto

Filmausschnitte aus der DVD

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Eines Tages, als alle wieder so gemein zu ihm sind, beschließt Otto seine Familie zu verlassen...

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD [PDF, 142 KB]
Gliederung, Inhaltsangabe

Der verlorene Otto [PDF, 164 KB]
und das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Infoblatt [PDF, 109 KB]
Thesen zum inklusiven Unterricht in der Grundschule

Arbeitsblatt [PDF, 182 KB]
Otto und seine Schwester Emilia

Methodische Anregungen [PDF, 147 KB]
Vorschlag für einen Elternabend in der Grundschule

Kommentierte Medientipps und Internetlinks

Literatur zum Gleichnis vom verlorenen Sohn:

Doris Dörrie / Jacky Gleich: Der verlorene Otto. Hansisches Druck- und Verlagshaus, Edition Chrismon, Frankfurt a. M. 2011.
Das Bilderbuch, auf dem der Animationsfilm „Der verlorene Otto“ basiert.

Elisabeth Gilles-Sebaoun / Charlotte Roederer: Die Bibel für Kinder. Paris 1997, S. 74 – 75 Der verlorene Sohn.
Die Geschichte vom verlorenen Sohn wird kurz und leicht verständlich, mit klaren Bildern illustriert, erzählt.

Angelica Guckes: Biblische Bildergeschichten: Der verlorene Sohn - Bartimäus – Rut – Josef – Jesu Geburt. calwer materialien, Calwer-Verlag, Stuttgart 2001.
Schöne Schwarzweiß-Zeichnungen zu den Inhalten der im Titel angeführten biblischen Geschichten mit einer methodischen Einführung von Elvira Feil-Götz.

Norbert Landa / Dieter Konsek: Der verlorene Sohn.
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2001.
Ein Bilderbuch in warmen, erdigen Farbtönen mit etwas mehr an Text. Dem Gleichnis wird vorausgeschickt, dass Jesus es für die Frommen und Zöllner geschrieben hat, denen sein Umgang mit Sündern nicht gefallen hat. Für Kinder ab sechs Jahren.

Eckhard Mieder: Ein Fest für Benjamin. Gabriel Verlag, Stuttgart / Wien 2002.
Ein Roman zum Vorlesen oder Selbstlesen ab der 2. Klasse. Die Geschichte vom verlorenen Sohn spielt in der Zeit Jesu und wird aus der Sicht des älteren Bruders geschrieben, der hier auch eine Schwester hat.

G. Miederer / H. Rehlen: Mit Erfahrungen von Schuld und Vergebung umgehen. In: Wegzeichen Religion 3. Kommentare und Kopiervorlagen. Diesterweg Verlag, 1997, S. 62 – 74.
Ideenreiche Vorschläge zur Umsetzung des Lehrplans für Evangelische Religionslehre in der Grundschule in Bayern, hier zum Gleichnis vom verlorenen Sohn.

Friederich Schweitzer: Kindertheologie und Elementarisierung. Wie religiöses Lernen mit Kindern gelingen kann. Gütersloher Verlagshaus 2011.
In diesem Buch zeigt Friedrich Schweitzer auf, wie fruchtbar die Verknüpfung von Kindertheologie, Entwick-lungspsychologie und Elementarisierung für das religiöse Lernen von und mit Kindern sein kann. Dabei begreift er die Kinder als Subjekte, die große Fragen und Antworten haben, die ernst zu nehmen sind.

Sophie de Seynes: Erzähl mir vom verlorenen Sohn.
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1997. Text nach Lukas 15, 1–3 und 11–32
Ein auf das Wesentliche des Gleichnisses beschränkter Text mit prägnanten Aussagen in kindgerechter Sprache. Mit ansprechenden Aquarellen illustriert. Für jüngere Kinder sehr gut geeignet. Das Buch lässt Raum zum eigenen Nachdenken über die Geschichte.
 

Literatur zum Thema Geschwister:

Tove Appelsten / Salla Savolainen: Keiner hat mich lieb, findet Josefine. Oetinger Verlag, Hamburg 2010.
Josefine ist das mittlere Kind von 4 Geschwistern. Sie befürchtet, dass Mama die anderen Kinder mehr liebt als sie und fühlt sich unverstanden. Ein Bilderbuch für Erst- und Zweitklässler.

Judy Blume: Luis und Amanda – Spinnenkackensuppe und der erste Halbgeburtstag der Weltgeschichte. Tulipan Verlag, Berlin 2010.
Ein Buch zum Vorlesen oder Selbstlesen über die superschlaue Amanda und ihren kleinen Bruder, genannt der „Nervzwerg“. Geeignet für Selbstleser ab der 3. Klasse.

Vito von Eichborn / Birgit Apitzsch (Hg.): Eine Schwester ist, wenn man ein Mädchen als Bruder bekommt…  Kinder über Geburt, Taufe und kleine Geschwister. Kindermund bei Baumhaus. Baumhaus Verlag 2012.

Dagmar Geisler: Geschwister sind unschlagbar. Geschichten zum Vorlesen. Gabriel Verlag, Stuttgart / Wien 2012.
Mal unzertrennlich, mal spinnefeind: Bei Geschwistern ist alles drin. Nur eins nicht und das ist Langeweile. In den zwölf Geschichten von Paula und Marie, Leon und Flori, Johanna und Jasper und vielen mehr erkennen sich alle wieder: Die großen genauso wie die kleinen Geschwister und sogar die Fast-Geschwister, die den dicken Bauch von Mama eher skeptisch beäugen. Dagmar Geisler erzählt von den besonderen Abenteuern des Geschwisteralltags in lustigen und nachdenklichen Geschichten.

Ursel Scheffler / Jutta Timm: Die Geschwister sind los. Vier Bilderbuchgeschichten über das Glück einen Bruder oder eine Schwester zu haben. Gabriel Verlag, Stuttgart / Wien 2009.
Ein Sammelband mit vier Geschichten für die 1. – 4. Klasse.

Jenny Valentine: Meine kleine Schwester Kiki und ich – Es geht los. Mit Illustrationen von Joe Berger. Reihe Hanser bei dtv, München 2010.
Meine kleine Schwester Kiki und ich – Der Geburtstag (ebd., 2011)
Meine kleine Schwester Kiki und ich – Sommerferien mit Kiki (ebd., 2011)
Eine lustige dreibändige Buchreihe über Flo und ihre kleine Schwester Kiki, erzählt aus Sicht der großen Schwester. Geeignet für Selbstleser ab der 3. Klasse.


Literatur zum Thema Inklusion:

Petra Flieger / Voplker Schönwise / Julius Klinkhard (Hg.): Menschenrechte – Integration – Inklusion. Aktuelle Perspektiven aus der Forschung. 2011.
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen orientiert sich konsequent an Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung von Mädchen und Buben sowie Frauen und Männern mit Behinderung. Die Auseinandersetzung über die damit verbundenen Konsequenzen für Politik und Gesellschaft hat erst begonnen. Auch für die Integrations- und Inklusionsforschung stellt das internationale Übereinkommen eine Herausforderung dar, wie die vielfältigen Beiträge zu folgenden vier Schwerpunkten zeigen: Inklusive Gesellschaft, Inklusive Schule, Inklusive Forschung, Arbeiten mit dem Index für Inklusion.

Inklusion – praxisorientiert
. Ideenwerkstatt. Didaktische und methodische Anregungen – Erprobte Modelle und Materialien – Für alle Jahrgangsstufen. Buch mit Kopiervorlagen. Förderschule, Grundschule. Cornelsen Verlag Scriptor, 2012.

Heinz Klippert: Heterogenität im Klassenzimmer: Wie Lehrkräfte effektiv und zeitsparend damit umge-hen können. Beltz Verlag, 2. Aufl., 2012.
Die wachsende Heterogenität in den Klassenzimmern macht allen Lehrkräften zu schaffen. Das gilt keinesfalls nur für die Grund-, Haupt- und Gesamtschulen, sondern immer stärker auch für Gymnasien und Realschulen. Das Buch zeigt, wie der Differenzierung und Individualisierung effektiv und zeitsparend begegnet werden kann und stellt bewährte Strategien, Ansätze, Materialien und Praxisbeispiele vor. Der Grundgedanke: Schülerinnen und Schüler sollen möglichst oft in wechselnder Zusammensetzung an gleichen oder ähnlichen Aufgaben arbeiten und sich wechselseitig helfen, kontrollieren und erziehen. Das sichert Lehrerentlastung und integriert die unterschiedlichen Schülertalente. Aus dem Inhalt – Ansätze zur Schülereinbindung und Talentförderung – Aktivierung und Vernetzung der Schüler – Die Tücken der lehrerzentrierten Individualförderung – Beispiele und Verfahrensvorschläge zur Entlastung der Lehrkräfte – Denkanstöße zu Heterogenität und Homogenität an Schulen – Analyse der bildungs- und schulpolitischen Konsequenzen.

Vera Moser (Hg.): Die inklusive Schule. Standards für die Umsetzung. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2012.
Inklusive Schulen entwickeln – wie geht das? Dieser Band definiert Mindestanforderungen, die bei Schulent-wicklungen mit der Zielperspektive Inklusion zu beachten sind und erläutert praxisnah Ziele und Strategien der Umsetzung: Von der Klärung struktureller Voraussetzungen, dem Aufbau Regionaler Bildungslandschaften, über die Gestaltung eines inklusiven Unterrichts und prozessbegleitender Diagnostik bis hin zu Fragen institu-tioneller Übergänge, Konzepten für die Aus- und Weiterbildung und der Beratung. Zudem werden bereits er-probte Schulentwicklungsinstrumente vorgestellt und erläutert.

Reiner Andreas Neuschäfer: Inklusion in religionspädagogischer Perspektive. Annäherungen, Anfragen, Anregungen. Garamond Verlag, 2012.
Im internationalen Raum hat die Frage der Bildungsteilhabe beeinträchtigter bzw. behinderter Personen einen festen Platz und gewinnt zunehmend auch in Deutschland an Bedeutung. Seit Kurzem ist die Frage nach dem Woher, Wozu und Wohin von „Inklusion“ im Begriff, auch im religionspädagogischen Raum vernetzt zu wer-den. Es herrscht ein großer Klärungsbedarf in Bezug darauf, was unter Inklusion genau zu verstehen ist, wie man sich darüber verständigen und zu einem angemessenen Verständnis kommen kann. Hier will das Buch dazu beitragen, nicht nur von außen überkommene Ansichten hinzunehmen, sondern zu hinterfragen und in religionspädagogischer Perspektive einzuordnen. Unter dem Gesichtspunkt von Anregungen bietet das Buch einige Impulse, wie inklusive Akzente in der religions- und gemeindepädagogischen Praxis aussehen können.

Kersten Reich: Inklusion und Bildungsgerechtigkeit: Standards und Regeln zur Umsetzung einer inklu-siven Schule. Beltz Verlag, 2012.
Eine inklusive Schule will mehr: Sie ist eine bildungsgerechte Schule, in der auch alle anderen Benachteili-gungen aufgehoben werden sollen. Kersten Reich zeigt am Beispiel des „School Board of Toronto“: wie eine solche Schule aussehen könnte, welche Standards und Regeln auf den Ebenen der Verwaltung, des Schul-trägers bis konkret in die Schule hinein gelten sollten und wie sich diese praktisch umsetzen lassen.

Lucia Schneider (Hg.): Gelingende Schulen. Gemeinsamer Unterricht kann gelingen. Schulen auf dem Weg zur Inklusion. Schneider Verlag 2012.
Von September 2008 bis September 2009 haben sich auf Einladung des Vereins „Schule für alle e.V.“ mehrere Schulen in Hennef-Sieg / NRW, vorgestellt, die sich die gemeinsame Förderung behinderter und nicht-behinderter Kinder auf die Fahnen geschrieben haben. Die Grundüberzeugung aller in diesem Band aufge-nommenen Schulen ist, dass jedes Kind dazugehört. Die Vielfalt der Kinder wird als Chance und Herausforde-rung angenommen. Es entstanden Berichte über „gelingende Schulen“, die Mut machen sollen und zeigen sollen: Integration ist der Weg – Inklusion das Ziel! 

Reinhard Stähling / Barbara Wenders: „Das können wir hier nicht leisten“. Wie Grundschulen doch die Inklusion schaffen können. Ein Praxisbuch zum Umbau des Unterrichts. Schneider Verlag, 2012.
Zwei erfahrene Pädagogen beschreiben das Leben und Lernen in ihrer Klasse, die freien Arbeitsphasen, das Entdecken der Kinder, die gemeinsamen Waldgänge. Es geht um den "sozialen Kredit", den jedes Kind hat. Hier liest man von ernsthaft in ihre Arbeit versunkenen Kindern, die Vertrauen gefunden haben. Wie dies gelingen kann und welche Aussonderungsmechanismen Schulen zu überwinden haben, wird ausführlich dargestellt.

Brigitte Vordermayer: „Du bist anders, trotzdem hallo“. Wer behinderte Kinder behindert - und wo Inklusion in Bayern schon klappt. In: Evangelisches Sonntagsblatt für Bayern vom 23. September 2012 Nr. 39, S. 4 – 7.

Erich Weigl / Klaus Metzger (Hg.): Lehrerbücherei Grundschule: Inklusion – eine Schule für alle: Modelle – Positionen – Erfahrungen. Cornelsen Verlag Scriptor, 2010.
Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung, auch behinderte Schüler. Eine inklusive Schule, eine Schule für alle, wird gefordert. Pädagogisch und organisatorisch ist das eine große Herausforderung für Grundschulen.“ Inklusion – eine Schule für alle“ bildet den Stand der Diskussion ab. Er stellt erste Vorschläge aus der Praxis vor, wie das "Recht auf Bildung" bereits realisiert wird oder werden könnte.


Audiovisuelle Medien

Gleichnis vom verlorenen Sohn:

Folien für Schule und Gemeinde 3/08: Bild und Gleichnis in der Bibel
Arbeitstransparente von Maria Holzapfel-Knoll, 6 Folien, f., Kunstreproduktionen, München 2008, empfohlen ab 8 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter AT38151.)
Gleichnisse und Bildworte Jesu lassen sich nicht auf eine einzige Deutung festlegen. Immer wieder neu können sie interpretiert und erlebt werden. Die Bilder geben dazu Anregungen. Motive: Die klugen und törichten Jungfrauen (Purpurcodex Rossano, 6. Jh.) / Das Gleichnis vom wiedergefundenen Schaf (Heilsspiegel, Handschrift um 1360) / Giorgio de Chirico: Der verlorene Sohn (Tempera auf Leinwand, 1922) / Klaus H. Zürner: Pharisäer und Zöllner (Holzschnitt, 1980) / Axel Vater: Kreuz im Kreuz (div. Techniken, 1988) / Guido Nussbaum: Heim-Welt (Videoskulptur, 1988).

Der verlorene Sohn
Scherenschnitt-Animationsfilm von Lotte Reiniger, Großbritannien 1974, 13 Min., empfohlen ab 10 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter VC1000.)
Ein Schattentheater der bekannten Silhouetten-Animationsfilmerin Lotte Reiniger, das den wörtlich vorgelesenen Text des biblischen Gleichnisses (Lukas 15) vom Verlorenen Sohn illustriert.

Der verlorene Sohn
Hörspiel von Klaus Heizmann, Deutschland 1999, 34 u. 25 Min., empfohlen ab 6 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter CD225.)
Mini-Musical zum Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Anregungen gibt, ein eigenes Musical dazu aufzuführen.
 

Geschwister:

Der Chinese
Kurzspielfilm von Tove Cecilie Sverdrup, Norwegen 1998, 7. Min., f., FSK o.A., empfohlen ab 8 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK609.)
Die elfjährige Ida wird von ihrem Vater dazu verdonnert, auf ihren kleinen Bruder Jon aufzupassen. Sie ist wütend darüber, nicht mit den anderen Kindern draußen spielen zu können, denn Jon ist erkältet und darf nicht hinaus. Ihren Ärger lässt sie auf subtile Weise an dem kleinen Bruder aus. Mit gezielten Fehlinformationen (Jon sei eigentlich ein Chinese, denn jedes vierte Kind sei ein Chinese) verängstigt sie Jon und bringt es schließlich fertig, ihm nicht nur seine größten Schätze abzuschwatzen, sondern auch noch als seine einzige Verbündete dazustehen.

Eine Hexe in unserer Familie
Spielfilm von Harald Hamrell, Schweden 1999, 79 Min. f., FSK ab 6, empfohlen ab 8 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter VS2448.)
Die achtjährige Maria ist genervt von ihrem kleinen Bruder Lillen. Sogar ihr Zimmer muss sie mit ihm teilen. Da begegnet ihr Makka, zwei Jahre älter als sie und gerade in der Nachbarschaft eingezogen. Makka hat einen Hexen-Spleen und besitzt eine Kristallkugel, die alle Wünsche erfüllen soll. Maria wünscht sich von der Kugel, dass sie keinen Bruder mehr hat. Kurz darauf engagieren ihre beruflich sehr eingespannten Eltern eine etwas skurrile ältere Dame als neue Babysitterin: Gerda. Die erfüllt alle Vorstellungen, die Maria und Makka von einer Hexe haben. Den beiden Mädchen ist klar: Gerda ist gekommen, um Lillen zu holen. Schließlich wollte Maria, dass er verschwindet. Aber so war das nicht gemeint, dass Lillen von einer Hexe gekocht und gefressen wird. Alle Versuche, Gerda wieder zu verjagen, schlagen fehl. Als Gerda die Kinder zu einem Picknick auf eine gruselige Burg mitnimmt, ist Maria davon überzeugt, dass für ihren Bruder die letzte Stunde geschlagen hat. Sie beschließt, sich für ihn zu opfern und an seiner Stelle in den brodelnden Topf in der Hexenküche zu steigen. Doch plötzlich, nach schlimmen Strapazen für Maria und Makka, ist alles anders: ein Missverständnis. Gäste tauchen auf, und die Küche gehört zu einem Restaurant. Die drei Kinder fahren glücklich mit Gerda zurück. Als Maria zum Geburtstag ein eigenes Zimmer bekommt, ist ihr Glück perfekt. Ein Rest Ungewissheit aber bleibt, als Gerda zum Abschied doch noch als Hexe mit einem Besen durch die Lüfte saust.

Mit Jakob wurde alles anders
Hörbuch nach dem gleichnamigen Buch von Kirsten Boie, gelesen von Marion Elskis, Audio-CD von Jumbo Neue Medien + Verla, 2006, empfohlen ab 8 Jahren.
Seit Jakob geboren wurde, ist zu Hause nichts mehr so wie früher. Für Nele ist da kaum noch Zeit. Kirsten Boie schildert die Geschichte über Familie, Freundschaft und Erwachsenwerden einfühlsam und humorvoll aus dem Blickwinkel der zwölfjährigen Nele.

Wann gehen die wieder?
Bilderbuchkino nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Ute Krause (2010), 22 Dias, f., DVD, Bilderbuch und Begleitheft von Martina Steinkühler, Berlin 2011, empfohlen ab 6 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter MP4401.)
Wie verändert sich der Alltag, wenn Papa auszieht? Was ist, wenn Mama oder Papa sich neu verlieben? Oder gar nervige Stiefgeschwister auftauchen? So hatten die Räuberkinder sich das nicht vorgestellt. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt. Erst zieht ihr Papa aus der Räuberhöhle aus – und sie ziehen mit ihren Koffern zwischen Mama und Papa hin und her. Und plötzlich sind in Papas neuer Wohnung auch noch eine Prinzessin und lauter Prinzessinnenkinder. Rasend langweilig sind diese Prinzen und Prinzessinnen, also schmieden die Räubergeschwister einen Plan, wie sie die Prinzenbande schnell wieder loswerden.
 
Inklusion:

Accompagnato – Die Kunst des Begleitens oder „So geht das!“
Dokumentarfilm von Alex K. Müller, Deutschland 2010, 57 Min., f. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK947.)
Musikerinnen und Musiker eines klassischen Sinfonieorchesters treffen sich über mehrere Monate hinweg regelmäßig mit geistig behinderten Musikern, Schauspielerinnen, Dichtern und Performerinnen. Die Orchestermusiker horchen sich ein in unnachahmliche Stimmen und suchen nach passenden Tönen zu höchst individuellen Ausdrucksformen. Kurzum: sie üben sich in einer Kunst, die zwar jedem Musiker geläufig ist, die aber selten so intensiv praktiziert wird wie hier – die Kunst des Begleitens. Der Komponist und Interaktionskünstler Bernhard König leitete diese Begegnung an und entwickelte gemeinsam mit allen Akteuren eine Originalkomposition, die viele eigene Einfälle und Improvisationen der Mitwirkenden aufgriff und sich ganz in den Dienst der Solisten und ihrer besonderen Fähigkeiten und Ausdrucksqualitäten stellte. Der Film dokumentiert die Zeit während der Entstehung bis zur Uraufführung des Stücks.

Der Ball
Kurzspielfilm von Katja Roberts, Großbritannien 2010, 11 Min., f., empfohlen ab 8 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK1186).
Zwischen einfachen Häusern in einem Arbeiterviertel spielt Amy alleine Fußball. Jack, ein neu zugezogener Nachbarsjunge, beobachtet sie dabei von seinem Fenster aus. Die beiden nehmen auf einfallsreiche Weise Kontakt zueinander auf, eine unmittelbare Begegnung allerdings vermeidet Jack. Amy versteht das zunächst nicht und ist verärgert. Als Jack sich in einer Konfliktsituation entschieden für Amy einsetzt, entsteht die Mög-lichkeit für eine Annäherung. Die Beiden wissen sie zu nutzen und Amy kommt hinter Jacks Geheimnis – er ist gehörlos.

Berg Fidel. Eine Schule für alle
Dokumentarfilm von Hella Wenders:, Deutschland 2012, 87 Min., f. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK1223).
Die Münsteraner Grundschule Berg Fidel ist eine Modellschule, die alle Kinder des Stadtteils unabhängig von ihren Begabungen sowie Lernmöglichkeiten aufnimmt und sie während der vierjährigen Schulzeit inklusiv unterrichtet. Der Film begleitet vier der Schülerinnen und Schüler im Unterricht, auf dem Schulhof und zu Hause in ihrem familiären Alltag. Berg Fidel ist ein aufmerksamer Film über Kinder, die inklusiv lernen, erzählt aus ihrer Sicht. Wo das schulische Lernen in besonderer, Fächer übergreifender Weise in der Schule selbst zum Gegenstand gemacht wird, dürfte sich beim Ansehen diese Aufmerksamkeit auf Schüler/innen, die in anderen Situationen lernen, übertragen (lassen). Identifikationen sind möglich, Vergleiche mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen bieten sich an. (aus Vision Kino Filmtipp von Reinhard Middel vom 1.5.2012)

Mobile
Animationsfilm von Verena Fels, Deutschland 2010, 7 Min., f., empfohlen ab 6 Jahren (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen Stuttgart unter DVK1065.)
Eine große dicke Kuh hängt einsam und alleine auf der einen Seite eines Mobiles. Wie gut haben es da Hund, Schwein, Hühner, Schafe und Maus. Sie können zusammen sein – doch genau auf der anderen Seite des Mobiles. Und das ist auch gut so, wenn es nach der Meinung dieser Tiere geht. Die Kuh sehnt sich nach Gesellschaft. Doch wie soll sie Kontakt zu den anderen aufnehmen? Immerhin: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg...


Internetlinks (Stand: November 2012)


Gleichnis vom verlorenen Sohn

http://www.youtube.com/watch?v=Uko1v2vKcEc
Vierminütige Comic-Umsetzung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn, wobei der Bruder darin nicht auftaucht.

http://www.lehrer-online.de/391623.php
Ideen und Materialien zum Gleichnis vom verlorenen Sohn für den Unterricht.

http://www.arpm.org/_publikationen/download/pdf/Hartig_104.pdf
Unterrichtsentwurf zum verlorenen Sohn für die Grundschule unter den Aspekten „Schuld, Vergebung, Neuanfang“.

http://www.kreativerunterricht.de/html/gleichnis_vom_verlorenen_sohn_.html
Ideen von Arbeitsblättern bis hin zu einem Singspiel zum „verlorenen Sohn“.

Geschwister

http://digibib.hs-nb.de/file/dbhsnb_derivate_0000000289/Bachelorarbeit-Schewe-2009.pdf
B.A.-Abschlussarbeit zum Thema „Geschwisterbeziehungen. Ihr Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und ihre Darstellung in Bilderbüchern“ aus dem Jahr 2009.

Inklusion

http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/inklusion.html
Informationen zum Thema Inklusion auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg.

www.eine-schule-fuer-alle.info
Diese Internetseite wird vom Elternverein „mittendrin e.V“" aus Köln betrieben. Er will, dass Kinder – ob mit oder ohne Behinderung – zusammen zur Schule gehen können.

www.inklusion-als-menschenrecht.de
Das Online-Handbuch „Inklusion als Menschenrecht ist eine Unterseite des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Es richtet den Blick auf die Menschenrechte behinderter Menschen und ihre gesellschaftliche Teilhabe. Grundlage hierfür ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die seit 2009 auch in Deutschland gültiges Recht ist. Der Weg hin zu diesem rechtlichen Meilenstein war lang und mühevoll. Er wird im Online-Handbuch nachgezeichnet.
Wie stark sich die Haltung gegenüber Menschen mit Behinderungen, ihre Lebenssituation und auch ihre Berücksichtigung in Rechtstexten im Laufe der Zeit allein im deutschsprachigen Raum verändert haben, lässt sich durch die hier angebotenen Materialien, Informationen und Spiele als historischer Prozess in Veränderung verstehen. Unser heutiges menschenrechtliches Verständnis von Behinderung hat sich in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen entwickelt bzw. wurde erkämpft. Es ist geprägt durch historische Etappen wie das Mittelalter mit seiner Teufelsfurcht, durch wirtschaftliche Entwicklungen wie die Industrialisierung, politische Entscheidungen wie die zur Euthanasie im Nationalsozialismus, durch kulturelle Traditionen, die bestimmte Körper als „schön“ und „gesund“ bewerten, und gesellschaftliche Machtverhältnisse, die geprägt sind von Recht und Unrecht, von Diskriminierung, aber auch vom Ringen der Menschen um Recht und Gleichberechtigung.

www.inklusive-medienarbeit.de
Ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. in Kooperation mit der Tech-nischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH. Hier bloggen „Inklusions-Scouts“ regelmäßig über unterstützende Technologien, barrierefreie Spiele und weitere spannende Themen aus der inklusiven Medienpädagogik. Außerdem finden sich Informationen zu inklusiven Medienprojekten, geeigneter Soft- und Hardware und der berufsbegleitenden Weiterbildung zur inklusiven Medienpädagogik.

www.inklusionspaedagogik.de
Wie der Name sagt, gibt es hier Informationen rund um die Inklusionspädagogik.

http://kids.t-online.de/online-lernspiel-gebaerdensprache-ohne-worte-sprechen/id_13057068/index
Hier können Kinder die Gebärdensprache lernen und in einem Spiel anwenden.

www.vbs-gs.de/uploaded_files/position_2009_inklusive_bildung.pdf
Position zur inklusiven Beschulung und Bildung blinder und sehbehinderter Menschen in der BRD des Verbandes für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik e.V.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_%28P%C3%A4dagogik%29
Wikipedia-Artikel zur inklusiven Pädagogik.

 

 

 

Doris Dörrie wurde 1955 in Hannover geboren und wuchs in Hannover als Tochter einer Arztfamilie auf. Nach dem Abitur studierte sie Theaterwissenschaft und Schauspiel in Kalifornien und New York und anschließend Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. „Der erste Walzer“ heißt ihr erfolgreicher Abschlussfilm dort. Danach drehte sie als freie Mitarbeiterin verschiedener Fernsehanstalten Kinder- und Dokumentarfilme. Doris Dörries dritter Kinofilm, die Komödie „Männer“ (1985), wird im In- und Ausland ein überragender Publikumserfolg und macht sie weltweit bekannt.

Doris Dörrie arbeitet als Regisseurin, Produzentin und Autorin. Neben zahlreichen sehr erfolgreichen Erzäh-lungen und Romanen für ein erwachsenes Publikum verfasste sie auch eine Reihe wunderbarer Kinderbücher über „Mimi“ und „Lotte“. Mit „Martin“ erzählt sie eine große Heiligenlegende nach. Ihr Bilderbuch „Der verlorene Otto“ versetzt das Gleichnis vom verlorenen Sohn in eine familiäre Alltagssituation, wie sie es sich jedes Kind gut vorstellen kann. Doris Dörrie hat eine 1989 geborene Tochter und lebt in München.

Jacky Gleich, Illustratorin von „Der verlorene Otto“, geboren 1964 in Darmstadt, wuchs in der DDR auf. Sie studierte Animation in Babelsberg und Dresden und arbeitete ab 1987 in Trickfilmstudios. Seit 1995 illustrierte sie rund 50 Bücher und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland, darunter den Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Für das beim Hanser Verlag erschiene Buch hat "Opa einen Anzug an?" (Text von Amelie Fried) wurde sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Jacky Gleich lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern auf einem alten Bauernhof in Mecklenburg.

 

Markus Müller, 1984 in Villingen-Schwenningen geboren, absolvierte nach dem Abitur in Rottweil ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur beim Offenen Kanal Frankfurt/Offenbach (Bürgerfernsehsender). Von 2005 bis 2008 studierte er Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien Stuttgart (HDM) mit dem Schwerpunkt Digitaler Film und Visual Effects und schloss mit dem Bachelor of Engineering ab. Er gehörte zur deutsch-französischen Jury für den Preis „Perspektive Deutsches Kino“ auf der Berlinale 2008. Bis 2009 arbeitete Markus Müller als Freelancer im Bereich Motion Graphics und Visual Effects sowie als freier Mitarbeiter beim SWR im Bereich Design/Grafikanimation. Im Januar 2010 gründete er gemeinsam mit seinem Studienkollegen Andreas Bleiholder in Stuttgart die Firma SPURENELEMENTE (www.se-medien.de). Inzwischen arbeitet Markus Müller als freiberuflicher Filmgestalter.

Sabine Kögel-Popp, geb. 1962 in Erlangen, verheiratet, zwei Kinder, ist Diplom-Pädagogin. Sie studierte an der Universität Bamberg Pädagogik, Psychologie und Evangelische Theologie / Religionspädagogik. Von 1988 bis 1995 arbeitete sie als Medienpädagogin mit dem Schwerpunkt „Kinder und Medien“ am Religionspä-dagogischen Zentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Danach leitete sie ein Jahr lang die Evangelische Medienzentrale in Bayern. Nach den Erziehungsurlauben war sie bis 2007 als medienpädagogi-sche Referentin der Evangelischen Medienzentrale in Bayern tätig. Seit 2008 arbeitet sie als selbstständige Medienpädagogin und Autorin. Von der Autorin erschienen in dieser Edition bereits die Titel „Von Advent bis Weihnachten“, „Leben und Feiern im Kirchenjahr“, „Ente, Tod und Tulpe“ sowie „Willi will’s wissen – Wie kommen Babys auf die Welt?“. Sabine Kögel-Popp lebt mit ihrer Familie in München. 

Preise

Der verlorene Otto - Eine Alltagsgeschichte nach dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn

DVD Der verlorene Otto

44,90 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

22,50 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

149,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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