Schlüssel zum Leben - Erfahrungen in der Krabbelstube (U3)

Schlüssel zum Leben - Erfahrungen in der Krabbelstube (U3)

Dokumentarfilm von Heide Breitel
Deutschland 2012, 30 Min., FSK: Lehrmittelfreigabe. Produktion: Heide Breitel Filmproduktion i.A. der Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart 

Wir erleben den Tagesablauf in einer Frankfurter Krabbelstube. Die Erzieherinnen begegnen den Kleinkindern sehr ruhig, liebe- und respektvoll. Jeder Handgriff - etwa bei der Pflege - wird dem Kind auch verbal angekündigt und auf das individuelle Tempo des Kindes abgestimmt. Die Kinder sollen sich geborgen fühlen. Rituale wie Singen und Beten vermitteln nicht nur Sicherheit sondern ein Wertegefüge, das auch Eltern anderer Religionen schätzen. Gespräche mit den Bezugspersonen beim Bringen und Abholen runden den ganz auf das Kindeswohl abgestimmten, kommunikativen Umgang ab. 

Den gesellschaftspolitischen Ausgangspunkt, einen Film über Krabbelstuben zu produzieren, bildete natürlich das bundesweit geltende Gesetz, ab August 2013 jedem Kind unter drei Jahren einen Krippenplatz zur Verfügung zu stellen. Uns war bewusst, dass es jede Menge kluge Fachliteratur zum Umgang mit den ganz Kleinen in der institutionellen Betreuung gibt. Allerdings fehlten Praxisbeispiele, die ganz konkret zeigen, was das vor Ort im Alltag bedeutet. So etwas kann ein Film anschaulicher leisten als Literatur.

Zielgruppe: Sek. II, Aus- und Fortbildung, Elternarbeit
Stichworte: Kinderkrippe, Urvertrauen, Bindung, Werte
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Fächerzuordnung: Ethik/Religion, Pädagogik

Video
Video

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD [PDF, 92 KB]
Informationen und Inhaltsübersicht zur DVD

Arbeitsanregung: Kita-Umstellung [PDF, 93 KB]
zur Aufnahme von Kindern unter 3 Jahre

Beispiel für eine Doppelstunde [PDF, 111 KB]
"Das heutige Bild vom Kind"

Checkliste zur Umstellung von KiTas [PDF, 96 KB]
zur Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren

Infoblatt [PDF, 80 KB]
Die ´goldenen Regeln´ der Kleinkindpädagogik

Kommentierte Medientipps und Internetlinks

Von Dietmar Böhm, Regine Böhm, Edith Gramm und Ina Hochreuther


Literatur

Allgemeine und spezielle Fachliteratur zur frühkindlichen Bildung und Erziehung:

Aufwachsen mit Gott – Religionspädagogische Bausteine für die Arbeit mit Eltern und Kinder bis 3 Jahren, Hg.: Bundesarbeitsgemeinschaft der kath. und evang. Familienbildungsstätten, Maria Heun, Ulrich Walter / Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung, Düsseldorf 2011.

Bertelsmann Stiftung, Staatsinstitut für Frühpädagogik (Hg.): Wach, neugierig und klug – für Kinder unter 3. Ein Medienpaket für Kitas, Tagespflege und Spielgruppen. Verlag Bertelsmann Stiftung Gütersloh o.J.

Bertelsmann Stiftung, Staatsinstitut für Frühpädagogik (Hg.): Wach, neugierig und klug – für Kinder unter 3. Ein Fortbildungshandbuch. Verlag Bertelsmann Stiftung Gütersloh, 2008.

Christiane Bethke, Sonja Adelheid Schreiner (Hg.): Die Jüngsten kommen – Kinder unter drei in Kindertageseinrichtungen. Verlag das Netz, 2009 (NF 74).

Albert Biesinger / Friedrich Schweitzer: Religionspädagogische Kompetenzen. Zehn Zugänge für pädagogische Fachkräfte. Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2013.
Das Buch bietet interreligiöse Grundinformationen für Erzieher/innen und pädagogische Fachkräfte und bahnt den Erwerb von religionspädagogischen Kompetenzen an. Es geht bewusst von der Bedeutung von Religion und religiöser Begleitung für die Kinder aus, fragt aber auch intensiv nach den Erzieherinnen und deren möglichen Schwierigkeiten im pädagogischen Alltag.

Bodenburg, Inga / Kollmann, Irmgard: Frühpädagogik – arbeiten mit Kindern von 0 bis 3 Jahren. Köln 2011.

Antje Bostelmann (Hg.): Das Portfolio-Konzept für die Krippe. Verlag an der Ruhr, 2008. (Nf 58)

Christel van Dieken: Was Krippenkinder brauchen (Bildung, Erziehung und  Betreuung von unter Dreijährigen). Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2008. (NF 44).

Gott in der Krippe. Religiöse Bildung von Anfang an. Hg.: Diakonisches Werk der Evangelischen-lutherischen Landeskirche Hannovers e.V. in Zusammenarbeit mit Pädagogische Akademie Elisabethenstift Darmstadt, Religionspädagogisches Institut Loccum, Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, Fachbereich Kindertagesstätten in Darmstadt, Juli 2012.

Susanne Hartmann, Georg Hohl, Peter Renk, Peter A, Scherer, Ute Walker (Hg.): Gemeinsam für das Kind. Erziehungspartnerschaft und Elternbildung im Kindergarten. Verlag das Netz, 2007. (NF 54)

Matthias Hugoth: Handbuch religiöse Bildung in Kita und Kindergarten. Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2012.

Matthias Hugoth, Alexandra Fritz (Hg).: Ethik, Religion & Philosophie. Cornelsen Verlag, 2009. (NF 71)

Kindergarten heute spezial: Kinder unter 3, Bildung, Erziehung und Betreuung von Kleinstkindern (NF 57).

Kindergarten heute – spot: – So geht´s – Kleinstkinder in Krippe und Kita (NF 56).

Hans-Joachim Laewen / Beate Andres / Eva Hédervári: Ohne Eltern geht es nicht: Ein Modell zur Eingewöhnung von Kindern in Krippen und Tagespflegestellen. Cornelsen Scriptor, Berlin 2007. 

Hans-Rudolf Leu: Bildungs- und Lerngeschichten. Bildungsprozesse in früher Kindheit beobachten, dokumentieren und unterstützen. Verlag das Netz, 2007.

Menschenskinderlieder  Nr.1 und 2, Zentrum der Verkündigung der EKHN (Hg.), Frankfurt a.M. 2004, 20. Auflage, Homepage: www.zentrum-verkuendigung.de. 

Mienert, Malte / Vorholz, Heidi: Kleine Kinder – große Schritte. Grundlagen der pädagogischen Arbeit mit Krippenkindern. Köln 2009. 

Religion von Anfang an. Religionspädagogik mit Kindern bis drei Jahren in Kindertageseinrichtungen. Hg.: Religionspädagogisches Institut der Evangelischen Landeskirche Baden, Pädagogisches-Theologisches Zentrum der Evangelischen Landeskirche Württemberg, Diakonie Baden-Diakonisches Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden, Referat Kindertageseinrichtungen für Kinder, Evangelischer Landesverband für Kinder in Württemberg e.V., April 2010. 

Wo Glaube wächst und Leben sich entfaltet. Der Auftrag evangelischer Kindertageseinrichtungen. Eine Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Gütersloher Verlagshaus 2004, 2. Auflage.

 

Literatur zur Eingewöhnung in Kinderkrippen: 

Laewen, Hans Joachim / Andres, Beate / Hédervári, Éva 2009 (5.Auflage): Die ersten Tage – ein Modell zur Eingewöhnung in Krippe und Tagespflege. Cornelsen Verlag, Berlin 2009, 5. Auflage.

Dies.: Ohne Eltern geht es nicht. Beltz Verlag, Weinheim 2006. 

Laewen, Hans Joachim / Andres, Beate: Ich verstehe besser, was ich tue. Berlin 1993.

van Dieken, Christel: Ganz nah dabei – Eingewöhnung von 0 bis 3-Jährigen in die Kita. Cornelsen Verlag, Berlin 2012. 

Viernickel, Susanne / Völkel, Petra (Hg.): Bindung und Eingewöhnung von Kleinkindern. Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2009.

Winner, Anna / Erndt-Doll, Elisabeth: Anfang gut? Alles besser! Ein Modell für die Eingewöhnung in Kinderkrippen und anderen Tageseinrichtungen für Kleinkinder. Verlag das netz, Berlin und Weimar 2009. 

 

Literatur zu kultursensitiven Krippenpädagogik:

Borke, Jörn / Bruns, Hanna u.a. 2013: Kultursensitive Krippenpädagogik. Anregungen für den Umgang mit kultureller Vielfalt. Verlag das netz, Berlin und Weimar 2013.

Keller, Heidi: Kinderalltag. Kulturen der Kindheit und ihre Bedeutung für Bindung, Bildung und Erziehung. Heidelberg 2011. 

Otto, Hiltrud / Keller, H.: Bindung und Kultur. Nifbe Themenheft Nr. 1, o.J. (Bezug: Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung – www.nifbe.de).

  

Literatur zum Thema „Krippenkinder und Bilderbücher“:

Fischer, Sibylle: Fragen lesen. Bilderbücher dialogisch betrachten. In: Kleinstkinder, Heft 1 / 2013, S. 24 – 26. 

Kümmerling-Meibauer, Bettina: Mit Kleinkindern Bilderbücher betrachten. In Neuss, Norbert: Grundwissen Krippenpädagogik. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. Berlin 2012.

Plaga, Friederike: Bilderreich & wortgewandt. Kindliches Bildverstehen und Frühpädagogik. München 2012. 

Wolf, Maryanne: Das lesende Gehirn. Wie der Mensch zum Lesen kam – und was es in unseren Köpfen bewirkt. Heidelberg 2012, 2. Auflage.

 

Literaturhinweise zu Kinderreimen und -versen sowie Fingerspielen: 

Arndt, Marga / Singer, Waltraut (Hg.): Das ist der Daumen Knuddeldick. Über 500 Fingerspiele und Rätsel. Ravensburg 2004.

Austermann, Marianne / Wohlleben, Gesa: Zehn kleine Krabbelfinger. Spiel und Spaß mit unseren Kleinsten. München 1994 – gibt es auch als Hör-CD. 

Brucker, Bernd: Fingerspiele. Klassiker und neue Ideen für Babys und Kleinkinder. München 2008, 4. Auflage.

Hering, Wolfgang u.a.: Fingerspiele-Hits. Münster 2012. 

Herring Wolfgang: Kunterbunte Fingerspiele. Münster 2006

Pousset, Raimund: Fingerspiele und andere Kinkerlitzchen. Spiel-Lust mit kleinen Kindern. Reinbek bei Hamburg 1991.

 

Audiovisuelle Medien 

 

Babys

Dokumentarfilm von Thomas Balmés, Frankreich 2009, 78 Min., f., FSK: o.A.,
(Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter
DVK1004)
Sie heißen Ponijao, Bayar, Mari und Hattie. Geboren in Namibia, in der Mongolei, in Japan und in den USA. Einfühlsam begleitet die Kamera die neuen Erdbewohner vom ersten Atemzug bis zu den ersten Schritten auf wackeligen Beinen. Zwei von ihnen leben fernab der Zivilisation, die beiden anderen mitten in der Großstadt. Doch so verschieden die Kulturen sind, in denen sie aufwachsen, wenn Babys glucksen, lachen oder weinen, klingt es überall auf der Welt gleich. Der Film macht in authentischen Bildern deutlich, dass es keine Rolle spielt, ob sie in einer Jurte oder in einem Hochhaus-Apartment ihre Umgebung entdecken, Vertrauen und Ängste entwickeln, Geborgenheit suchen und Liebe brauchen. Über verschiedene Erdteile hinweg spannt der französische Regisseur Thomas Balmés, selbst Vater von drei Kindern, den Bogen seiner poetischen Beobachtungen. Mit verblüffend intimen, aber nie voyeuristischen Bildern dokumentiert er, wie sich vier kleine Persönlichkeiten im ersten Lebensjahr entwickeln. Dabei fängt er die anrührendsten, lustigsten und unbeschwertesten Momente auf dem Weg ins Leben ein.

Infans-Videos – 6 Filme auf einer DVD: Die ersten Tage in der Krippe. Beispiele für eine kürzere und eine längere Eingewöhnungszeit. Hg.: Infans (Institut für angewandte Sozialisationsforschung / Frühe Kindheit e.V. in Berlin. 

Ganz nah dabei – Raumgestaltung in Kitas für 0- bis 3-Jährige
Dokumentarfilm von Christel van Dieken und Julian van Dieken, Deutschland 2013, 45 Min., f., Hg.: Cornelsen Verlag mit Begleitbuch über 104 Seiten.
Was benötigen Kinder unter drei Jahren und wie müssen Räume beschaffen sein, damit sie beste Entwicklungschancen haben? Dieser Frage geht die DVD nach. Der Film präsentiert Praxisbeispiele und Expertengespräche zur Planung, zum Bau, zur Ausstattung und zur Konzeptionsentwicklung. Eingeflossen ist eine einjährige Zusammenarbeit mit 13 verschiedenen Kitas. Das Begleitbuch ergänzt den Film um wichtige Hintergrundinformationen und Anregungen zur Bearbeitung des Themas.
 

Kleine Eroberer – Wie Babys die Welt entdecken
Dokumentarfilm von Doris Metz, Deutschland 2009, 44 Min., f.
(Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1069)Die Dokumentation zeigt, welch ungeheure Lernleistungen Kinder in ihren ersten drei bis vier Lebensjahren vollbringen können. Sie wollen die Welt erkunden und erobern, sie wollen in Kontakt treten mit ihrem Gegenüber – und zwar vom ersten Atemzug an. Lange dachte man, dass bewusstes Kommunizieren erst mit der Sprache beginnt. Doch die vorsprachliche Kontaktaufnahme zur Welt ist der Anfang aller Kommunikation und allen Lernens. Bereits mit wenigen Monaten weiß ein Säugling sein herzzerreißendes Weinen gezielt einzusetzen. Er hat den Zusammenhang von Ursache und Wirkung verstanden. Der Film erzählt in Alltagsbeobachtungen und kleinen Versuchsanordnungen die wichtigsten Stadien der kommunikativen Entwicklung hin zum Ich.

Krippenkinder – Familie und Tagesbetreuung in gemeinsamer Verantwortung
Dokumentarfilm von Heike Mundzeck und Holger Braack, Deutschland 2011, 70 plus 23 Min., f., i.a. v. Deutsche Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.v.
Neue Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie und Frühpädagogik, aber auch gesellschaftliche Veränderungen machen die frühe, Familien ergänzende Betreuung junger Kinder in Krippen und Kindertagespflegestellen für viele Eltern attraktiv. Bereits heute geht mehr als jedes fünfte Kind unter drei Jahren in frühe Tagesbetreuung. Auch die Politik hat diese Entwicklung aufgegriffen. Ab dem 01.08.2013 haben Kinder mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in Krippe oder Kindertagespflege. Zugleich sind viele Eltern verunsichert. Sie wissen mitunter nicht, inwieweit der Trend zur Tagesbetreuung auch dem Wohl ihres Kindes entspricht. Der Film „Krippenkinder“ zeigt an anschaulichen Beispielen, unter welchen Voraussetzungen schon Ein- bis Dreijährige von Tagesbetreuung profitieren und wie die so wichtige Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Krippe zum Wohl des Kindes gelingt.

Wach, neugierig, klug – Kinder unter 3
Medienpaket mit Themenkarten, CD-ROM, DVD und Begleitheft von Beate Irskens, Bielefeld 2006.
(Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter
MP4335)
Welche Bildungsimpulse brauchen Babys und kleine Kinder in ihren ersten Lebensjahren? Wie können Erwachsene wesentliche Anregungen geben und den individuellen Entwicklungsanforderungen der Kinder Rechnung tragen? Welches Rahmenkonzept unterstützt Erzieherinnen und Tagesmütter dabei? Die Arbeit mit Babys und Kleinkindern ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Das Medienpaket stellt Babys und Kleinkinder in den Mittelpunkt. Es vermittelt Basiswissen für ihre Entwicklung und Anregungen für eine bessere Qualität der praktischen Arbeit. Eine Einführungsbroschüre und 16 Themenkarten (Starke Kinder / Kommunikationsfreudige Kinder / Aktiv lernende Kinder / Gesunde Kinder) informieren und machen Vorschläge für die Praxis, nennen Herausforderungen und Probleme. Ein DVD-Film zeigt Kinder und Erwachsene in unterschiedlichen Situationen – wie sie zusammen leben, gemeinsam lernen und miteinander umgehen. Eine CD-ROM enthält weiterführende fachliche und praktische Informationen, und ein Poster illustriert die Hauptthemen des Medienpakets.

 

 

Linktipps (Stand: Juni 2013)

 

Allgemeine Hinweise: 

http://www.bildungsserver.de/Kinder-unter-drei-in-Kitas-3516.html
Hinweise zum „Thema Kinder unter drei Jahren in Kitas“ auf dem Deutschen Bildungsserver.

http://www.bildungsserver.de/Filme-Videos-DVDs-zur-fruehpaedagogischen-Arbeit-4729.html
Filmhinweise zur frühpädagogischen Arbeit auf dem Deutschen Bildungsserver.

http://www.evang-kindergarten.de/
Evangelische Kindertageseinrichtungen in Stuttgart stellen sich vor. 

http://www.statistik-bw.de/GesundhSozRecht/Indikatoren/SZ-KJ_betreuungsquote.asp
Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren auf der Homepage des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg.

http://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/bep/unterdrei.phpHinweise des Bayerischen Staatsministeriums zum Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder unter drei Jahren. 

www.nifbe.de
Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung.

http://www.kinder-unter3.de/
Infoportal zum Thema „Kinder unter drei Jahren“: Unterseite des kommerziellen Anbieters Wehrfritz.

http://www.familie-und-krippe.de/
Website zum o.g. Film „Krippenkinder“.

 

Literatur-Linktipps:

 

http://www.kleinstkinder.de/zeitschrift/ausgabe/aktuelle_ausgabe_html
Homepage der Zeitschrift „Kleinstkinder in Kita und Tagespflege“ des Herder-Verlags.

http://www.kleinstkinder.de/praxisideen/fingerspiele/fingerspiele_reime_html
Ebd.: Spielideen für Kinder unter 3 Jahren.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_16338__2.pdf
Qualität für Kinder unter DREI in Kitas. Empfehlungen an Politik, Träger und Einrichtungen. PDF der Bertelsmann-Stiftung zum Herunterladen.

http://www.lvr.de/app/resources/leitfaden_kinder_unter_3_jahren.pdf
Leitfaden für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen. Eine Arbeitshilfe für Jugendämter, Träger, Einrichtungen, Fachberatung. Hg.: Landschaftsverband Rheinland, Amt für Kinder und Familien, Landesjugendamt, Dezernat 4 – aus 2006 als PDF zum Herunterladen.

www.kinderreime.net
Private Homepage mit Kinderreimen und Kinderliedern

www.kleinkind-online.de/seiten/fingerspiele/
Private Homepage mit Kinderreimen, Kinderliedern, Fingerspielen u.v.m

Heide Breitel

Durch und durch Berlinerin ist die Filmemacherin Heide Breitel. In dieser Stadt erblickte sie 1941 das Licht der Welt. Hier besuchte sie die Schule, machte eine Lehre in einem Fotoatelier und arbeitete anschließend drei Jahre als Fotolaborantin und Fotografin. Als Neunzehnjährige startete sie eine weitere Ausbildung. Eigentlich
wollte sie Kamerafrau werden, aber das war 1960 noch eine reine Männerdomäne. Der Leiter der Filmabteilung vom Sender Freies Berlin lächelte über ihren Wunsch nur milde und bot ein Volontariat als Filmcutterin an, das sie annahm.

1962 wurde das Zweite Deutsche Fernsehen gegründet und Heide Breitel ging als Filmcutterin nach Mainz. Die Liebe zog sie wieder zurück nach Berlin. 1963 wurde Sohn Stefan geboren, woraufhin sich Heide Breitel drei Jahre lang vorwiegend um ihre Familie kümmerte. Dann kamen freiberufliche Tätigkeiten dazu, als Filmcutterin, Script- und Regieassistentin bei Film und Fernsehen.

Zwischen 1973 und 1979 arbeitete sie als Dozentin für Filmgestaltung und Filmschnitt an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (DFFB). In diesen Zeitraum fällt auch der Beginn ihres eigenen Filmschaffens und mündete 1980 schließlich in die Gründung der „Heide Breitel Filmproduktion“. Seitdem arbeitet sie als
selbstständige Filmemacherin mit dem Schwerpunkt Dokumentation.

Viele ihrer meist in Koproduktion mit Fernsehsendern ( ZDF, WDR, NDR, arte ) entstandenen Filme liefen auf Filmfestivals und fanden den Weg ins Kino. In kommunalen oder Arthaus-Kinos sieht Heide Breitel ihre Filme gut aufgehoben. Denn in den Kinoräumen fiele die Fernsehanonymität weg und man bekäme direkten Kontakt mit seinem Publikum.

Das macht Sinn, weil Heide Breitels Themenspektrum stark sozialpolitisch geprägt ist. Sie ist jemand, die immer den Puls der Zeit spürt, ohne „zeitgeistig“ zu sein. Im Gegenteil, liegen ihr doch besonders schwierige Inhalte am Herzen, sei es die Hospizbewegung, wie 1990 in „Dasein“, Kinder mit dem Down-Syndrom und ihre
Familien in „Ich kann das schon“ (2000/02) oder neurobiologische Forschungen ganz praktisch an einer Schule vor Ort vermittelt und umgesetzt („Aus Erfahrung klug“, 2004/05).

„Bewusstseinserweiternd“ nennt Heide Breitel diesen Ansatz. Und wer ihre Filme kennt, weiß, dass das zutrifft. Faszinierend wirkt auch die Unbefangenheit, mit der von ihr Porträtierte vor der Kamera agieren. Man vermutet lange vertrauensbildende Maßnahmen, die voraus gegangen sein müssen und staunt dennoch. Dabei
ist es gar nicht so kompliziert. „Es geht darum, Menschen ernst zu nehmen, ihnen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, ihnen die Scheu zu nehmen, aber auch die eigene abzubauen“, beschreibt Heide Breitel ihre Arbeitsweise. So bestand sie etwa vor den Dreharbeiten zu dem Film, um den es hier geht, „Die Nacht wird
hell“, darauf, Zeit mit den Kindern zu verbringen. Sie stellte ihnen ihr Team vor, alle erklärten ihr Arbeitsgerät, von den Kameras bis zur Tonangel und so entwickelte sich eine entspannte Atmosphäre, welche die Kinder dann während der Aufzeichnung der Schulstunde die anwesende Filmcrew nahezu vergessen ließ.

Im Laufe von Heide Breitels langjährigem Filmeschaffen haben sich enge berufliche Bezüge oder eben Freundschaften zu Menschen entwickelt, die sie scherzhaft als ihre „Filmfamilie“ bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise Elfi Mikesch, Lilly Grote, Ralf Netzer und Thomas Ladenburger, die auch bei „Die Nacht wird hell“ mitgewirkt haben. Nur so können Experimente wie dieser Film klappen. Halten wir die Augen auf nach Produktionen dieser Leute, die unter anderem das Anliegen verbindet, mit ihren Filmen – poetisch ausgedrückt – „die Liebe wieder auf die Welt zu bringen“.

Filmografie (Auswahl):

1977 DER LETZTE KUSS
Dokumentation über Arbeitsbedingungen von Fabrikarbeiterinnen ( WDR )
16mm – s/w – 45 Minuten
Autorin zusammen mit
Riki Kalbe, Eva Maria Hammel, Christel Sudau

1978 VERGESST ES NICHT WIE ES BEGANN
Dokumentation über Ernst Busch ( ZDF )
16mm – Farbe – 60 Minuten
Autorin zusammen mit Karl Siebig, Johann Feindt, Klaus Volkenborn

1980 DIE KLEINEN KLEBERINNEN
Dokumentation über Montage im Stummfilm ( WDR, NDR )
16mm – Farbe – 55 Minuten
Autorin zusammen mit Eva Maria Hammel
Regie und Produktion

1981 ZWISCHEN DEN BILDERN
Zwei Dokumentationen für das ZDF
16mm – Farbe – 60 Minuten
1.) MONTAGE IM ERZÄHLKINO
Autorin zusammen mit Hans Helmut Prinzler, Klaus Feddermann
Regie und Montage
2.) MONTAGE IM DOKUMENTARISCHEN FILM
Autorin zusammen mit Hans Helmut Prinzler
Regie und Montage

1982 IM JAHR DER SCHLANGE 40. Geburtstag, eine Zwischenbilanz
Dokumentarspiel für ZDF und Kino
Buch, Regie und Montage
16 mm – Farbe – 90 Minuten
Prädikat: besonders wertvoll
Max Ophüls Förderpreis 1983

1983 WENN DER WALD STIRBT, STIRBT DIE SEELE
Dokumentation für Inter Nationes in der Reihe „As Woman see it“
16mm – Farbe – 30 Minuten
Autorin zusammen mit Eva Maria Hammel
Regie und Montage

1984 DIE GLÄSERNE KUGEL
Kinderspielfilm für das ZDF
16 mm – Farbe – 30 Minuten
Buch, Regie und Produktion

1985 FALSCH GELOBT
Kinderspielfilm für das ZDF
16 mm – Farbe – 30 Minuten
Regie und Produktion

1985 / 86 FRANCESCA
Spielfilm von Verena Rudolf
16 und 35 mm – Farbe – 93 Minuten
Produktion und Künstlerische Mitarbeit
Max Ophüls Preis 1987, Deutscher Filmpreis 1987, Filmband in Silber

1987 ICH BIN NICHT SCHÖN – ICH BIN VIEL SCHLIMMER
Gerty Molzen: vom Opernstar zum Tingeltangel
Dokumentation für den NDR
16 mm – Farbe – 75 Minuten
Buch, Regie und Produktion

1988 / 89 LERNEN KÖNNEN JA ALLE LEUTE
Das Modell Harburg / Behinderte lernen Kulturtechniken
Drei Dokumentarfilme, 16mm – Farbe
Fernseh-Co-Produktion und Kino
NDR und Hamburger Filmförderung
1.) SCHWINDELFREI - 47 Minuten
2.) BEIDE SEITEN GLEICH - 56 Minuten
3.) L UND I HEISST LIEBE - 90 Minuten
Regie, Montage und Produktion; Prädikat: wertvoll
1990 / 91 DASEIN Leben im Hospiz, Lebenshilfe statt Sterbehilfe
Dokumentarfilm, 16 mm – Farbe – 89 Minuten
Fernseh-Co-Produktion und Kino
Buch, Regie, Montage und Produktion
Prädikat: besonders wertvoll

1993 / 94 DIE UMARMUNG DER WEISSEN SCHWESTER Geistheilung in Mexiko
Beta SP – 44 Minuten
Dokumentation für den NDR
Buch, Regie, Montage und Produktion

1994 EIN WEG ZUM NACHBARN Europäischer Jugendaustausch
Beta SP – 44 Minuten
Dokumentation für den BBJ, ausgestrahlt vom ORB
Buch, Regie, Montage und Produktion

1995 LEBEN IST EINE REISE Hans Helfriz – Lebenskünstler
Beta SP – 44 Minuten
Dokumentation für Ufa non fiction
Buch, Regie, Montage

1997 / 99 LEBEN Geburt und Tod, leben mit der Endlichkeit
Dokumentarfilm, Kino
Beta SP und 16 mm – Farbe – 81 Minuten
Buch, Regie, Montage und Produktion

2000 / 2002 ICH KANN DAS SCHON Leben und Lernen von Kindern mit Down Syndrom
Dokumentarfilm für ZDF/ ARTE
DV-CAM – Beta Digital – Farbe – 87 Minuten
Buch, Regie, Montage und Produktion

2004 / 2005 AUS ERFAHRUNG KLUG Ein Schulmodell
Dokumentarfilm für ZDF/ ARTE
DV-CAM – Beta Digital – Farbe – 58 Minuten
Buch, Regie, Montage und Produktion

2006 DIE NACHT WIRD HELL (auch als DVD complett erhältlich)
Aufzeichnung einer Religionsstunde und Zusatzmaterial für eine DVD.
Für EVANGELISCHES MEDIENHAUS GmbH
DV-CAM – Beta Digital – Farbe – 120 Minuten
Regie, Montage, Produktion

2008 SPIELZONE Im Sog virtueller Welten
Dokumentarfilm für ARTE
DV-CAM – Beta Digital – Farbe – 69 Minuten
Buch, Regie, Schnitt
Kurzfassung von SPIELZONE auch als DVD complett erhältlich
UMTAUSCH AUSGESCHLOSSEN – ES GIBT NUR EINE SCHÖPFUNG, 1 & 2
auch als DVD complett erhältlich
darunter: „Geliehen – nicht geschenkt. Berthold Weber, Bauer in der achten Generation“.
i.A. der Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart, 19 Min. /
„350 Meter bis zum Bäcker. Wie wir das Klima verändern“. i.A. der Evangelisches
Medienhaus GmbH in Stuttgart, 10 Min. /
„Pferdestärken – Biodiesel aus Lebensmitteln?“. i.A. der Evangelisches Medienhaus
GmbH in Stuttgart, 8 Min. /
„Haus ohne Heizung. Die Kraft der Sonne und des Windes“. i.A. der Evangelisches
Medienhaus GmbH in Stuttgart, 13 Min. /

2008/2009 „Strom aus der Wüste. Das Aufwindkraftwerk“. i.A. der Evangelisches
Medienhaus GmbH in Stuttgart, 18 Min. 

 

Dietmar Böhm ist Dozent an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Stuttgart. Nach seiner Ausbildung zum Erzieher und mehrjähriger Berufstätigkeit studierte er Politologie, Erziehungswissenschaft und Germanistik und schloss mit dem Magister Artium (M.A.) ab. Heute arbeitet er als Medienreferent, Multimediaberaterfür Schulen sowie als Referent und Leiter von Fortbildungen, u. a. zu Fragen der Medienpädagogik und des interkulturellen Lernens.Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen von ihm wie das "Handbuch Interkulturelles Lernen", "Mobile kompakt: Lesen, klicken, lauschen. Mit Kindern Medien entdecken".Dietmar Böhm verfasste schon mit Anja Köpnick gemeinsam das Begleitmaterial zu den drei DVD complett – prima vista „Was sagt der kleine Bär?“, „Größerwerden ist kein Kinderspiel“ und „Was zum Leben gehört“.Gemeinsam mit Heidrun Bleiholder und Regine Böhm erarbeitete er das Material zu „Immer wieder Familienslalom“ in dieser Edition. 

Regine Böhm ist Lehrkraft an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Stuttgart. Sie unterrichtet verschiedene pädagogische Handlungsfelder und betreut Schüler/innen in der praktischen Ausbildung. Sie studierte an der FU Berlin und schloss dort als Diplompädagogin ab. Danach arbeitete sie in unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, u.a. als Leiterin einer Kita in Frankfurt/M. Sie ist Mitautorin des „Handbuchs Interkulturelles Lernen“ und veröffentlichte verschiedene Artikel in einer Fachzeitschrift für Erzieherinnen. Daneben ist sie auch in der Fortbildung von Erzieherinnen tätig. Gemeinsam mit Heidrun Bleiholder und Dietmar Böhm schreib sie das Begleitmaterial zur DVD complett - prima vista „Immer wieder Familienslalom“. 

Edith Gramm, geboren 1951, Diplom-Sozialpädagogin, Medienreferentin und Coach, verheiratet, zwei Söhne und seit Dezember 2012 im Ruhestand, arbeitete fünfzehn Jahre lang als Leiterin verschiedener Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Neben der Berufsausübung absolvierte sie Zusatzausbildungen zur Medienreferentin bzw. zum Coach. Von 1991 bis 2012 war sie unter anderem als Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen beim Ev. Kirchenkreis Stuttgart mit den Themenschwerpunkten Medienpädagogik, Religionspädagogik, Kinder unter drei Jahren sowie in rechtlichen Fragen im Bereich Kindertageseinrichtungen tätig.
Edith Gramm ist freiberuflich aktiv als Fortbildnerin und Referentin im Bereich Kindertagesstätten, an Fachschulen für Sozialpädagogik sowie im Bereich Erwachsenenbildung. Sie leitet ehrenamtlich Gruppen und Kreise verschiedener Altersstufen in evangelischen Kirchengemeinden und arbeitet als Couch für Menschen aus verschiedenen Arbeitsfeldern. 

Preise

Schlüssel zum Leben - Erfahrungen in der Krabbelstube (U3)

DVD Schlüssel zum Leben - Religiöse Erfahrungen in der Krabbelstube

79,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

29,80 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

249,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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