Spuren entdecken - Schauplätze zur Zeit Jesu

Spuren entdecken - Schauplätze zur Zeit Jesu

Kompilationsfilm von Silke Stürmer. Schnitt: Hans-Joachim Winter. Mit Aufnahmen u.a. aus „Das Land, aus dem Jesus kam“ von Jörg Zink, 1974 sowie aus „Golden Globe: Israel – Heiliges Land zwischen drei Meeren“, 2006, hrsg. von Komplett Media.
Deutschland 2010 – 16 Min. – Farbe – FSK: Lehrmittelfreigabe. Produktion: TV-Studios Leonberg i.A. der Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart.

Der Film zeigt Szenen aus dem Leben von Menschen in Palästina und Israel. Zu einem Drittel handelt es sich um historische Filmquellen. Gerade dieses Anfang der 70er Jahre im letzten Jahrhundert gedrehte Material vermittelt, wie das Leben zur Zeit Jesu ausgesehen haben könnte. Jesus war Wanderprediger, Wundertäter, Unruhestifter – einer, der nicht in Vergessenheit geriet, sondern von dem man sich bis heute erzählt, von seinen Geschichten, seinem Leben, seinem Tod. 

Der „Klassiker“ des Religionsunterrichts, „Das Land, aus dem Jesus kam“ von Jörg Zink, erfährt hier eine behutsame Modernisierung. Die Neufassung „Spuren entdecken“ führt ebenfalls an Stätten und in Gebiete, in denen Jesus einst lebte und wirkte. Dabei orientiert sich der zeitgemäße Kommentar an Themen des Bildungsplans für den Religionsunterricht in Baden-Württemberg. Er geht vom heutigen Leben in Israel und Palästina aus und schafft es doch, eine Brücke in die Vergangenheit von vor 2.000 Jahren zu schlagen. So werden Worte und Bilder aus den Evangelien nahezu plastisch.

Vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlen

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Palästina. Vor rund 2.000 Jahren hat Jesus hier gelebt. Seine Geschichten sind bis heute aktuell...

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Nazareth. Heute leben dort, wo Jesus aufgewachsen ist, viele Araber.

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Der See Genezareth. "Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken", sagt Jesus und tafelt mit den damals Verachteten.

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD [PDF, 31 KB]
Inhaltsverzeichnis, Gliederung, Materialübersicht

Jesus eckt an [PDF, 33 KB]
Unterrichtsentwurf für die Sekundarstufe 1

Arbeitsblatt [PDF, 28 KB]
Jesus und die Parteien

Titelbildsuche [PDF, 182 KB]
6 Jesusbilder zur Auswahl

Der Text [PDF, 36 KB]
Vollständiger Wortlaut des Filmkommentars

Kommentierte Medientipps und Internetlinks


Literatur

Jesus:

Klaus Berger: Wer war Jesus wirklich? Gütersloher Verlagshaus, 1999.
Jesus von Nazareth – Stein des Anstoßes und Urbild des vollkommenen Menschen? Was tragen Judentum, das Johannesevangelium und die kaum bekannten Evangelien außerhalb der Bibel zu diesem Bild bei? Klaus Berger misstraut dem zurechtgestutzten Jesusbild und versucht, die Konturen des wirklichen Jesus nachzuzeichnen. So entsteht ein überraschendes Mosaik von Jesus und seiner herausfordernden Botschaft.

Paul Hoffmann: Jesus von Nazareth und die Kirche – Spurensicherung im Neuen Testament. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2009. 
Was sagt die Bibel zur Entstehung der Kirche? Der renommierte Neutestamentler Paul Hoffmann zeigt anhand des biblischen Befundes, dass es in der Zeit der Entstehung des Neuen Testaments verschiedene Entwicklungen der Gemeindebildung gab, von denen sich historisch eine durchsetzte. Entlang aus-gewählter Spuren, wie z.B. des Reich-Gottes-Begriffs oder der Gottesanrede "Abba", zeichnet der Autor Kerninhalte der jesuanischen Verkündigung nach und blickt auf ihre Bedeutung für den Prozess einer Ent-wicklung im frühen Christentum. Die Spurensicherung zeigt die Vielseitigkeit der neutestamentlichen Befunde im Bezug auf Jesus und Kirche und bietet exegetisch begründete Möglichkeiten für ein Kirche-Sein im 21. Jahrhundert. 

Traugott Holtz: Jesus aus Nazareth. Stuttgart 1999. 

Gerd Lüdemann: Der große Betrug. Und was Jesus wirklich sagte und tat. Zu Klampen Verlag, Lüneburg 1999, 3. Auflage.
Mit diesem Buch verabschiedet sich der evangelische Theologe Gerd Lüdemann vom Christentum. In einem an Jesus gerichteten Brief begründet er diesen Schritt: 'Das Allermeiste, was Du der Bibel zufolge gesagt bzw. getan hast, hast Du gar nicht getan.' In allgemeinverständlicher Weise stellt Lüdemann unechte Jesusworte und
-taten vor und vergleicht sie mit den zwar wenigen, aber dafür umso eindrucksvolleren echten Worten und Taten Jesu. Was auf diese Weise von Jesus und seiner Lehre übrigbleibt, reicht freilich nicht länger aus, um damit ein Christentum zu begründen. Deutlich wird, dass Christen sich Jesus zu allen Zeiten so zurechtgemacht haben, wie es ihren Wünschen und Interessen entsprach. Dieses bestürzende Urteil trifft nicht erst auf die Interpreten Jesu in der neuesten Zeit zu, sondern bereits auf die Verfasser der biblischen Schriften. Person und Verkündigung haben zwar die tiefe Sympathie des Autors, doch kann ihnen nicht mehr die einzigartige Bedeutung zukommen, die sie dem kirchlichen Dogma zufolge nach wie vor besitzen. Lüdemanns Ziel ist es, in verständlicher Sprache über den eigentlichen Ursprung der abendländischen Kultur aufzuklären.
 

Luise Rinser: Mirjam. Fischer-TB, Frankfurt a.M.2002, 13. Auflage.
Mirjam zu Jesus: "Den Feind lieben sagst du. Aber gibt es denn überhaupt Feinde? Ich meine, man ist doch nicht von jeher Feind. Man wird's. Aber warum? Aus Angst, aus Habsucht, aus Neid, aus Eifersucht. Aus all dem macht man sich selber einen Feind." Und Jesus zu Mirjam: "Nicht Furcht vor Strafe hält ab vom Töten des Lebens und der Seele. Nur die Erkenntnis vom Einssein alles Lebendigen schafft das Frie-densreich. Sag das den anderen. Sag es alles! Sag es tausend Mal. Dies ist mein Auftrag an dich: Lehre die Einheit alles Lebendige, lehre die Liebe." 

Luise Schottroff, Dorothee Sölle: Jesus von Nazareth, dtv, München 2007,
6. Auflage.
Jesus von Nazareth, Prophet, Prediger, Wundertäter, Gottessohn, am Kreuz gestorben, ist nicht nur für die Gläubigen, für die er durch seinen Opfertod zum Erlöser wurde, von zentraler Bedeutung. Kaum eine andere Lebensgeschichte hat das Herz und die Fantasie der Menschen durch die Jahrtausende so bewegt wie die des Nazareners. 

Elisabeth Schüssler Fiorenza: Jesus – Miriams Kind, Sophias Prophet. Kritische Anfragen feministischer Christologie, Gütersloh 1997.

Eduard Schweizer: Jesus, das Gleichnis Gottes. Was wissen wir wirklich vom Leben Jesu? Göttingen 1996.

Gerd Theißen, Annette Merz: Der historische Jesus – Ein Lehrbuch, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, 3., durchgesehene und um Literaturnachträge ergänzte Auflage.
Das Lehrbuch will über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung zum historischen Jesus informieren. Jesus wird als eine auch heute noch erkennbare, tief im Judentum verwurzelte, profilierte Gestalt dar-gestellt.
Zu allen Themen werden kurze Überblicke der Forschungsgeschichte geboten. Der Text ist didak-tisch aufgearbeitet, u.a. durch viele Übersichten und Tabellen sowie vor- und nachbereitende Aufgaben. 

Gerd Theißen, Annette Merz: Der umstrittene historische Jesus oder: Wie historisch ist der historische Jesus? In: Sigurd Daecke, Peter Sahm (Hg.), Jesus von Nazareth und das Christentum, Neukirchen-Vluyn 2000


Israel und Palästina:

Balke, Detlef: Israel. Beck Verlag, München 2009 (4., neu bearbeitete Auflage).
In keinem anderen Land der Erde sind Jahrtausende alte Traditionen und aktuelle Politik so eng verwoben, so alltäglich präsent wie in Israel. Und kaum ein Land ist so erklärungsbedürftig, so komplex und wenig durchschaubar wie Israel. Dieses Buch eines profunden Kenners bietet sich als Führer an durch die Geschichte, die wechselvolle Entwicklung des Nahost-Konflikts bis hin zur aktuellen politischen Lage nach Ende des Libanon-Krieges 2006; es beschreibt das reiche kulturelle Leben und den ganz eigenen Charakter von Städten wie Tel Aviv und Jerusalem.  

Bundeszentrale für politische Bildung / bpb (Hg.): Gisela Dachs (Autorin), israel kurzgefasst. Bonn 2010. 

Bundeszentrale für politische Bildung / bpb (Hg.): Israel. Informationen zur politischen Bildung 278. Bonn 2003, überarbeitete Neuauflage 2008. 

Flug, Noah / Schäuble, Martin: Die Geschichte der Israelis und Palästinenser (Schriftenreihe der bpb, Bd. 691). München 2007.

Senfft, Alexandra: Fremder Feind, so nah. Begegnungen mit Palästinensern und Israelis. Mit Fotos v. Judah Passow. Edition Körber Stiftung, Hamburg 2009.
Friede zwischen Palästinensern und Israelis – eine Utopie? Alexandra Senfft zeigt, dass Verständigung möglich ist. An der Basis, fern der offiziellen Politik, gibt es zahlreiche Kontakte zwischen den »Feinden«, die konstruktiv, gleichberechtigt und nicht selten sogar freundschaftlich sind. Die Nahostexpertin nimmt ihre Leser mit auf eine sehr persönliche Reise durch Israel und die palästinensischen Gebiete. Sie stellt Menschen vor, die über innere und äußere Grenzen hinweg Dialoge führen. Der Feind, das wird dabei deutlich, ist gar nicht so fremd. Eine rein politische Lösung kann es im Nahostkonflikt nicht geben, sie würde keine Aussöhnung schaffen – zu tief reicht der Konflikt in die Biografie jedes Einzelnen. Die Verwandtschaft zur Geschichte des Gegners durch das Erzählen der eigenen Lebens- und Familiengeschichte zu erkennen, ist die Basis für eine dauerhafte Verständigung, sagt Alexandra Senfft.

 
Audiovisuelle Medien

Jesus:

Jesus der Christus
Dokumentarfilm von Max Kronawitter, Deutschland 2007 (Hg.: FWU), 13 Min., f., empfohlen ab 12 Jahren. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK507.)
Das Neue Testament überliefert die Berichte und Zeugnisse vom Leben und Wirken Jesu Christi. Mit dem Titel "Christus" wird "der Gesalbte des Herrn", der "Messias" benannt, den bereits das Volk Israel als denjenigen erwartet hat, der das Heil Gottes verwirklicht. In Jesus Christus begegnet Christen die Botschaft vom Reich Gottes als Zusage und Herausforderung zur Nachfolge. Der Film veranschaulicht den biblischen Befund und die Wirkungsgeschichte, die Jesus von Nazareth als Christus bekennen lässt und schlägt damit einen Bogen zum Verständnis des christlichen Glaubensbekenntnisses. Die didaktische DVD ermöglicht durch Sequenzen, eine Bildergalerie und Lieder eine vertiefende Auseinandersetzung. Darüber hinaus bietet der ROM-Teil Hintergrundinformationen, Arbeitsblätter und didaktisches Material zur Unterrichtsgestaltung.

Jesusgeschichten
Tony White / Richard Burdett, Großbritannien 2001 (Hg.: FWU), 50 Min., f., DVD mit 5 Trickfilmen und Extras, empfohlen ab 5 Jahren. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK080.)
Die DVD bietet mit fünf Kurzfilmen und zusätzlichem Material einen Einstieg in die Bibelarbeit für Grundschulen und Kindergärten. Von der Geburt Jesu – der Weihnachtsgeschichte – bis zur Auferstehung werden zentrale Bibelstellen für die Adressatengruppe in ansprechender Form vermittelt. Die DVD enthält unter anderem Wunderheilungsgeschichten wie "Die Schwiegermutter des Petrus", "Die Heilung des Aussätzigen", "Die Heilung der Tochter Jairus", "Die Speisung der Fünftausend", "Seewandel" sowie Gleichnisgeschichten wie "Der barmherzige Samariter" und "Der barmherzige Vater". Dabei verlangen Bild und Text vom Zuschauer keine weiteren Vorkenntnisse. Zu den Filmen enthält die DVD Handreichungen zur Bibelarbeit in Grundschule und Kindergarten (69 Bilder und Unterrichtsmaterialien auf der ROM-Ebene).

Jesus von Nazareth
Dokumentarfilme von Jean Claude Bragard, Großbritannien 2001, 3 x 44 Min., f., FSK: o.A., empfohlen ab 12 Jahren. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK256.)
Experten sind sich sicher, dass Jesus tatsächlich gelebt hat und keine mythologische Heldenfigur ist. Sein Leben ist möglicherweise sogar eines der am besten bezeugten in der Antike. Der für die BBC produzierte Dreiteiler rekonstruiert mit aufwändigen Computergrafiken Stätten des damaligen Geschehens und stellt die Geschichten um Jesus von Nazareth im Licht heutiger wissenschaftlicher und archäologischer Erkenntnisse dar. 1. Die frühen Jahre Die Geschichten, die Jesu Geburt umranken, erscheinen nach heutigen Erkenntnisse glaubhafter als man vermuten würde: Den Stern von Bethlehem könnte es durchaus gegeben haben – allerdings eher als astrologisches denn als astronomisches Ereignis. Die Geschichte einer außerehelichen Schwangerschaft nur zu erfinden, wäre in damaliger Zeit ziemlich gefährlich gewesen. Der Film zeigt, wo Jesus vermutlich geboren wurde, welche Spiele er als Kind wohl gespielt hat und wie das Haus ausgesehen haben könnte, in dem er lebte. Computergrafiken rekonstruieren den Tempel von Jerusalem, wie ihn Jesus auf seiner ersten Reise erlebte. Im Mittelpunkt dieser Folge steht jedoch die Frage, warum Jesus zu predigen begann und sich auf seinen Weg machte.

Jesus von Nazareth
Ulrich Walter, Horneburg 2007, 6 Folien, f. (A5), Audio-CD, Arbeitsheft, empfohlen ab 10 Jahren. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter MP4333.)
Wer war Jesus von Nazareth? Die Unterrichtseinheit bietet die Möglichkeit, die zentrale Gestalt der Christenheit kennen zu lernen. Auf handlungsorientierte Art und Weise erschließt sich seine Lebensgeschichte wie auch seine Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen: Zum Gleichnis vom verlorenen Sohn lassen sich Frottagedrucke herstellen oder Gedanken und Gefühle der Jünger formulieren, als Jesus den Sturm auf dem See stillt. Durch eigenständige und aktive Auseinandersetzung können Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Jesu Handeln und Predigen Leitlinien zur täglichen Lebensgestaltung bieten. Die beiliegende Audio-CD enthält Lieder zum Mitsingen und Einüben.

Von Jesus erzählen: Gleichnisse und Wunder
Dietlind Fischer, Seelze 2006, Medienpaket mit einem Sammelband diverser Materialien, empfohlen ab 6 Jahren. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter MP4336.)
Beiträge zum Thema Gleichnisse und Wunder in der Grundschule mit Praxisideen zu folgenden Themen und Erzählungen: Theologische Grundlagen / Die Vision des Jesaja / Das Gleichnis vom Senfkorn / Das Gleichnis vom Feigenbaum / Der barmherzige Samariter / Wie Maler sich das Paradies vorstellen / Die Heilung des Aussätzigen / Die Heilung des Blinden / Die Heilung der gekrümmten Frau / Hände als Körpersymbole / Niki de Saint Phalles Nanas / Die Lebensgeschichte von Helen Keller. – Die Materialmappe enthält ein Heft mit Unterrichtsideen, Freiarbeitsmaterialien, Fotokarten zum Symbol "Hand", Bild-Text-Karten "Der barmherzige Samariter", Bildimpulskarten und einem Poster "Paradiesgärtlein" sowie Bildfolien mit sechs Kunstbildern.


Israel und Palästina:

Hass und Hoffnung – Kinder im Nahostkonflikt (Promises)
Dokumentarfilm von Justine Shapiro / B.Z. Goldberg / Carlos Bolado, USA / Israel 2001, 85 Min., f., FSK: o.A., empfohlen ab 14 Jahren. (Ausleihbar z.B. im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK778.)
Wie leben die palästinensischen und jüdischen Kinder mit den Spannungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen ihren Völkern? Was halten sie voneinander? Was wissen sie übereinander? Was trennt sie und was könnte sie wieder vereinigen? Diesen Fragen gehen die Autoren in ihrem Porträt von sieben Kindern nach, die vom Konflikt im Nahen Osten betroffen sind: Die israelischen Zwillinge Daniel und Yarko leben in Jerusalem in einem eher intellektuellen Milieu, spielen gerne Volleyball, haben Angst vor Omnibus-Attentaten, aber auch vor den Orthodoxen. Der frühreif wirkende Rabbinersohn Shlomo verbringt einen 12-Stunden-Tag mit religiösen Studien. Das Siedlerkind Moishe aus Beit El im West-Jordanland wohnt hinter einem schützenden Drahtzaun, bewacht von der israelischen Armee. Von den Palästinenserkindern lebt Mahmoud in Ostjerusalem, geht dort zur Schule und zur Al Aksa Moschee zum Beten. Faraj und das Mädchen Sanabel sind im Flüchtlingslager Deheische zu Hause. Beide sind bewusste Palästinenser. – Ein Zusammentreffen der Zwillinge aus Jerusalem mit den beiden palästinensischen Kindern aus dem Flüchtlingslager, das der Filmemacher B.Z. Goldberg vorbereitet, verändert ihre Sicht auf "die" Juden ebenso wie die der Zwillinge auf "die" Palästinenser. – Der Originaltitel "Promises" steht für das gelobte Land und den daraus folgenden Konflikt, der den ganzen Film durchzieht. Mehrere Preise internationaler Filmfestivals.

Das Herz von Jenin
Dokumentarfilm von Marcus Vetter und Leon Geller. Deutschland / Israel / Palästinensische Gebiete 2008 – 89 Min. – Farbe – FSK: ab 12 Jahren, empfohlen ab 14 Jahren. Hrsg. v. Ev. Medienhaus Stuttgart, 2010, erschienen und käuflich erwerbbar als DVD complett.
Während eines Feuergefechts mit palästinensischen Kämpfern erschießt im November 2005 ein israelischer Soldat den zwölfjährigen Ahmad, der im Spiel ein Plastikgewehr schwenkt. Der Dokumentarfilm setzt ein, als der Vater des Jungen vor der schweren Entscheidung steht, ob er die Organe seines Sohnes, darunter auch das Herz, an die Kinder seiner Feinde spenden soll. Schließlich entscheidet sich Ismael Khatib gegen alle Vorurteile für eine Organspende. Fünf israelische Kinder werden so gerettet. Zwei Jahre später besucht Ismael Khatib drei der fünf Kinder, die wegen dieser Entscheidung weiterleben können: den lebhaften Beduinensohn Mohammed, das schüchterne, jüdisch-orthodoxe Mädchen Menuha und Samah, die Tochter einer Familie, die zur Religionsgemeinschaft der Drusen gehört. Ein deutsch-israelisches Filmteam begleitet den Palästinenser von Jenin im besetzten Westjordanland über Jerusalem bis an den Rand der Negev-Wüste im Süden des Landes. Es ist eine Reise durch besetze Gebiete und mit Vorurteilen besetzte Herzen – und die Geschichte eines Mannes, der nicht mehr wie als Jugendlicher mit Gewalt gegen seine Feinde kämpft, sondern sie durch seine Menschlichkeit verwirrt. „Natürlich hätte ich mich auch in die Luft sprengen können", sagt er einmal, „aber Menschen zu retten ist größer." Bei aller Symbolik nennt er die Organspende vor allem eine persönliche Entscheidung, die nichts mit Politik zu tun gehabt habe, sondern nur mit Menschlichkeit. Wie könnten Kinder seine Feinde sein? „Das Herz von Jenin“ verbindet Ismael Khatibs persönliche Geschichte auf geschickte Weise mit dem politischen Hintergrund: Man sieht Bilder eines palästinensischen Selbstmordanschlags und die zerstörten Häuser von Jenin nach einer israelischen Militäraktion. Auf beiden Seiten gibt es verzweifelte Menschen, die vor dem Nichts stehen.

Knowledge is the Beginning – Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra
Dokumentarfilm von Paul Smaczny, Deutschland 2006, 115 Min., FSK: ab 6 Jahren, empfohlen ab 14 Jah-ren. Hrsg. v. Bundesverband Jugend und Film e.V. in der Edition „DVD Durchblick“, 2010.
„Wir müssen die Mauern in unseren Köpfen brechen und einander verstehen“, sagt ein junges Mädchen aus Ramallah. So ähnlich würde vermutlich auch der politisch engagierte Dirigent Daniel Barenboim sein Ziel beschreiben. Zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said setzt er sich durch gemeinsame Konzerte jüdischer und arabischer Musiker im Rahmen des von den beiden 1999 begründeten „West-Eastern Divan Orchestra“ für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt ein. Seit sein enger Freund Said im September 2003 gestorben ist, kämpft er allein dafür weiter. In dem Orchester spielen junge Musiker aus Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Libanon, Ägypten, Syrien und Jordanien zusammen. Nach den jeweiligen Probenphasen und Konzertreisen kehren die Jugendlichen in eine Welt zurück, die geprägt ist von Bombenanschlägen und militärischen Übergriffen und in der die Menschen aus den jeweils anderen Ländern meist als Feinde gelten. Es sind große An-spannungen, die sie bei ihrer Arbeit aushalten müssen, denn die politisch verfahrene Situation ist immer präsent und prägt die Diskussionen abseits der Proben. Aber das gemeinsame Ziel schafft eine ganz eigene Form des Dialogs jenseits aller ideologischen Grenzen. Mittlerweile hat das Orchester in Sevilla seine feste Sommerresidenz gefunden. Der Dokumentarfilm hat das Orchester von seiner Gründungsphase 1999 in Weimar an begleitet. Er zeigt Auftritte unter anderen in Berlin, Sevilla, Tel Aviv und der marokkanischen Stadt Rabat, am Schluss sogar eines in Ramallah im Jahr 2005. Sehr deutlich wird das verbindende Element der Musik nicht nur in Proben und Auftritten, sondern auch in der gemeinsam verbrachten Freizeit. In Ramallah gründete Barenboim überdies 2004 ein palästinensisches Kinder- und Jugendorchester, denn junge Leute die drei bis vier Mal die Woche Musik machen, hätten wenig Zeit für radikale Gedanken, wie er der israelischen Presse erklärt. In seinem Land eckt Barenboim oft an. Bei der Verleihung des Wolf-Preises an Barenboim in der israeli-schen Knesset kommt es gar zu einem Eklat. Aber der Weltstar und Weltbürger wird Musik weiter als Mittel der interkulturellen Verständigung einsetzen. Denn: „Musik ist eine Kunst, die alle Grenzen überschreitet.“


Internetlinks (Stand September 2010)

Jesus:

http://www.ekd.de/jesus_fragen
Online-Spiel der EKD zu Jesus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret
Dieser Artikel behandelt die historische Person Jesus von Nazaret.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_Christus
Dieser Artikel behandelt Jesus Christus, wie ihn die urchristlichen Schriften darstellen.

Israel und Palästina:

www.bpb.de/themen/OHUXTC,0,60_Jahre_Israel.html 
Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zu Israel.

www.diak.org
Website des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten e.V.

http://www.spiegel.de/static/flash/nahostzeitleiste2002/start.html 
Spiegel online Flash-Zeitleiste zum Nahostkonflikt.

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/UNTERRICHT_SCHULE.htm Das Palästina-Portal: Materialien für den Unterricht und jede Menge Medientipps – empfehlenswert!

Silke Stürmer

Seit dem Studium der evangelischen Theologie und dem Pfarrdienst – u. a. in der Redaktion für Funk und Fernsehen des Evangelischen Medienhauses in Stuttgart – realisiert Silke Stürmer unterschiedliche Projekte im Medienbereich: Sie ist Drehbuchautorin und Regisseurin von Dokumentarfilmen, schreibt Reportagen für Zeitungen und lektoriert Bücher. Silke Stürmer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Martin Poguntke, evangelischer Pfarrer und Diplom-Pädagoge, ist nach eigenem Bekunden „leidenschaftlicher Religionslehrer“. Er hat – als früherer Gemeindepfarrer und langjähriger Pfarrer für Religionsunterricht – viele Jahre Unterrichtserfahrung an verschiedenen Schularten gesammelt. Zeitweise führte er für den Oberkirchenrat Schulvisitationen und Unterrichtsbeurteilungen durch. Im Pädagogisch-Theologischen Zentrum Stuttgart-Birkach (ptz) betreute er das Projekt „Evaluation von Religionsunterricht“ und gehört zu den Autoren der neuen „Arbeitshilfe Grundschule“, die vom ptz sowie dem Religionspädagogischen Institut (rpi) in Karlsruhe gemeinsam heraus gegeben wird. Dazu verfasste er Evaluations-Aufgaben und schrieb so manche biblische Erzählung auf eigene Art neu. Momentan arbeitet er als Religionslehrer an Gymnasien in Stuttgart und Waiblingen. Martin Poguntke ist 56 Jahre alt und lebt in Stuttgart.

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