Tausche Mangos gegen Schule - Ein nachhaltiges Entwicklungsprojekt in Burkina Faso

Tausche Mangos gegen Schule - Ein nachhaltiges Entwicklungsprojekt in Burkina Faso

Eine Aktion macht Schule

Dokumentarfilm von Carsten und Ulrike Krüger
Deutschland 2008 – 18 Min. – Farbe – FSK: Lehrmittelfreigabe. Empfohlen ab 8  Jahren 
Produktion: Carsten Krüger Film- und Fernsehproduktions GmbH Berlin, im Auftrag der Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart und in Koproduktion mit dem Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen

In jedem Frühling bietet sich ein ähnlich malerisches Bild: Muntere Kinder ziehen einen Leiterwagen, bepackt mit Kisten voller frischer Mangos, durch die Straßen ihrer Stadt. Seit vielen Jahren gibt es in Böblingen die „Mango-Aktion“. Der Evangelische Kirchenbezirk Böblingen und die Evangelische Kirchenföderation Burkina Faso pflegen eine Partnerschaft. Früchte aus dem afrikanischen Land werden zu den hier handelsüblichen Preisen durch Scharen ehrenamtlicher Helfer verkauft und der Erlös vor Ort in die Einrichtung von Schulen gesteckt.

Der Berliner Dokumentarfilmer Carsten Krüger hat die hiesigen Koordinatoren, Karl-Heinz Münch und Gisela Winkler, in Burkina Faso mit der Kamera begleitet. Sie erzählen von dem Projekt, ergänzt durch Informationen afrikanischer Lehrer. Vor allem aber ist es bewegend, die Kinder dort zu sehen, denen die Freude darüber, dass sie eine Schule besuchen dürfen, aus den Augen leuchtet. Denn Bildung bedeutet Zukunft.

Das gilt in Afrika genauso wie in Europa. Mittags gibt es eine warme Mahlzeit für alle, nicht nur weil viele der Kinder noch einen kilometerlangen Fußmarsch nachhause vor sich haben. Eindrücke aus dem Familienalltag in Burkina Faso zeigt der Film ebenfalls. In Böblingen, wo die Mango-Aktion traditionell von Behörden, Lebensmittelgeschäften und eben den vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird, sagt ein deutscher Lehrer über das Engagement seiner Schüler: „Das ist soziales Lernen pur – besser als jedes Gemeinschaftskundebuch.“

Die DVD enthält umfangreiches Zusatzmaterial wie weitere Kurzfilme zum Thema Kirchliches Leben in Burkina Faso, Musik und Gesänge, Landwirtschaft sowie Impressionen aus Stadt und Land. Darüber hinaus Interviews mit Verantwortlichen aus Kirche, Staat und Schulwesen. Auf der ROM-Ebene befinden sich neben einer Bildergalerie Unterrichtsentwürfe für die Grund-, Haupt-, Real- und Berufsschule, fürs Gymnasium und den Konfirmandenunterricht. Desweiteren Arbeitspapiere, Powerpoint-Präsentationen, Medientipps und Hintergrundinformationen.

Vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlen

Video

Tausche Mangos gegen Schule

Filmausschnitte aus der DVD

Klicken sie auf das Logo oder das Start-Symbol um die Filmausschnitte zu starten.

Wohl zum ersten Mal schauen diese Kinder in Burkina Faso in eine Kamera...

Video

Nach einem langen Weg per Flugzeug und Lkw kommen die Mangos aus Burkina Faso in Böblingen an.

Video

Durch das Mango-Projekt können die Kinder weiterhin die Schule besuchen...

Begleitendes Material (Auswahl)

Informationen zur DVD [PDF, 41 KB]
Beschreibung, Inhaltsverzeichnis, Materialien

Die Mangoaktion [PDF, 1,9 MB]
Idee und Konzept

Der Film als Thema im Geografieunterricht [PDF, 53 KB]
Unterrichtsentwurf für die Sekundarstufe 1

Die Mangofrucht [PDF, 288 KB]
Herkunft, Sorten, Rezepte

Das Schulsystem in Burkina Faso [PDF, 2,3 MB]
Eigentlich gibt es eine Schulpflicht...

Leben in einer Großfamilie [PDF, 21 KB]
Aus dem Alltag in Burkina Faso

Kinderalltag [PDF, 20 KB]
Ein Mädchen erzählt aus Guinea

Afrikanische Lebensweisheiten [PDF, 19 KB]
Sprichwörter aus Afrika

Kommentierte Medientipps und Internetlinks

Literatur:

Christa Graf: Damit du mich nie vergisst. Afrikas Kinder und die Memory Books. Malik Verlag, 2007.
Memory Books, Erinnerungsbücher, so heißen kleine, bunte Hefte, vollgeschrieben und -gemalt von Men­schen, die oft kaum das Alphabet beherrschen. Eltern, die HIV-positiv sind, formulieren darin Gedanken, Bräuche und Wünsche für ihre Kinder, die bald alleine aufwachsen müssen. In Uganda und anderen Ländern Afrikas, wo immer mehr Kinder auf sich gestellt sein werden, sind solche bewegenden Tagebücher oft das einzige Erbe, das erkrankte Mütter hinterlassen können. Monatelang bereiste die engagierte Filmemacherin und Autorin Christa Graf das Land, besuchte Kranke und Waisenkinder, Ärztinnen, Heiler und Sozialarbeiter. Eindrucksvoll macht ihre Reportage deutlich, welch ungeheure Kraft in den Memory Books steckt.

Sigrid Heuck: E-Mails aus Afrika. Thienemann-Verlag, Stuttgart 2007.
Lilli ist enttäuscht. Ausgerechnet jetzt muss ihr Vater, ein Wissenschaftler, nach Gambia reisen, um dort eine Mückenart zu erforschen, die eine schlimme Krankheit unter der Bevölkerung auslöst. Dabei wollte er sie doch an ihrem ersten Tag an der neuen Schule begleiten! Immerhin verspricht Papa, ihr viele, viele E-Mails aus Afrika zu schicken. Und die lesen sich spannend wie ein Abenteuerroman! Kinderbuch ab 10 Jahren.

Obiora Ike: Wende dein Gesicht der Sonne zu. Pattloch Verlag, 2007.
Obiora Ike ist Priester und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frieden zu stiften zwischen den Christen und Muslimen in seinem Heimatland Nigeria. Während seines Studiums in Bonn hat der »schwarze Prophet«, wie er genannt wird, Deutschland kennen und lieben gelernt. Mit diesem Buch will er dem Land, in dem er so viel Liebe und Freundschaft erfahren hat, etwas zurückgeben: Afrikanische Lebensweisheiten voller Mut und Lebensfreude und die einzigartigen Beobachtungen eines Mannes, der mit Witz und Wortgewandtheit zwischen zwei Welten pendelt.

Carsten Krüger, Volker Ludwig: Maximilian Pfeiferling. Verlag der Autoren 1970. (vergriffen)
Theaterstück für Kinder, das vom Vorläufer des Grips-Theaters oft aufgeführt wurde.

Nelson Mandela: Meine afrikanischen Lieblingsmärchen. Ausgezeichnet mit 'Die besten 7 Bücher für junge Leser' 2004. Zus.gest. v. Nelson Mandela. Aus d. Engl. v. Matthias Wolf. dtv,, München, 3. Aufl. 2007.
Nelson Mandelas Lieblingsmärchen, die er aus den verschiedenen Ländern Afrikas zusammengetragen hat, geben Einblick in eine exotische, oftmals mythische Welt. Die Geschichten erzählen von dem fliegenden Hasen Mmutla, von dem Jäger Mthiyane, der in eine Schlange mit sieben Köpfen verwandelt wird, und von dem lockenden Zaubergesang eines prächtigen Vogels, dem nur die Kinder widerstehen können. Bei einigen Erzählungen handelt es sich um Schöpfungsmythen, in denen man erfährt, wie der Mond entstand, weshalb die Tiere Hörner und Schwänze bekamen und warum die Katze ein zahmes Haustier wurde. Dieser reich illustrierte Märchenschatz spricht sowohl alte als auch junge Leser an und lädt zu einer faszinierenden Reise durch den afrikanischen Kontinent ein.

Christoph Marx: Geschichte Afrikas. Von 1800 bis zur Gegenwart. UTB 2004.
Afrika - die Geschichte dieses vielfältigen und faszinierenden Kontinents weckt im Zuge von Entkolonialisierung und Globalisierung zunehmendes Interesse. Mit diesem Buch liegt erstmals eine kompakte, aber umfassende Darstellung der letzten 200 Jahre afrikanischer Geschichte vor, die sich konsequent an den aktuellen Themen und Theorien orientiert. Aus dem Inhalt: Grenzen und Reiche, Handel und Religionen, koloniale Lebenswelten, Brüche und Kontinuitäten. Ein Werk, dessen differenzierte Darstellung zeigt: Das Klischee vom "Katastrophenkontinent Afrika" ist falsch.

Kum'a Ndumbe III.: Wettkampf um die Globalisierung Afrikas. An die Mitbürger der Einen Welt im anbrechenden 21. Jahrhundert. Herausfordernde Reden zur Begegnung. Exchange & Dialogue 2006.
Ein Wettkampf um Afrika findet wieder statt. Afrika soll in die Globalisierung einbezogen werden. Diese gesammelten Reden sind eine historische und politische Analyse über die Beziehungen Afrikas zu Europa und zu der Außenwelt, über Kolonialpolitik, Nationalsozialismus und Rassismus, über widersprüchliche Interessen der Geberländer in der Entwicklungspolitik, aber auch über Demokratie, „good governance, Krisenprävention" und über die neue Krisen beladene Weltordnung. Diese Reden wurden vor deutschen und österreichischen Institutionen gehalten, vor Akademikern und Politikern, auch im Bundestag und im österreichischen Parlament.

Regina Riepe, Gudrun Honke: „Sag mir, wie ist Afrika?“ - didaktisches Material für die Grundschule, Peter Hammer Verlag 2005.

Regine Schindler, Stepan Zavrel: Mit Gott unterwegs. Die Bibel für Kinder und Erwachsene neu erzählt. Bohem Press, 2003.
Ein Haus- und Vorlesebuch gleichermaßen für Kinder und Erwachsene. Regine Schindler erzählt die wichtigsten Geschichten des Alten und Neuen Testaments in zeitgemäßer, lebendiger Sprache. Stepan Zavrel versetzt den Betrachter mit seinen über 150 farbigen Bildern zurück in die biblische Zeit.

Marie-Therese Schins: In Afrika war ich nie allein. dtv, München 2003.
Von einem afrikanischen Freund werden die elfjährige Doro und ihr Vater nach Togo eingeladen. Doro bereitet sich gut vor, doch dann ist alles doch ganz anders als erwartet... . Eine Geschichte, die Kindern auf heitere und abenteuerliche Weise die Welt Afrikas nahe bringt. Ab 8 Jahren.
 

Audiovisuelle Medien:

Als der Wind den Sand berührte. Spielfilm von Marion Hänsel. Belgien 2007. 92 Min., OmU. DVD Arthaus.
Irgendwo in Afrika: Die Wasserknappheit rund um ihr Dorf zwingt Rahne, sich mit seiner Frau, den Kindern und ihrer Ziegenherde auf die Suche nach einer neuen Heimat zu machen. Marion Hänsels bewegender Spielfilm streift alles, was wir aus den Medien über Afrika wissen: Dürre, Kriege, Kindersoldaten, Gewalt, Korruption. Dabei schafft er es ohne Pathos zu zeigen, was sich hinter solch letztendlich abstrakten Begriffen verbirgt. Viel zu subtil gestaltet, um in Anklage, im puren Schildern von Leid zu verharren, handelt es sich einerseits um eine Parabel, andererseits um ein individuelles Schicksal, das auch anders hätte verlaufen können.

Bintou. Kurzspielfilm von Fanta Régina Nacro. Burkina Faso 2001. 27 Min., OmU. DVD EZEF.
Bintou lebt mit ihrem Mann Abel und ihren Kindern in der Stadt Ouagadougou. Als Bintou sich entschließt, ihre Tochter Biba zur Schule schicken kommt es zum Streit mit ihrem Mann, da er nicht bereit ist, für die kostenpflichtige Ausbildung eines Mädchens zu bezahlen. Großzügig überlässt er es Bintou, Geld für die Schuldbildung zu verdienen. Doch da hat er sich in Bintou getäuscht. Sie kauft Hirse auf Kredit, mälzt sie und findet viele AbnehmerInnen. Seine Freunde und seine Mutter reden Abel daraufhin ein, seine Stellung als Mann sei durch eine geschäftstüchtige Frau gefährdet, er mache sich lächerlich. Wütend zerstört er in einem unbeobachteten Moment die angesetzte Hirse. Doch Bintou lässt sich nicht entmutigen… Die stimmungsvolle Komödie behandelt Themen wie Geschlechterbeziehung, die Rolle von Frauen und Männern innerhalb der Gesellschaft, Gewalt in der Familie sowie die Bedeutung von eigenem Einkommen für Frauen. Ein Schwerpunkt des Filmes sind die ungleichen Bildungschancen für Mädchen.

Buud Yam. Spielfilm von Gaston Kaboré, Burkina Faso 1996, 97 Min., 35mm, OmU, EZEF
Der Film spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, namens Wênd Kûuni. Dieser begibt sich auf eine lange, abenteuerliche und gefährliche Reise, um jenen Heiler zu finden, von dem es heißt, nur er könne seine Schwester Pugheere wieder gesund machen. Die Reise zu dem Heiler wird für Wênd Kûuni zu einer Suche nach seiner eigenen Identität. Buud Yam bedeutet auf Mooré „das Erbe" – im spirituellen wie im moralischen Sinne.

Ich und mein Weißer. Spielfilm von S. Pierre Yameogo. Schweiz/Frankreich/Burkina Faso 2003, 90 Min., DVD EZEF, Verleih Ökumenischer Medienladen Stuttgart
„Ich und mein Weißer" ist ein Abenteuerfilm, eine dramatische zeitgenössische Komödie. Die Geschichte eines afrikanischen Studenten, Mamadi, der seine Doktorarbeit in Paris vorbereitet. Seit mehreren Monaten bekommt er das Geld für das Stipendium nicht mehr, das er von seinem Land erhalten hat. Er kann weder seine Miete bezahlen, noch seine Aufenthaltsgenehmigung als Student verlängern. Um zu überleben arbeitet er illegal als Nachtwächter in einem Parkhaus. Auf den Überwachungsbildschirmen lernt er die Unterwelt des Parkhauses kennen, Prostitution, Drogenhandel und vieles mehr. Eines Tages löst Mamadi aus Versehen den Alarm aus und beobachtet zwei Männer dabei, wie sie in der Eile ein Päckchen verstecken und dann flüchten. Es enthält Drogen und eine größere Summe Geld. Mamadi und sein Freund Franck beschließen, ihre Entdeckung nicht der Polizei zu melden, sondern sie für sich zu behalten. Zuerst verstecken sie sich in einen Vorort von Paris, bei Francks Familie. Doch bald sehen sie sich gezwungen nach Burkina Faso zu fliehen. In Ouagadougou angekommen, ist jeder auf seine Art mit einem anderen Leben konfrontiert. Die Realität vor Ort stellt sich sehr viel anders da, als erwartet. Wie immer bei den Filmen von Yameogo setzt sich auch dieser Film wieder mit einer aktuellen Problematik auseinander und geht kritisch mit der politischen und sozialen Realität in beiden Ländern um.

Die Straße gehört uns. Dokumentarfilm von Moustapha Dao, Burkina Faso 1987, 15 Min., Verleih: z.B. Ökumenischer Medienladen in Stuttgart unter VC589.
Die Mädchen und Jungen in diesem afrikanischen Dorf haben die Straße für sich erobert. Nach der Schule treffen sie sich hier, bauen ihre kunstvollen Autos aus Draht und anderes Spielzeug, kochen Bonbons, spielen Fußball, streiten und versöhnen sich. Da werden kleine Tricks angewendet, um die Erwachsenen zu überlisten, es wird gesungen und getanzt. 

Steps For The Future. Filme für Eine Welt. Schweiz 2004, 8 Kurzfilme mit insg. 197 Min., Verleih: z.B. Ökumenischer Medienladen in Stuttgart unter DVK052.
Alltag im südlichen Afrika im Zeichen von HIV/Aids: Acht Filme bieten verschiedene Einblicke in das Leben von Betroffenen und geben ihnen Raum, über ihre Bewältigung des Alltags und ihre Hoffnungen für die Zukunft zu sprechen. Im Zentrum stehen Menschen, deren Lebensmut trotz ihrer Krankheit ansteckend wirkt. Dabei schaffen die Filme ganz unterschiedliche Bezüge zum hiesigen Alltag. Sie knüpfen unter anderem an das unbekümmerte Verhalten von Jugendlichen an, die durchaus über HIV/Aids im Bild sind, selbst aber nur für den Moment leben. Die Filme erzählen von Kindern, die ohne Eltern aufwachsen und auf der Strasse leben. Sie sprechen vom Leben in der Familie, von Erziehung, Aufklärung und Prävention und stellen die Frage nach traditionellen und modernen Werten. Sie greifen so intime Themen auf wie Liebe, Sex und Freundschaft, thematisieren Geschlechterrollen und schrecken auch nicht vor Fragen von Sterben und Tod zurück. Sie handeln vom Kampf für einen gerechten Zugang zu Medikamenten und Präservativen und prangern die Diskriminierung betroffener Menschen an. Die Materialien für Unterricht und Bildung bieten Hintergrundinformationen, praktische Vorschläge für die Unterrichtsgestaltung und Arbeitsblätter zum Ausdrucken. Die einzelnen Titel: The Ball (Mosambik 2001, 5 Min.) / Imiti Ikula (Sambia 2001, 26 Min.) / Master Positive (Namibia 2001, 8 Min.) / Pinkis Kampf (Südafrika 2001, 26 Min.) / Es könnte so schön sein (Südafrika 2001, 15 Min.) / Mein Leben (Südafrika 2001, 25 Min.) / Reise zwischen zwei Welten (Mosambik/Südafrika 2001, 40 Min.) / Mit herzlichen Grüßen (Südafrika 2001, 52 Min.).
Die DVD eignet sich insbesondere für den Einsatz in der Sekundarstufe II. Alle Filme und die Begleitmaterialien sind in Deutsch und Französisch verfügbar, die meisten Filme zudem in Englisch.

Twilight - Kinder der Dämmerung. Dokumentarfilm von Wilhelm Heermann. Deutschland 1999, 15. Min., Verleih: z.B. Ökumenischer Medienladen in Stuttgart unter VC1644.
"Twilight children" ist ein Straßenkinderprojekt von "terres des hommes" im Zentrum von Johannesburg in Südafrika. Der Film begleitet den 10-jährigen Jambolani, der seit einem Jahr auf den Straßen der Stadt lebt. Die Straßenkinder dort schließen sich in kleinen Gruppen zusammen, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen. Doch nur die Stärkeren können sich behaupten. Heute lebt Jambolani im Twilight-Center im Stadtteil Hillbrow. Es ist die Mischung aus Armut und engen Wohnverhältnissen, Arbeitslosigkeit und Alkohol, die viele tausend Kinder auf die Straßen treibt. Sie nehmen billige Drogen, schnüffeln Klebstoffe, um der Straße zu "entkommen". Die Streetworker vom Twilight-Projekt nehmen mit ihnen Kontakt auf und bieten ihnen Hilfe und Unterstützung an. Ältere Kinder können eine einfache Berufsausbildung erhalten oder Autos waschen. Jambolani weiß, dass er nicht immer im Twilight-Projekt bleiben kann. Aber heute geht er zur Schule.

Wurzeln und Flügel. Dokumentarfilm von Anne Voss. Deutschland 2003, 30 Min., Verleih: z.B. Ökumenischer Medienladen in Stuttgart unter VC1957.
Schulen in Entwicklungsländern haben mit so vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, dass Sinn und Zweck der Anstrengungen manchmal fragwürdig erscheinen. Das Schulsystem Südafrikas ist immer noch geprägt von den Auswirkungen einer ungleichen Schulbildung unter der Apartheid, die den schwarzen und farbigen Afrikanern ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Möglichkeiten beschnitt. Ein Film aus der Reihe "Entwicklungspolitik geht uns alle an" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Yaaba. Spielfilm von Idrissa Ouedraogo. Burkina Faso 1989, 91 Min., DVD EZEF. Verleih Ökumenischer Medienladen Stuttgart.
Der Film erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Jungen Bila und der alten Sana, die am Rande des Dorfes als Ausgestoßene lebt und von den Dorfbewohnern als Hexe angesehen wird. Für den Jungen ist sie seine "Yaaba" (Yaaba bedeutet in der Mooré-Sprache des westafrikanischen Landes Burkina Faso "Großmutter"). Der Alltag des Dorfes am Rande der Sahelzone bildet den sozialen Rahmen der Geschichte. Als Bilas Cousine Nopoko erkrankt und der herbeigerufene Heiler nicht helfen kann, wird Sanas 'böser Blick' dafür verantwortlich gemacht. Bila bittet Sana um Hilfe. Während sie zum Heiler Taryam unterwegs ist, zündet ein Mann aus dem Dorf ihre Hütte an. Taryam gelingt es, Nopoko zu heilen. Am Ende stirbt Yaaba, ehe es zu einer Versöhnung zwischen ihr und den Dorfbewohnern gekommen ist.

Internetlinks:

Allgemeine Informationen zu Burkina Faso:

Klimadiagramme:  http://www.klimadiagramme.de/index_2.html

Demographische Daten:  www.ipicture.de/daten/demographie_burkina_faso

Daten zur Bevölkerungsdichte:  http://www.pdwb.de/dichtgru.htm

Satellitenkarte: http://www.weltkarte.com/afrika/burkina-faso/satellitenkarte-burkina-faso.htm

Flugverbindungen: http://www.fluege.de/fluege-burkina-faso.html?gclid=CMr9zt-9_qoCFUW9zAodCAIUzA

Länderinfo Burkina Faso: http://www.oefse.at/publikationen/laender/burkina.htm

Landesüberblick und Naturraum mit viel Kartenmaterial:  http://liportal.inwent.org/burkina-faso.html

Bilder aus Burkina Faso: http://www.herb.be/fourmis.terre/burkina/imgphoto/ / www.uiowa.edu/~africart/photos

Afrika im Unterricht

Aktionen von Schulen:  http://www.gemeinsam-fuer-afrika.de

http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/media/pdf/Woche_2007/Projekt_Burkina_Faso.pdf

www.gep.de/ezef/
Das EZEF ist eine Fachstelle des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) der Evangelischen Kirche in Deutschland. Trägerorganisation ist das Gemeinschaftswerk Evangelischer Publizistik (GEP). Selbstdarstellung: "Bunt sind sie meistens, stereotyp sind sie häufig - die Bilder und Nachrichten, die uns alltäglich über die Dritte Welt informieren wollen wie die Werbebotschaften, die mit exotischen Bildern für Urlaubsziele in Afrika, Asien oder Lateinamerika werben. Der Norden ist reich, der Süden arm aber pittoresk. Dass die Welt vielgestaltiger ist - Kinder auch in Afrika spielen, Brasilianer nicht nur Karneval feiern und es in Indien nicht nur religiöse Unruhen gibt - all dies ist vielen von uns bewusst, aber es ist nicht immer leicht, an andere, an authentische Informationen aus den Ländern des Südens zu kommen. Unser Ziel ist es, solche Informationen der anderen Art für die Bildungsarbeit zugänglich zu machen."

Carsten Krüger

  • geb. 1945 in Sulingen bei Bremen.
  • 1964 Ausbildung zum Fotografen.
  • 1966 Staatlich geprüfter Optik- und Fototechniker.
  • 1966 - 1969 Standfotograf, Kameraassistent.
  • Ab 1968 Kameramann für Film und Fernsehen.
  • 1970 Autor für Kinderstücke des späteren Grips-Theaters

Seit 1972 Filmproduzent, eigener Autor und Kameramann verschiedener Fernsehfilme. Zuerst für Kindersendungen, später Fernseh- und Kinofilme, Serien, tägliche Studioproduktionen. Zunehmend Arbeiten als Dokumentarist mit dem inhaltlichem Schwerpunkt Umwelt- und Naturdokumentationen; heute hauptsächlich Themen der Nachhaltigkeit.

Seit 1997 Arbeiten für die neuen Medien, speziell für Internet; Herstellung verschiedener Cross-Media-Produktionen.

Verantwortlich für die didaktische Konzeption von Film und DVD:

Karl-Heinz Münch, geb. 1950, aufgewachsen in Schwalmstadt, Nordhessen. Facharbeiterausbildung (Feinmechaniker), anschließend 5 Jahre Tätigkeit in der Industrie. 1970–1974 Studium der Sozialpädagogik, Zusatzausbildung in Kommunikationsberatung. 1974–1979 Leitung der Evangelischen Jugendzentrale Pirmasens, seit 1979 Leitung des Hauses der Begegnung Böblingen, Zentrum der Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen und Geschäftsführer des Kreisbildungswerks Böblingen. Seit 1982 Leitung von Gruppenreisen nach Burkina Faso (über 20 Begegnungsprogramme) und Leitung der Projektgruppe Partnerschaft mit Burkina Faso. 1989 Mitbegründer der Mangoaktion, 2000 Verdienstorden der Republik Burkina Faso, 2004 Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg (Mangoaktion). Seit 1979 entwicklungspolitische Vorträge und Aktionen zu Burkina Faso

Gisela Winkler, geb. 1942 in Dresden, aufgewachsen in Kulmbach. 1962-1965 Ausbildung an der Universität Tübingen zur Med.-Techn. Assistentin. Verheiratet, 3 Kinder. Seit 1976 ehrenamtliche Tätigkeit im evangelischen Kirchenbezirk Böblingen: 20 Jahre Kirchengemeinderätin, 11 Jahre Laienvorsitzende der Gesamtkirche Sindelfingen, Leitung zweier Frauenkreise, seit 1998 Vorsitzende des Aufsichtsrats der Ökumenischen Sozialstation gGmbH Sindelfingen. Seit 1983 Mitglied der Projektgruppe ‚Partnerschaft mit Burkina Faso’, Mitbegründerin der Mangoaktion. Seit 1988 Öffentlichkeitsarbeit (Presseberichte, Aktionen und Vorträge) zum Thema ‚Burkina Faso’. Im Jahre 2000 Verdienstorden der Republik Burkina Faso, 2003 Ehrennadel für Soziales Engagement der Stadt Sindelfingen, 2004 Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg. Oktober 2007 Herausgabe des Buchs ‚Zoodo Puibo’ zum Thema Burkina und Mangoaktion.

Darüber hinaus eine Reihe weiterer Autor(inn)en für einzelne Unterrichtseinheiten (Lehrer/innen und Pfarrer/innen): Stefan Hermann, Margarete Kurtz-Supersberg, Ingrit Richters, Hans Veit, Hans Martin Walker und Petra Zienteck.

Preise

Tausche Mangos gegen Schule - Ein nachhaltiges Entwicklungsprojekt in Burkina Faso

DVD Tausche Mangos gegen Schule

69,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

29,80 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

219,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung
Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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