Wir sind keine Dinosaurier - Jung & jüdisch in Deutschland

Wir sind keine Dinosaurier - Jung & jüdisch in Deutschland

Sie gehen zur Schule, haben viele Freunde und mögen alles, was mit Musik und Tanz zusammenhängt. Lisa, Eva und Samuel aus Süddeutschland sind Jugendliche jüdischen Glaubens. Wir begegnen ihnen zum ersten Mal beim „Jewrovision“, dem größten jüdischen Sing- und Tanzfestival Europas. Hier spüren sie, dass sie keine Exoten sind. In ihrem Alltag fühlt sich das nicht immer so an. Sie kennen Ressentiments, gar Übergriffe, wollen nicht auf die Shoah reduziert werden und fühlen sich als junge Deutsche keineswegs verantwortlich für den Israel-Palästina-Konflikt, auch wenn ihnen der Staat Israel viel bedeutet. „Wir sind keine Dinosaurier – Jung & jüdisch in Deutschland“ zeigt, wie sie leben, denken, ihren Glauben praktizieren und zu Traditionen stehen. Darüber hinaus geht die Dokumentation auf Feiertage wie Chanukka ein, auf Gebetspraktiken in einer hiesigen Synagoge und versucht zu klären, wie „koscher“ gekocht wird. Im Mittelpunkt aber stehen die drei Jugendlichen und wie sie – möglichst normal – ihr Leben gestalten.

Begleitendes Material (Auswahl)

Infos zur DVD
Inhaltsübersicht, Gliederung der DVD

Verortung im Bildungsplan
und Einleitung in das Thema

"Antisemitismus - was ist das und wo kommt er her?
Info- und Arbeitsblatt M03

"Jüdisches Leben und jüdische Gemeinden"

Info- und Arbeitsblatt M05

"Jüdische Feste im Jahreskreis"
Plaket-Projekt M08

Medientipps

Von Matthias Hestermann und Ina Hochreuther

Literatur

Fach- und Schulbücher:

Doreen Blumhagen: Stationen-Training: Das Judentum. Auer Verlag in der AAP Lehrerfachverlage GmbH2017.
Grundlagen und Alltagspraxis des jüdischen Glaubens. Mit Kopiervorlagen für die Sekundarstufe I.

Andreas Brämer: Die 101 wichtigsten Fragen – Judentum. C.H.Beck 2015.
Wer ist ein Jude? Woran glauben Juden? Was ist koscherer Sex? Wie sieht eine Synagoge aus? Wer hat den Davidstern erfunden? Ist Israel ein jüdischer Staat? Diese und andere Fragen beantwortet Andreas Brämer knapp, kenntnisreich und für jeden verständlich. Insgesamt bieten die Fragen und Antworten, die nach Themen wie "Gesetz und Ethik", "Symbole und Zeichen", "Gebet und Gottesdienst" oder "Israel und Diaspora" angeordnet sind, eine umfassende und kurzweilige Einführung in die jüdische Religion. [Quelle: KNO]

Gunda Göller: Judentum. Religion und Kultur. ZKM 2012.
Viele Feste und Bräuche unserer Kultur gründen auf religiösen Begebenheiten. Vielen Kindern– und wohl auch Erwachsenen – ist dies nicht (mehr) bewusst. Das vorliegende Werk enthält Arbeitsblätter, mit welchen stufengerecht die wichtigsten Aspekte des Judentums vermittelt werden können. Hintergrundinformationen über jüdische Feiertage, Tallit und Tefillin, Jerusalem, Synagogen und die jüdische Geschichte werden die Schülerinnen und Schüler fesseln und ihnen viele Aha-Erlebnisse bescheren. Denn nur wer über seine eigenen und fremde Kulturen und Religionen Bescheid weiß, wird auch fähig sein zu Toleranz und Respekt diesen gegenüber. [Quelle: VLB]

Christine Müller: Zur Bedeutung von Religion für jüdische Jugendliche in Deutschland. Münster 2007.
Jüdisches Leben in Deutschland konstituiert sich seit Anfang der 1990er Jahre neu. Durch die Einwanderung von Juden aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion hat sich die jüdische Gemeinschaft zahlenmäßig vervierfacht und in ihrer Altersstruktur verjüngt. Die Zukunft der jüdischen Gemeinden in Deutschland erscheint heute erstmals seit Kriegsende offen: Aufblühungs- und Niedergangsprognosen stehen nebeneinander. Mit der jungen Generation von Juden wird sich die Form der religiösen Weiterentwicklung entscheiden. Mit den Jugendlichen verbinden sich innerhalb der Gemeinden viele Hoffnungen auf religiöse Erneuerung, gleichzeitig ist über diese Generation kaum etwas bekannt. Im Zentrum dieser Arbeit steht deshalb eine qualitative empirische Untersuchung der Bedeutung von Religion für jüdische Jugendliche in Deutschland. Dabei sollen bestehende Konstrukte, die jüdische Religion mit orthodoxer Religion gleichsetzen, aufgebrochen und stattdessen an der Bedeutung von Religion aus der Perspektive von jüdischen Jugendlichen angesetzt werden. Es wird aufgezeigt, dass traditionelle Deutungsmuster zunehmend an Relevanz verlieren und sich eine Individualisierung des Zugangs zur jüdischen Religion unter jüdischen Jugendlichen beobachten lässt.

Stefanie Kraus: Lernwerkstatt – Das Judentum kennen lernen. Kohl-Verlag 2013.
Die fünf größten Weltreligionen werden in dem jeweiligen Band anschaulich und ausführlich erklärt. Die Kopiervorlagen widmen sich den wichtigsten Themen und vermitteln einen für jedermann verständlichen Einblick. Die einzelnen Schwerpunkte werden abwechslungsreich erklärt und mit umfangreichen Übungen vertieft. Aus dem Inhalt: Jüdische Geschichte, Jüdische Feste und Feiertage, Glaubensregeln, Das Buch der Juden, Bräuche und Rituale, Symbole und bedeutende Orte, Bedeutung der Religion im Alltag, Glaubensausrichtungen u.v.m. [Quelle: KNO]

Mirjam Zimmermann: Interreligiöses Lernen narrativ + Feste in den Weltreligionen. Vandenhoeck & Ruprecht 2016.
In einer pluralistischen Welt brauchen junge Menschen interreligiöse Kompetenz, um in Austausch mit Angehörigen verschiedener Religionen treten zu können. Mirjam Zimmermann entwickelt ein völlig neues narratives Konzept des interreligiösen Lernens, welches sie in Interreligiöses Lernen narrativ umfassend darstellt. Feste in den Weltreligionen zeigt seine Umsetzung im Schulalltag. Das Erzählen hat in allen Weltreligionen eine lange Tradition. Die Bände nutzen dies für die heutige Zeit und zeigen praxisnah die Chancen narrativer Annäherung. Dabei werden im Theorieband nicht nur für diesen Lernweg geeignete Kinder- und Jugendbücher vorgestellt, sondern auch eine Unterrichtseinheit zum zentralen Thema „Feste in den Weltreligionen“. Im Praxisband wird diese vollständig ausgeführt, er enthält Kopiervorlagen für eine ca. 10-stündige, erprobte narrative Einheit. Eine fortlaufende Erzählung aus der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I wird durch weiteres umfangreiches Unterrichtsmaterial ergänzt und baut handlungsorientiert interreligiöse Kompetenzen auf. [Quelle: VLB]

Bücher (auch) fürJugendliche:

Michael Bauereiß, Falk Wiesemann: Jüdisches Leben in Oberbayern und Schwaben. Museumspädagogisches Zentrum 2010.
Ein Begleiter zur jüdischen Geschichte und Religion für Jugendliche und Erwachsene.

Lutz van Dijk: Lutz van Dijk erzählt die Geschichte der Juden. Campus Verlag 2008.
Lutz van Dijks lebendige Schilderungen und einfühlsame Darstellungen der Vielfalt jüdischer Kultur machen neugierig auf eine der ältesten und faszinierendsten Völker- und Religionsgemeinschaften der Welt. Eine aufregende Reise durch 4000 Jahre und alle Erdteile, die nicht nur für jugendliche Leserinnen und Leser unbedingt empfehlenswert ist. [Quelle: TME]

Lena Gorelik: Mehr Schwarz als Lila. Rowohlt 2017.
Mit siebzehn ist das Leben kompliziert. Alex trägt lieber Schwarz als Lila, ihr Vater schweigt die meiste Zeit, und ein Papagei soll ihr die Mutter ersetzen. Die besondere Freundschaft mit Paul und Ratte ist das, was Alex an ihrem Leben liebt. Die gefühlte Eintönigkeit lassen die drei in Mutspielen hinter sich, bei denen es keine Grenzen gibt. Und dann taucht Johnny Spitzing auf, der junge Referendar, den sogar Alex gut findet. Auf der Klassenfahrt nach Polen jedoch macht Johnny ihr klar, dass sie nur seine Schülerin ist; Ratte, die sich verliebt hat, entfernt sich; und ihr bleibt nur noch Paul, den Alex, von tausend Gefühlen überrannt, küsst – am unpassendsten Ort der Welt, in Auschwitz. Jemand fotografiert, das Bild geistert durchs Netz, und plötzlich reden alle über Alex und die Jugend von heute, der Papagei entfliegt, Paul verschwindet, und Alex erkennt: „Das istjetzt mein Film, und das Leben muss ich ganz alleine steuern.“ Lena Gorelik erzählt von einer überforderten Siebzehnjährigen, die der Welt mit Witz und einer Spur notwendigem Stolz gegenübertritt. Wie nebenher wirft

sie Fragen auf – wie kann man Erinnerung vermitteln, wie frei kann man sein? Vor allem aber geht es ums Erwachsenwerden und um die Bilder, die wir von uns selbst und anderen haben. Ein packender, jugendlich glühender Roman für jüngere wie für erwachsene Leser.
„’ Mehr Schwarz als Lila’ stellt nämlich moralische Stilfragen. Gibt es Grenzen des jugendlichen Amüsements? Sind Einschränkungen der kulturindustriellen Freiheit nur reaktionärer Elternscheiß? Oder ist die Angemessenheit des Auftretens durchaus eine fortschrittliche Kategorie, wenn sie auf Rücksichtnahme und Empathie setzt?“ (Carsten Otte, taz)


Michael Landgraf: Schalom Martin. Eine Begegnung mit dem Judentum. Marixverlag 2017.

Eine Geschichte, die Fragen provoziert, Neugierde weckt und von den einfachen Schritten erzählt, wie

wir aufeinander zugehen können. Nach einem Umzug findet Martin neue Freunde und lernt deren Religion kennen – das Judentum. David und Mirjam helfen Martin, vieles zu verstehen: Wieso es in der jüdischen Welt schon das Jahr 5768 ist, weshalb man sich in einer Synagoge den Kopf bedeckt oder warum Gummibärchen nicht koscher sind. Schließlich entdeckt Martin Spuren jüdischer Geschichte und Gegenwart bei uns und imLand Israel. Schalom Martin ist eine kurzweilige Erzählung, die Jung und Alt eine Begegnung mit dem Judentum ermöglicht. [Quelle: KNO]


Shahak Shapira: Das wird man ja wohl noch schreiben dürfen! Rowohlt TB 2016.

Ein saukomisches, todernstes Buch über Deutsche, Juden, Muslime – und einen Nazi mit Wolfgang-Petry-Frisur. In der Neujahrsnacht 2015 wurde ein junger Israeli in der Berliner U-Bahn angegriffen, nachdem er sich mit einer Horde angelegt hatte, die antisemitische Parolen grölte. Ein Mediengewitter war die Folge, PEGIDA solidarisierte sich, aus Israel kam die Empfehlung, in die Heimat zurückzukehren. Aber Shahak Shapira wehrte sich weiter: Rassismus sei immer schlimm, egal gegen wen, im Übrigen fühle er sich in Berlin pudelwohl. Danach war die Hölle los, Fernsehstationen und Zeitungen weltweit berichteten, es hagelte Lob und Kritik. Nun schreibt Shahak über sein Leben: schaurig lustig über seine Jugend als Jude im tiefsten Sachsen-Anhalt, ergreifend über die Geschichte seiner Familie und nachdrücklich in seiner Botschaft: dass alle Menschen in Frieden zusammenleben können, wenn sie nur wollen. Und dass jeder selbst entscheidet, ob er ein rassistisches Arschloch ist oder nicht.
[Quelle: KNO]

Audiovisuelle Medien

Gottes Häuser

Dokumentarfilm von Anna Schreiber, 24 Min., Deutschland 2016, FSK: Lehrfilm, empfohlen ab 12, ausleih- und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1556.

Ob in Synagoge, Kirche oder Moschee– in Gotteshäusern kommen Menschen zusammen, um miteinander zubeten, zu feiern, dem Heiligen nahe zu sein. Heute besuchen aber auch Menschen Sakralräume aus nicht-religiösen Gründen. Parallelen in den liturgischen Praktiken und Riten der monotheistischen Religionen führen dazu, dass manche Funktions- und Ausstattungselemente in den Sakralräumen sowohl des Judentums als auch der Christen und Muslime zu finden sind. In anderen Bereichen führen jeweils eigene Traditionen und religiöse Vorschriften zu Unterschieden. In diesem Film werden die Gemeinsamkeiten aufgezeigt und Unterschiede zwischen Synagoge, Kirche und Moschee einander gegenübergestellt. Zu Gast in einem anderen Gotteshaus zu sein, kann – über das Bewusstwerden von Gemeinsamkeiten – helfen, Zugänge zu einer anderen Religion zu finden. Das "Eigene" kann zudem über das jeweils "Andere" neu erfahrbar werden.


Im Himmel, unter der Erde

Dokumentarfilm von Britta Wauer, 90 Min., Deutschland 2011, FSK: ab 6, empfohlen ab 14, ausleihbar

im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1362.

Der Film erzählt Geschichten rund um den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee, der seit 1880 besteht, seitdem ununterbrochen in Benutzung war und heute der größte jüdische Friedhof Europas ist. Es ist der dritte Friedhof, der von der Jüdischen Gemeinde Berlins angelegt wurde. Beleuchtet werden die Veränderungen des Friedhofs im Wandel der Zeit durch Wandel der jüdischen Gemeinde und es gibt Einblick in Traditionen, die mit dem Friedhof verknüpft sind. Im Zentrum stehen Menschen, die auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte den Friedhof besuchen und auf ihrer Entdeckungsreise durch das Gelände begleitet werden.


Jüdisches Leben – Feste, Feiertage, Rituale

Dokumentarfilm von Inka Lezius, 26 Min., Deutschland 2017, FSK: Lehrfilm, empfohlen ab 12, ausleih-

und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1612.

Das Judentum ist die älteste der drei Schriftreligionen, die an einen einzigen Gott glauben. Sie entstand vor über 3.000 Jahren. Später gingen daraus das Christentum und der Islam hervor. Für alle drei Weltreligionen gilt Abraham als Stammvater und Glaubensvorbild. Denn er war nach jüdischem Glauben der Erste, der der Vielgötterei den Rücken kehrte. Abraham lebte als Nomade dort, wo heute wieder viele Juden leben: im Gebiet des heutigen Israel. Fast drei Viertel der Bevölkerung dort sind Juden. Die Hauptstadt Jerusalem ist jedoch mit ihrem Tempelberg für alle drei Weltreligionen von hoher Bedeutung. Gläubige Jüdinnen und Juden bemühen sich, die jüdischen Gebote zu befolgen. Insgesamt gibt es 613 Regeln und Gebote. Rund 50 davon sind Speisegesetze. Neben besonderen Festen gibt es auch die jährlich wiederkehrenden Feier- und Gedenktage: Sie sollen vor allem an die Geschichte der Juden erinnern, wie sie im Alten Testament und in der Thora steht. Viele dieser Feste werden in der Synagoge gefeiert. Doch auch zu Hause gibt es an diesen Feiertagen besondere Speisen und Bräuche. Im ausführlichen Daten teil der DVD 152 Seiten Unterrichts- und Begleitmaterial


Kaddisch für einen Freund

Spielfilm von Leo Khasin, 94 Min., Deutschland 2011, FSK: ab 12, empfohlen ab 14, ausleih- und downloadbar im Ökumeni schen Medienladen in Stuttgart unter DVS719.
Der 14-jährige Ali hat seine Kindheit in einem palästinensischen Flüchtlingslager verbracht. Nach der Flucht aus dem Libanon landet er mit seiner Familie in Berlin. Direkt über ihnen wohnt Alexander, ein russischer Jude. Für Ali ist der alte Mann der Inbegriff dessen, was er gelernt hat zu hassen. Als der Junge Anschluss zu einer Gang von arabischen Jugendlichen sucht, soll er seinen Mut unter Beweis stellen und bei Alexander einbrechen. Gemeinsam mit den anderen Jungs verwüstet er die Wohnung und beschmiert die Wände mit antisemitischen Sprüchen. Alexander erstattet Anzeige gegen Ali, da dieser einen Schuh in der Wohnung des Alten zurückgelassen hat. Verzweifelt bitten Ali und seine Mutter ihren Nachbarn, die Anzeige fallen zu lassen, da im Falle einer Verurteilung die Familie abgeschoben würde. Der vom Hass erschütterte alte Mann gibt nur unter einer Bedingung nach: Ali muss seine Wohnung wieder in Ordnung bringen. Das nahezu Unmögliche geschieht: Schritt für Schritt freunden sich die beiden an. – DVD educativ. Didaktisch-methodisches Begleitmaterial und Szenenfotos auf der ROM-Ebene.

Rabbi Wolff
Dokumentarfilm von Britta Wauer, 91 Min., Deutschland 2016, FSK: o.A., empfohlen ab 12, ausleih-
und downloadbar im Ökumenischen Medienladen in Stuttgart unter DVK1585.
William Wolff ist Ende 80 und ein sehr ungewöhnlicher Rabbiner. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff. Mit seiner unkonventionellen Art und seinem herzhaften Lachen begeisterte der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern die Zuschauer. Wauers Film zeigt nun den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland. Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkei t– eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf-

Die Filmemacher

Silke Stürmer

 
Eine umtriebige Medienfrau mit fundiertem theologischem Background ist die 1968 im Landkreis Esslingen a.N. geborene Filmemacherin von „Wir sind keine Dinosaurier“ – Jung & jüdisch in Deutschland“, die damit bereits ihre achte Produktion für die Edition DVD complett realisierte, hier wieder wie schon bei „Ich will leben, frei sein“ im Zweierteam mit Stefan Adam. Nach dem Abitur zog es Silke Stürmer in die Ferne, nach Palästina, wo sie ein Jahr lang mit geistig behinderten Kindern arbeitete. Zurück in Deutschland studierte sie in Neuendettelsau, Marburg und Bonn Evangelische Theologie, um dann 1995 in Tübingen mit dem kirchlichen Examen abzuschließen. Anschließend war sie zwei Jahre als Redakteurin für Religionsbücher bei einem Schulbuchverlag aktiv. Dann machte Silke Stürmer das Vikariat in Sindelfingen, gefolgt von einem halben Jahr Arbeit als Gemeindepfarrerin in Böblingen. Mit dem Wechsel in die Redaktion für Funk und Fernsehen des Evangelischen Medienhauses Stuttgart, 2001, fand sie ein ihren Vorstellungen entsprechendes Aufgabenfeld. Silke Stürmer realisiert seither als Drehbuchautorin und Regisseurin Filme zu ethischen und christlichen Fragestellungen. Schon zuvor machte sie sich parallel selbstständig und gründete mit zwei gleich gesinnten Frauen die Bürogemeinschaft für Redaktion und Lektorat „text_dienst“. Parallel schrieb sie Reportagen zu sozialen und gesellschaftspolitischen Themen. Von 2009 bis 2013 übernahm sie eine Stelle als Medienpfarrerin im Evangelischen Medienhaus. Jetzt arbeitet sie in Teilzeit als Pfarrerin im Kirchenbezirk Schorndorf und produziert nach wie vor freiberuflich Dokumentarfilme. Mit ihrem Mann, Thomas Stürmer, und den zwei gemeinsamen Kindern lebt Silke Stürmer in einem kleinen Ort im Remstal.

Stefan Adam
, 1966 in Herford/Westfalen geboren, machte nach der Schule eine Ausbildung als Chemisch Technischer Assistent (CTA) in Bielefeld. Anschließend leistete er Zivildienst in der Jugendhilfe Schweicheln. 1989 erfolgte das Abitur auf dem Westfalen Kolleg Bielefeld im Rahmen des zweiten Bildungswegs und dann ein einjähriges Praktikum auf der Kunst- und Musikschule Bielefeld. Von 1995 bis 2000 studierte Stefan Adam  Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und schloss von 2001 bis 2004 das Aufbaustudium Diplom-Journalistik an der Universität Hohenheim an. Der Titel seiner Abschlussarbeit lautet „Videojournalismus – Paradigmenwechsel in der TV-Berichterstattung?“ Seit 2001 lebt und arbeitet er als freiberuflicher Filmemacher und Autor in Stuttgart. www.streifschuss.com

Autor der didaktischen Materialien

Matthias Hestermann
, Jahrgang 1965, hat Theologie studiert und ist evangelischer Pfarrer. Er hat zwei erwachsene Kinder. Nach vielen Jahren im oberschwäbischen Bad Waldsee, wo Matthias Hestermann an Gymnasien in Aulendorf und Bad Waldsee Evangelische Religion unterrichtet hat, wohnt er jetzt gerade in Heiningen am Fuße der Schwäbischen Alb und ist als Religionslehrer an Schulen im Landkreis Göppingen aktiv. Seine vielseitigen Praxiserfahrungen aus dem Gemeindepfarrdienst, dem Schulunterricht und seiner Tätigkeit im Medienreferentennetzwerk des Ökumenischen Medienladens (ÖML) in Stuttgart hat er schon in die Entwicklung der Unterrichtsmaterialien für die DVD complett „’Du bist mein’ – Die Taufe auf den Namen Gottes“ eingebracht, in „Umtausch ausgeschlossen“, DVD 1 und 2, als Fachberater und Autor in „Liebe ist Liebe.“ sowie als Autor der Materialien zu „I’M MUSLIM DON’T PANIC“ und „WAS GEHT? Jugendliche und gesellschaftspolitisches Engagement“. 
 

Preise

Wir sind keine Dinosaurier - Jung & jüdisch in Deutschland

DVD Wir sind keine Dinosaurier - Jung & jüdisch in Deutschland

79,00 EUR
Mit Recht zur öffentl. Aufführung

29,80 EUR
Rabattpreis für kirchliche Einrichtungen in Württemberg

259,00  EUR
Mit Recht zum Verleih und zur öffentl. Aufführung. Für kirchliche Einrichtungen aus Württemberg 35% Rabatt.

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